Hermann-Josef Klüber (von links), Michael Werner und Susanne Jobst führten durch den Abend.
+
Hermann-Josef Klüber (von links), Michael Werner und Susanne Jobst führten durch den Abend.

Klostergarten Frauenberg

Aufstehen gegen Nationalsozialismus: Gedenkfeier für deutschen Widerstand im Dritten Reich

  • Leon Weiser
    VonLeon Weiser
    schließen

Der CDU-Stadtverband und der CDU-Ortsverband Frauenberg haben am Dienstagabend im Klostergarten am Fuldaer Frauenberg eine Gedenkfeier für den deutschen Widerstand gegen den Nationalsozialismus veranstaltet.

Fulda - Susanne Jobst, Vorsitzende des CDU-Ortsverbandes Frauenberg, eröffnete die Veranstaltung. Sie begrüßte rund 30 Menschen aller Altersgruppen und zeigte sich über die Zustimmung für die Feier erfreut. Auch der Regierungspräsident des Regierungsbezirks Kassel, Hermann-Josef Klüber (CDU), war anwesend. „Ich bin dankbar, dass es möglich ist, die Gedenkfeier durchzuführen“, sagte er.

Für ihn ist das Vermächtnis des deutschen Widerstandes gegen den Nationalsozialismus ein besonderes Anliegen. Er nahm Bezug auf den Mord an Walter Lübcke 2019 sowie Anschläge in Hanau, Halle und Volkmarsen. „Ich verneige mich vor den Männern und Frauen des Widerstandes, die mit ihrem Leben bezahlt haben oder verhaftet wurden“, erklärte er in seiner Rede in Fulda.

Fulda: CDU setzt Zeichen gegen Nationalsozialismus am Frauenberg

Als Gastredner der Veranstaltung kam Michael Werner, Theologe und Historiker, zu Wort: „Erinnerung benötigt Empathie mit den Opfern, die gestorben sind. Deswegen müssen wir die Erinnerungen an die jungen Menschen weitergeben.“ Er hat ein Buch über die Geschichte des Frauenbergs im Dritten Reich geschrieben und erläuterte, dass die Franziskaner aus dem Kloster vertrieben worden waren. „Am 13. Juni 1945, dem Antoniusfest, sind sie zurückgekommen. Seitdem hat dieser Ort eine schöne und sinnvolle Weiterentwicklung erfahren“, beschrieb der Historiker. Anschließend ging er auf die politische und gesellschaftliche Entwicklung in Deutschland ein. Er forderte ein „gemeinsames Aufstehen und Sich-wehren gegen den Nationalsozialismus“.

In der nachfolgenden Diskussionsrunde meldete sich Zeitzeuge Richard Kress zu Wort: „Ich habe den Bombenangriff auf Fulda erlebt und unangenehme Erinnerungen an den Frauenberg.“ Er ist Mitglied der „Freunde des Frauenberg“, was ihm viel bedeute.

Das könnte Sie auch interessieren