Die Arbeitsagentur hat die Arbeitslosenzahlen für den Landkreis Fulda bekannt gegeben.
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Die Arbeitsagentur hat die Arbeitslosenzahlen für den Landkreis Fulda bekannt gegeben.

Folge des Corona-Lockdowns

Arbeitslosigkeit in Fulda steigt leicht an - 223 Betriebe zeigen Kurzarbeit an

Im Dezember steigt die Zahl der Arbeitslosen im Landkreis Fulda und liegt deutlich höher als vor einem Jahr, obwohl Kurzarbeit von den Betrieben stark genutzt wurde.

Fulda - Der Rückgang der Arbeitslosigkeit im Kreis Fulda fand laut Arbeitsagentur Bad Hersfeld-Fulda im Dezember sein Ende. Trotz des Lockdowns sei die Zahl der Arbeitslosen im Landkreis Fulda jedoch nur leicht um 68 Personen auf 4214 gestiegen (+1,6 Prozent). Damit sei der Zuwachs geringer als im Vorjahr gewesen – im Dezember 2019 erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosen von November auf Dezember um 4,8 Prozent. Die Arbeitslosenquote betrage unverändert 3,3 Prozent. Sie liegt damit weit unter dem Hessendurchschnitt von 5,4 Prozent.

Weiterhin sei die Arbeitslosigkeit deutlich höher als vor einem Jahr (+31,3 Prozent), obwohl das Instrument der Kurzarbeit stark genutzt werde. (Lesen Sie hier: Trotz Lockdown - Zahl der Arbeitslosen in der Region geht zurück)

Arbeitslosigkeit in Fulda steigt leicht an - 223 Betriebe zeigen Kurzarbeit an

Die Agentur für Arbeit (Arbeitslosenversicherung) verzeichnete im Dezember 2335 Arbeitslose und somit 830 mehr als im Vorjahr (+55,1 Prozent). Beim Kreisjobcenter (Grundsicherung) waren 1879 Personen arbeitslos gemeldet, was einem Plus von 175 Personen im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht (+10,3 Prozent).

„Der Arbeitsmarkt hat sich im Dezember trotz des Lockdowns jahreszeitüblich entwickelt. In den Wintermonaten erhöht sich die Arbeitslosigkeit regelmäßig aufgrund von witterungsbedingten Entlassungen in den Außenberufen“, erläutert Waldemar Dombrowski, Leiter der Arbeitsagentur Bad Hersfeld-Fulda. Demzufolge seien vom Anstieg der Zahlen überwiegend Männer betroffen. Ihre Zahl sei im vergangenen Monat um 56 Personen auf 2365 Arbeitslose angewachsen (+2,4 Prozent).

„Die Inanspruchnahme der Kurzarbeit federt die Folgen der Corona-Pandemie ab. Die Entwicklung der Zu- und Abgänge in und aus Arbeitslosigkeit zeigt aber, dass Wirtschaft und Arbeitsmarkt in unserer Region nach wie vor trotz des Lockdowns relativ gut funktionieren“, erklärt Dombrowski. Im Dezember hätten sich 82 Personen weniger als im Vorjahr aus einer Erwerbstätigkeit arbeitslos gemeldet (-17,3 Prozent). Die Aufnahme einer neuen Beschäftigung gelang 16 Personen mehr als im letzten Jahr (+5,2 Prozent).

Folge des Corona-Lockdowns in Fulda: Mehr Kurzarbeit als im November

Der Stellenbestand ist mit 1829 vakanten Stellen zwar rückläufig, doch weiterhin auf einem hohen Niveau. Der Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur konnte im Dezember im Landkreis Fulda 341 Stellen akquirieren.

Die Arbeitsagentur hat im Landkreis Fulda im Dezember 223 Anzeigen von Betrieben auf Kurzarbeit registriert. „Das war ein deutlicher Anstieg gegenüber dem November und ist Folge des Lockdowns“, heißt es in der Pressemitteilung. „Seit Mitte März haben insgesamt 3036 Betriebe für 50.825 Beschäftigte Kurzarbeit angezeigt“, erklärt die Agentur. Da die konkrete Beantragung und Bearbeitung des Kurzarbeitergeldes nachträglich erfolge, könnten erst mit einigen Monaten Verzögerung Aussagen zur tatsächlichen Inanspruchnahme der Kurzarbeit getroffen werden. Demnach waren im Juli 13.203 Beschäftigte in Kurzarbeit. In der Region waren damit im Juli 14 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten von Kurzarbeit betroffen. Gegenüber dem Juni (15.944) ging die Kurzarbeit um 17 Prozent zurück. (lea)

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