Was wird aus dem Sportplatz der Heinrich-von-Bibra-Schule? Die Fläche ist zwar für die Stadt grundsätzlich interessant, aber Pläne für eine Wohnbebauung gibt es noch nicht.
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Was wird aus dem Sportplatz der Heinrich-von-Bibra-Schule? Die Fläche ist zwar für die Stadt grundsätzlich interessant, aber Pläne für eine Wohnbebauung gibt es noch nicht.

Sportplatz im Blick der Stadtplaner

Kommt Wohnprojekt in der Buseckstraße? - Stadt: Keine konkreten Pläne

  • Sebastian Kircher
    vonSebastian Kircher
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Muss der Sportplatz der Heinrich-von-Bibra-Schule in der Buseckstraße einem Bauprojekt weichen? Das befürchten Anwohner. Die Stadt sagt zwar: Der Standort ist grundsätzlich interessant. Sie betont aber auch: Noch gibt es keine konkreten Pläne – und für eine Bebauung müssten hohe Hürden übersprungen werden.

Fulda - Ulla und Dr. Johannes Zahner haben sich mit einem Brief, der unserer Redaktion vorliegt, an den CDU-Stadtverband gewandt. Darin beklagen die Anwohner aus der Buseckstraße, dass die Stadt den Sportplatz der Heinrich-von-Bibra-Schule an „private Investoren“ verkaufen wolle. „Dieser Grünbereich stellt einen unverzichtbaren, wichtigen Erholungsraum für Schüler, Kinder, Jugendliche und Bewohner der engbebauten Fuldaer Innenstadt dar“, schreiben die Zahners.

Sie sehen aufgrund der im Umfeld vorhandenen Bäume zudem ein „ökologisch wertvolles Biotop“, das im Falle einer Bebauung verloren ginge. Sie fordern eine Beteiligung unter anderem der Anwohner, der Schule und von Naturschutzverbänden an den Plänen.

Stadt Fulda: Keine konkreten Pläne für Sportplatz

Nur: Konkrete Überlegungen, oder sogar schon einen fertigen Plan, das gibt es in der Buseckstraße gar nicht. Das erklärt Johannes Heller, Pressesprecher der Stadt Fulda, auf Anfrage unserer Zeitung. Allerdings sagt er auch: Die Stadt wächst – und man sei immer auf der Suche nach potenziellen Flächen für den Wohnraum. Dabei setze man auf eine Innenentwicklung – damit Baulücken geschlossen und nicht ständig neue Baugebiete an der Peripherie ausgewiesen werden müssen, was zu einer „immer weiteren Zersiedlung von Flächen“ führen würde. „Aus städtebaulicher Sicht käme auch das Gelände des Sportplatzes/ehemaliges Städtisches Krankenhaus für eine solche Innenentwicklung in Frage“, sagt Heller.

Anwohner würden an Bebauungsplan beteiligt werden

Bevor in der Buseckstraße aber überhaupt irgendetwas passieren könnte, müsse folgendes bedacht werden: „Wichtigste Voraussetzung für jede weitere Überlegung wäre, dass sich der Sportplatz der Schule an eine andere Stelle verlegen ließe. Dies wird im Moment geprüft“, erläutert Heller. Erst wenn diese Prüfung positiv ausfällt, kann über eine Bebauung nachgedacht werden – mit allen Bedingungen, die das Baurecht vorschreibt, etwa einer Änderung des Bebauungsplanes. Käme es zu einem solchen Verfahren, würden in dessen Rahmen auch die Anwohner beteiligt, die dann ihre Bedenken äußern könnten.

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