Jürgen Lenders, FDP-Landtagsabgeordneter aus Fulda.
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In einem ARD-Bericht wird Kritik am Bundestagskandidaten der Fuldaer FDP, Jürgen Lenders, laut.

ARD-Bericht

Wahlkampf auf Kosten der Steuerzahler? FDP-Kandidat Jürgen Lenders streitet Vorwürfe ab

Dem FDP-Kandidaten Jürgen Lenders wird vorgeworfen, Wahlkampf auf Kosten der Steuerzahler zu betreiben. Der 55-Jährige streitet die Vorwürfe hingegen ab.

Fulda - Betreibt der FDP-Landtagsabgeordnete und Bundestagskandidat Jürgen Lenders auf Kosten der Steuerzahler Wahlkampf? Das legt ein Bericht des ARD-Mittagsmagazins nahe, der am Dienstag ausgestrahlt wurde. Gegenüber unserer Zeitung bezeichnet der 55-Jährige die Anschuldigungen als „nicht gerechtfertigt“.

Vorgeworfen wird Lenders, im Dezember 2020 sowie im Frühjahr dieses Jahres Briefe an FDP-Mitglieder sowie Kreisvorstände verschickt zu haben, in denen er unter anderem für einen gemeinsamen Wahlkampf zur Bundestagswahl wirbt, die allerdings den Kopf des Hessischen Landtags tragen und von der FDP-Fraktion im Landtag frankiert sind. Unterschrieben hat Lenders als parlamentarischer Geschäftsführer im Landtag.

Wahlkampf auf Kosten der Steuerzahler? - Lenders streitet Vorwürfe ab

Im ARD-Bericht heißt es außerdem, dass die Briefe mit der Kostenpauschale bezahlt worden seien, die Lenders vom Landtag monatlich erhält und mit der mandatsbedingte Aufwendungen finanziert werden sollen. Diese unzulässige Verschränkung von Parteiarbeit und Parlamentsarbeit bestreitet Lenders: „Die Briefe habe ich selbst aus meinem Portemonnaie bezahlt.“ (Lesen Sie hier: Grünen-Chef Habeck wirbt in Fulda um Stimmen - Kritik an Bundesregierung)

Zudem hätten die Briefe „in dem Sinne nichts mit Bundestagswahlkampf“ zu tun gehabt. Das Dezember-Schreiben etwa, das an mehr als 1100 Parteimitglieder geschickt wurde, habe insbesondere auch Weihnachtsgrüße enthalten. „Die Vorwürfe kann ich daher nicht nachvollziehen“, so Lenders. (sam)

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