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Umstrittene Immobilie in Eichenzell: Bürgerliste übt scharfe Kritik an Investor

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Von: Volker Nies

Das Kreisbauamt hat für die Immobilie an der Ecke Wilhelmstraße/Turmstraße im Kernort Eichenzell schon vor Wochen einen Baustopp verhängt.
Die Bürgerliste fordert den Bauherrn, der im Ortskern 14 Wohnungen unter Verstoß gegen den Bebauungsplan errichtete, zu direkten Gesprächen mit den Fraktionen auf. © Volker Nies

Die Bürgerliste fordert den Bauherrn, der im Ortskern 14 Wohnungen unter Verstoß gegen den Bebauungsplan errichtete, zu direkten Gesprächen mit den Fraktionen auf. Die Liste will den Investor jetzt einladen.

Eichenzell - Seit dem Sommer gibt es in Bezug auf das Mehrfamilienhaus an der Ecke Wilhelmstraße und Turmstraße keinen Fortschritt. Es gibt zwar Gespräche, aber keine Einigung. Jetzt meldet sich die Bürgerliste zu Wort. Sie erklärt, für sie sei der jetzige Zustand nicht mehr länger tragbar.

Fulda: Umstrittene Immobilie in Eichenzell - Scharfe Kritik am Investor

Joachim Weber, Fraktionsvorsitzender der Bürgerliste, erklärt: „Seit Monaten hören wir nur aus unserer Sicht unakzeptable Gedankenspiele aus allen möglichen Richtungen. Die von Anfang an umstrittene und mehrfach vor der Genehmigung umgeplante Immobilie ist – entgegen allen vertraglichen Vereinbarungen – anders als genehmigt gebaut worden. Es nützt nichts, dass hier weiter Einzelgespräche mit der Verwaltung geführt werden. Dringend benötigter Wohnraum und teure Bausubstanz liegen brach.“

Die Entscheidung über die Zukunft der Immobilie in Eichenzell (Landkreis Fulda) treffe ausschließlich die Gemeindevertretung. Daher sei es nun an der Zeit, direkte Gespräche mit Vertretern der Fraktionen und dem Investor zu führen. Weber unterstreicht: „Für mich ist klar, dass es keine Vermietung unter der Flagge des Investors oder einen gewinnbringenden Verkauf zugunsten des Investors geben kann.“

Das könne die Gemeinde gegenüber keinem privaten Bauherrn, der manchmal noch nicht einmal einen zusätzlichen Meter Einfahrt genehmigt bekommt, zu rechtfertigen. „Dem Investor möchte ich empfehlen, die Immobilie der Gemeinde zu einem akzeptablen Preis und ohne Gewinnerzielungsabsicht anzubieten“, äußert Weber.

Laut Bürgerliste könnte die Gemeinde – wenn ihr der Investor das Haus verkauft – die Immobilie, ähnlich wie etwa bei der Neulandstiftung, für altengerechtes oder soziales Wohnen im Ortskern bewirtschaften. Weder ein mögliches Strafgeld noch eine Bewirtschaftung durch den Investor dürfe zur Legalisierung des Hauses führen.

Zur Erinnerung: Genehmigt wurden 15 Wohnungen auf drei Etagen unter einem Satteldach, gebaut wurden 14 Wohnungen auf zwei Etagen unter einem Flachdach.  Die Bodenplatte liegt einen Meter höher als genehmigt.

Bürgerliste Eichenzell lädt Investor zu Gesprächen ein

Weber sagt, aus seiner Sicht sei die Gemeinde Eichenzell vom Investor bewusst hinters Licht geführt worden. Der Auftritt des Bauherren vor einigen Wochen im Bauausschuss sei „beleidigend für das Gremium“ gewesen, wie Weber findet. „Wer Lösungen möchte, muss mit denen sprechen, die entscheiden“, äußert der Fraktionschef.

Die Bürgerliste wolle den Investor ermuntern, aktiv auf die Fraktionen zuzugehen, um gemeinsam und vor allem kurzfristig eine Lösung zu finden. Die Bürgerliste wolle den Investor jetzt einladen, damit es in der Sache vorangehe.

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