Geschäftsleute sitzen für Besprechung am Tisch
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Im Kreis Fulda gelten in den großen Kantinen meist eigene Corona-Konzepte.

Grümel, Jumo und Co

2G in Kantinen? Diese Corona-Konzepte werden im Kreis Fulda angewandt

  • Jana Albrecht
    VonJana Albrecht
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In der Gastronomie wird an manchen Stellen bereits die 2G-Regel angewandt. Doch wie sieht das Corona-Konzept bei großen Kantinen im Kreis Fulda aus?

Fulda - In großen Kantinen im Kreis Fulda wird auf die 2G-Regel verzichtet. Dies zeigt eine Umfrage unserer Zeitung. Stattdessen wird auf 3G oder eigene Hygienekonzepte gesetzt.

„Unsere 170 Quadratmeter große Kantine ist derzeit für maximal 20 Personen ausgerichtet“, erklärte Michael Brosig, Pressesprecher der Jumo Fulda. Anstelle einer 2G-Regelung setzt das Unternehmen in der Kantine auf die 3G-Regel. „Derzeit findet die Essenausgabe ausschließlich über ein Außenfenster der Kantine statt“, erklärte Brosig. Falls sich Warteschlangen bilden, müssten die Abstände auch im Außenbereich eingehalten und ein Mund-und-Nasen-Schutz getragen werden.

Fulda: 2G oder 3G? Diese Corona-Konzepte gelten in großen Kantinen

Gäbe es für Mitarbeiter keinen Platz mehr in der Kantine, könnte auf das eigene Büro oder die Sozialräume, über die jede Abteilung verfüge, zurückgegriffen werden, erläuterte Brosig und fügte an: „Um den Andrang in der Kantine zu kontrollieren, haben wir exakt 20 Tische und 20 Stühle aufgestellt.“ Dafür, dass es bei den Themen Essen und Mittagspause seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie zu Einschränkungen kommt, hätten die Mitarbeiter Verständnis, betonte der 52-Jährige.

„Da wir unsere Mitarbeiter nicht nach ihrem Impfstatus fragen dürfen, ist eine 2G-Regelung für uns gar nicht umsetzbar“, sagte Christina Hahner, die für die Öffentlichkeitsarbeit und das Marketing der Firma Hahner Technik mit Sitz in Petersberg zuständig ist. In dem erst kürzlich eröffneten betriebseigenen Bistro können sich die insgesamt 110 Mitarbeiter der Firma seit Oktober ein warmes Mittagessen bestellen und in dem 240 Quadratmeter großen Raum verzehren. „Dabei achten die Mitarbeiter darauf, dass die Abstände und Hygieneregeln eingehalten werden – außerdem versuchen wir einen möglichen Andrang mit zwei Pausenzeiten zu entzerren“, erklärte Hahner. Das Unternehmen wurde erst vor Kurzem mit dem Deutschen Metalpreis ausgezeichnet.

Die Mittagspause für Mitarbeiter der Fertigung beginne um 12 Uhr, die für Mitarbeiter der Verwaltung um 12.30 Uhr. Dadurch, dass einige Angestellte in ihren Büros essen und einige das Angebot des Homeoffice nutzen würden, hielten sich im Schnitt maximal 20 Personen gleichzeitig in den Räumlichkeiten des Bistros zum Essen auf, sagte Hahner. „Zudem haben wir ausschließlich Vierertische aufgestellt und die Mitarbeiter darum gebeten, sich maximal in Zweiergruppen an den Tisch zu setzen“, so Hahner. 

Eigene Konzepte statt 2G: Diese Corona-Regeln gelten bei Kantinen im Kreis Fulda

„Wir sind eine öffentliche Kantine, die nicht nur von den Mitarbeitern des Landratsamtes genutzt wird, sondern auch von vielen Rentnern aus der Region“, sagte Diana Schön-Möller, stellvertretende Küchenleiterin der Kantine Grümel, die sich im Untergeschoss des Landratsamtes in der Wörthstraße in Fulda befindet.

„Wir setzen deshalb wie viele Restaurants auf die 3G-Regelung“, erklärte die 40-Jährige. Eine 2G-Regel käme nicht infrage, da den Betreibern das Risiko zu hoch sei, Gäste dadurch zu verlieren. Bei der Belegung der insgesamt 18 Tische auf circa 60 Quadratmetern werde außerdem darauf geachtet, dass sich maximal fünf Personen an einen Tisch setzen, die entweder derselben Gruppe oder Abteilung angehören. (Lesen Sie hier: 3G oder 2G? Corona-Zutrittsbeschränkungen sorgen für Anfeindungen im Netz)

2G oder 3G? Das gilt bei der RhönEngerie und im Klinikum

Auf die Frage hin, ob in der Kantine der RhönEnergie ein 2G-Konzept angewandt wird oder in Planung ist, teilte die Pressestelle des Unternehmens unserer Zeitung mit: „Bei uns gilt nicht 2G, sondern ein gesondertes Schutzkonzept seit Beginn der Pandemie. Das setzen wir erfolgreich um.“

„Im Klinikum Fulda und den Tochtergesellschaften ist der überwiegende Anteil der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geimpft beziehungsweise genesen“, teilte Barbara Froese, Pressesprecherin des Klinikums gestern mit. Generell gelte am Klinikum die 3G-Regel – auch in der Kantine.

Video: Die Kantine der Zukunft? Essen vom Roboter-Arm

Ausschließlich Bedienstete und Studierende hessischer Hochschulen und des Studentenwerks erhalten ab Mittwoch, 3. November, Zugang zu den Verpflegungseinrichtungen und -angeboten, teilte das Studentenwerk Gießen mit. Dieses ist neben den Standorten in Gießen, Friedberg und Wetzlar auch für die Mensa der Hochschule Fulda in der Leipziger Straße zuständig.

„Den Schritt hin zu den Zutrittsbeschränkungen gehen wir bedingt durch das aktuelle Infektionsgeschehen und die gestiegene Präsenz am Campus im Wintersemester“, teilte Thomas Sier aus der Unternehmenskommunikation des Studentenwerks Gießen auf Nachfrage mit.

Eingangskontrollen vor der Mensa der Hochschule Fulda

Vor Eintritt in die Verpflegungseinrichtungen der jeweiligen Hochschule würden Studierende und Mitarbeiter am Eingang darum gebeten, ihren Studierendenausweis, ihre Mitarbeiterkarte oder ihre MensaCard vorzuzeigen und den Zutritt zu legitimieren, erklärte Sier. Eine 2G-Regelung gebe es nicht; die Eingangskontrollen an der Mensa seien zudem nichts Neues und schon im vergangenen Jahr angewandt worden, betonte Sier außerdem. Der Grund dafür seien das aktuelle Infektionsgeschehen und das steigende Angebot an Präsenzunterricht am Campus im Wintersemester.

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