Vertreter der CDU-Stadtfraktion haben sich zu einem Austausch mit dem Dehoga getroffen.
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Vertreter der CDU-Stadtfraktion haben sich zu einem Austausch mit dem Dehoga getroffen.

Vorschlag der CDU nach Treffen mit Dehoga

Können die Fuldaer im Sommer länger draußen sitzen? 

Die Fuldaer CDU-Stadtfraktion will Gastronomie und Hotellerie in der Region in der Corona-Krise stützen. Eine Möglichkeit: eine längere Außenbewirtung in den Sommermonaten.

  • Die CDU-Stadtverordnetenfraktion will sich für eine Außenbewirtung bis 24 Uhr in Fulda einsetzen
  • Der Dehoga in Fulda berichtet von einer großen Verunsicherung vieler Gäste wegen der Corona-Maßnahmen
  • Mehrere kleinere Veranstaltungen könnten in Fulda das Weinfest sowie den Musicalsommer kompensieren

Fulda - „Bei unseren zahlreichen Gesprächen in der vergangenen Woche haben wir ein differenziertes Stimmungsbild von der derzeitigen Situation von den Betrieben in der Innenstadt und einigen Stadtteilen bekommen“, sagt Patricia Fehrmann, Vorsitzende der CDU-Stadtverordnetenfraktion. Dabei sei oft der Wunsch nach einer Ausweitung der Öffnungszeiten für die Außenbewirtschaftung genannt worden, heißt es in einer Pressemitteilung der Fraktion.

Nach Coronavirus-Shutdown: CDU-Fraktion will Außenbewirtung bis 24 Uhr in Fulda

Um diesem „wesentlichen Anliegen“ Rechnung zu tragen, will sich die CDU-Fraktion für eine Verlängerung der Zeiten um eine Stunde bis 24 Uhr während der Sommermonate einsetzen, kündigt Fehrmann an. Heißt: Nach dem Willen der Union können die Fuldaer in diesem Sommer länger draußen sitzen.

Christof Weisenborn, Geschäftsführer des Parkhotels Kolpinghaus und stellvertretender Vorsitzender des Kreisverbandes des Dehoga, sieht die Gastronomie-Branche besonders von der Corona-Krise betroffen, da sie zuerst im Lockdown war und als letztes unter vielen strengen Auflagen wieder hochgefahren wurde.

Seit gut einer Woche ist die Bewirtung wieder angelaufen, jedoch sei vielfach die notwendige Ungezwungenheit und ein Stück Herzlichkeit beim Gaststättenbesuch verloren gegangen.

Dehoga: Hemmschwelle bei Gästen wegen Corona-Maßnahmen

Die Außengastronomie funktioniere inzwischen „größtenteils gut“, bei vielen Gästen gebe es jedoch weiter eine Hemmschwelle, die Innenräume der Gaststätten zu nutzen. Weisenborn berichtete zudem von einer großen Verunsicherung mit Blick auf die Maskenpflicht und die Dokumentationspflicht, bei der die persönlichen Daten eines Gastes beim Restaurantbesuch hinterlegt werden müssen. Hier hofft der Verband auf Unterstützung der Stadt Fulda bei der Aufklärung der Gäste über Sinn und Notwendigkeit der Auflagen. „Die CDU-Fraktion lässt hierzu Möglichkeiten der Stadt prüfen“, versprach die Vorsitzende.

Thomas Hering, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und Landtagsabgeordneter, kündigte an, dass die hessische Regelung, dass pro fünf Quadratmeter nur ein Gast bewirtet werden darf - was für viele Gastronomen ein Problem darstellt -, derzeit auf den Prüfstand gestellt werde und sich die CDU-Landtagsfraktion für die Abschaffung dieser Regelung einsetze. Vielerorts - auch in Fulda - gibt es nur wenig Verständnis für die strengen Auflagen. In einem gemeinsamen Warnruf appellieren unlängst vier heimische Wirte stellvertretend für die Branche an die Gäste: „Bitte habt Verständnis und haltet euch an die Auflagen.“

Kleine Konzerte statt Musicalsommer, Stadtfest und Weinfest

Hans-Dieter Alt, stellvertretender Vorsitzender der CDU-Fraktion, regte an, die Organisation kleinerer Veranstaltungen als Kompensation für die ausfallenden Großveranstaltungen wie Musicalsommer, Stadt- und Weinfest mehr in den Fokus zu nehmen. Er könne sich zum Beispiel zeitversetzt mehrere Kleinkonzerte in der Innenstadt vorstellen. Die CDU sehe einen besonderen Charme solcher kleinen Veranstaltungen, durch die auch der Gastronomie-Bereich gewinnen werde. „Wir wollen, dass die Attraktivität unserer Stadt weiter aufrechterhalten wird und dass Fulda auch während dieses Sommers von den Urlaubern in der Region profitiert.��

mic/zen

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