Die Verantwortlichen der Christuskirchen-Gemeinde mit den Partnern beim Start der Aktion.
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Die Verantwortlichen der Christuskirchen-Gemeinde mit den Partnern beim Start der Aktion.

Christuskirche Fulda startet eine Aktion

Gute Nachrichten in schwierigen Corona-Zeiten 

  • Hartmut Zimmermann
    vonHartmut Zimmermann
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Ein Riesen-Rotkehlchen schwebt statt der den Heiligen Geist symbolisierenden Taube im Altarraum der Kirche. Bänder in den Farben des Regenbogens hängen von dem Vogel herab. An ihnen sollen künftig gute Nachrichten ihren Platz haben. Denn die Gemeinde der Christuskirche Fulda und ihre Projektpartner bitten darum, online oder per Postkarte mitzuteilen, was es auch in schwierigen Zeiten an guten Neuigkeiten gibt.

Fulda - Das Projekt, das am Mittwochvormittag von Pfarrerin Jana Koch-Zeißig und ihrem Kollegen Björn Henkel gestartet wurde, greift eine Idee auf, die 2019 beim Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dortmund Premiere hatte: Dort hatte es einen „Pavillon der guten Nachrichten“ gegeben.

Ein Riesen-Rotkehlchen schwebte im Altarraum der Kirche.

Deutscher Evangelischer Kirchentag ist Partner des Projekts

So gehört der Deutsche Evangelische Kirchentag zu den Partnern des Projekts. „Wir setzen auf die Kraft guter Nachrichten“, betont die Kirchengemeinde. Das Sammeln und Bekanntmachen guter Nachrichten aus Stadt und Region sei eine Chance, Verbundenheit zu erleben sowie Kraft und Zuversicht zu behalten oder neu zu entwickeln.

Als Partner beteiligen sich neben dem Kirchentag die Stadt Fulda, die Industrie- und Handelskammer, das Vonderau Museum, der Verein „Welcome In“ und die Diakonie Fulda. Auch die Fuldaer Zeitung wird das Projekt begleiten und auf ihrem Instagram-Account die guten Nachrichten aus der Christuskirche veröffentlichen. Das Projekt ist zunächst auf zwei bis vier Monate angelegt.

Die künstlerische Umsetzung liegt in den Händen von Christoph Goy. Der aus Hanau stammende Künstler stellte seine Idee vor und erinnerte an Selma Lagerlöfs Rotkehlchen-Legende, die dem kleinen Vogel besondere Symbolkraft verleihe.

Bunte Bänder wurden in der Christuskirche aufgehängt.

Beim Auftakt betonte Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld (CDU) den Wert guter Nachrichten gerade in schwierigen Zeiten. Es sei wichtig, sich den Blick für die Schönheit des Augenblicks zu bewahren. Der OB hatte auch eine gute Nachricht mitgebracht: „Die Kinder-Akademie öffnet wieder. Das ist eine tolle Nachricht für alle Kinder und Familien!“

Gute Nachrichten wurden auch direkt verkündet

Bengt Seeberg, Dekan des Kirchenkreises Fulda, präsentierte eine gute Nachricht aus seinen Gemeinden: „Wenn es schwierig wird, können sich die Menschen auf ihre Pfarrerinnen und Pfarrer verlassen – analog und digital.“ Für das Vonderau Museum vermeldete Dr. Frank Verse, die für Besucher und Mitarbeiter erfreuliche Nachricht, dass das Haus wieder geöffnet ist.

Und er bat gleich darum, daran zu denken, Exponate von der „Gute-Nachrichten-Aktion“ für das Museum aufzubewahren. Vielleicht wird ja das Kirchen-Rotkehlchen eines Tages im Vonderau Museum als Exponat aus Corona-Zeiten zu neuem Leben erwachen. Bis dahin kann man den Vogel und seine guten Nachrichten täglich zwischen 9 und 18 Uhr in der Kirche sehen.

Auf einem Bildschirm in der Kirchen und einem weiteren im Vonderau Museum werden zudem die erfreulichen Nachrichten, die online in das Projekt fließen, präsentiert. Wer sich an der Aktion beteiligen will, findet ein Formular auf der Internetseite der Diakonie.

Gute Nachrichten - so ist die Aktion betitelt.

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