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Mit rund 80 Gläubigen hat Stadtpfarrer Stefan Buß an Christi Himmelfahrt einen Gottesdienst im Bischofsgarten in Fulda gefeiert.

Gottesdienst im Bischofsgarten

„Neue Wege gehen“ - Stadtpfarrer Buß ermuntert Gläubige in der Corona-Krise

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Fuldas Stadtpfarrer Stefan Buß hat die Menschen zu Christi Himmelfahrt aufgerufen, in der Corona-Krise neue Wege zu gehen. Mit etwa 80 Gläubigen feierte Buß einen Gottesdienst im Bischofsgarten in Fulda.

  • Die Fuldaer Innenstadtpfarrei feiert besonderen Gottesdienst im Bischofsgarten
  • 80 Gläubige sind an Christi Himmelfahrt trotz Covid-19 mit dabei
  • Gottesdienst mit Stadtpfarrer Stefan Buß wird live im Internet gezeigt

Fulda - Alles bleibt anders: Die große Prozession durch den Fuldaer Schlossgarten musste in diesem Jahr ausfallen. Stattdessen feierte die Fuldaer Innenstadtpfarrei am Donnerstagmorgen einen Gottesdienst im Apfelgarten zwischen dem Bischofshaus und dem Generalvikariat. Die Zahl der Plätze war zwar auf 80 begrenzt. Im Internet konnten alle Interessierten den Gottesdienst jedoch mitverfolgen. Allein auf Youtube waren auf dem Kanal der Pfarrei in der Spitze mehr als 170 Gläubige live dabei. Das Bistum zeigt seit Beginn der Covid-19-Pandemie immer wieder Gottesdienste im Internet.

Fuldas Stadtpfarrer Buß: Das Beste aus Corona-Krise machen

Die Corona-Krise sei für viele eine Zeit der Einschränkung, sagte Stadtpfarrer Stefan Buß. Er rief die Menschen allerdings dazu auf, kreativ zu sein, neue Wege zu gehen und das Beste aus der Situation zu machen. Das gelte auch für die Kirche. „Es ist etwas Gutes und etwas Besonderes, dass wir heute hier im Bischofsgarten einen Gottesdienst feiern können“, erklärte Buß und dankte Fuldas Bischof Dr. Michael Gerber, dass dieser den Garten zur Verfügung gestellt habe.

Stadtpfarrer Buß forderte die Gläubigen nicht nur auf, neue Wege zu gehen. Er sprach zugleich von einer „neuen Normalität“, die die Krise mit sich bringe. Oder anders: Nach Corona wird eben nicht alles sein wie vor Corona. „Wir müssen Dinge neu entwickeln“, so Buß. Der Stadtpfarrer verwies in diesem Zusammenhang auf die Bibel, auf Jesus und die Jünger. „Zurück zur Normalität hätte bei den Jüngern geheißen: Zurück in die Zeit vor Karfreitag.“ Doch dieses „Zurück“ sei nicht möglich gewesen. Der Auferstandene sei gekommen und habe eine neue Normalität geschaffen.

Stadtpfarrer zieht in Predigt zu Himmelfahrt Parallelen zur Geschichte der Auferstehung

„Die österliche junge Gemeinde kann uns ein Hinweis sein für unsere neue Normalität“, so Buß. Und eine zweite Parallele zog der Stadtpfarrer: „Jesus hat seinen Jüngern die Zusage gegeben, dass er sie in der Krise nicht allein lässt. Und auch in der Corona-Krise, wenn wir die neue Normalität gestalten, haben wir die Zusage: Gott ist da.“

Trotz aller Widrigkeiten rief Buß die Menschen auf, optimistisch zu sein: „Christi Himmelfahrt ist nicht der Tag, an dem wir sehnsüchtig in den Himmel schauen. Nein, das Reich Gottes hat hier auf Erden angefangen.“ Der Himmel lasse sich ein Stück weit auf der Erde realisieren.

Die Glocken des Fuldaer Doms läuten

Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst durch mehrere Musiker unter der Leitung von Johannes Haubs und Anne Rill. Ganz am Ende, die Gemeinde betete noch, läuteten die Glocken des Fuldaer Doms. Dort wurde ebenfalls ein Feiertagsgottesdienst gefeiert. Und hier war nicht alles wie sonst. Auch hier gab es die von Buß beschriebene „neue Normalität“.

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