Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Arbeitsmarkt schwächen sich ab, teilt die Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda mit.
+
Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Arbeitsmarkt schwächen sich ab, teilt die Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda mit.

Agentur legt Zahlen vor

Arbeitsmarkt in Fulda erholt sich von Corona-Pandemie - aber ein Problem bleibt

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Arbeitsmarkt im Kreis Fulda lassen nach. Zum Ende des Monats waren 3886 Menschen arbeitslos gemeldet. Dies sind 0,9 Prozent mehr als im Juli, aber 19,1 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

Fulda - Der Arbeitsmarkt in der Region Fulda zeigt sich Ende August relativ stabil. Die Arbeitslosenquote liegt wie im Juli unverändert bei 3,1 Prozent und ist bei weitem die niedrigste in Hessen. Gegenüber dem Vorjahr sank die Arbeitslosigkeit um nahezu ein Fünftel.

„Die Auswirkungen der Pandemie auf den Arbeitsmarkt schwächen sich deutlich ab“, erklärt Horst Kramer, stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda. In beiden Rechtskreisen liegt die Arbeitslosigkeit unter dem Vorjahresniveau. Bei der Arbeitsagentur Fulda waren im August 1823 Arbeitslose registriert (-812 zum Vorjahresmonat); das Jobcenter des Landkreises zählte 2063 Arbeitslose und somit 108 weniger als vor einem Jahr.

Fulda: Arbeitsmarkt erholt sich von Pandemie - aber ein Problem bleibt

„Vor große Herausforderungen stellt uns, und insbesondere das Kreisjobcenter, jedoch der starke Anstieg der Langzeitarbeitslosigkeit infolge der Pandemie“, räumt Horst Kramer ein. Es gelte, bestehende Vermittlungshindernisse wie fehlende Schul- oder Berufsabschlüsse zu beseitigen. Zumal die regionale Wirtschaft dringend Personal benötigt.

Der Arbeitsagentur Fulda liegen aktuell 2406 Stellen zur Besetzung vor. Das sind 149 mehr als im Juli und 500 mehr als vor einem Jahr. Großer Bedarf an Fachkräften besteht unter anderem Baubereich sowie in Gastronomie und Hotellerie. Vermehrt gesucht werden auch Medizinische beziehungsweise Zahnmedizinische Fachangestellte.

„Da die Fachkräfte fehlen, greifen Arbeitgeber verstärkt auf Helferinnen und Helfer zurück“, führt Kramer aus und weist auf Unterstützungsmöglichkeiten der Arbeitsagentur für Unternehmen hin, die ihren Beschäftigten eine berufliche Qualifizierung ermöglichen.

Video: Arbeitsmarkt: Stimmung so gut wie nie

Zum Thema Kurzarbeit: Die Arbeitsagentur hat im Landkreis Fulda im August sechs Anzeigen von Betrieben auf Kurzarbeit registriert. Seit Mitte März vergangenen Jahres haben insgesamt 3674 Betriebe für 58.946 Beschäftigte Kurzarbeit angezeigt. Da die konkrete Beantragung des Kurzarbeitergeldes nachträglich erfolgt, können erst mit einigen Monaten Verzögerung Aussagen zur tatsächlichen Inanspruchnahme der Kurzarbeit getroffen werden. (Lesen Sie auch: Arbeitsagentur überzeugt: Kurzarbeit hat in der Krise viele Jobs gerettet - So ist die Situation derzeit)

In der Region haben im Februar 11.807 Beschäftigte Kurzarbeitergeld bezogen. Das waren 211 weniger als im Monat zuvor und 10,4 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Landkreis Fulda. Erste Hochrechnungen weisen auf einen weiteren Abbau der Kurzarbeit für den März hin. (sec)

Das könnte Sie auch interessieren