Auf den gefrorenen Hochwasser-Flächen im Kohlhäuser Feld tummeln sind Eisläufer unterwegs.
+
Auf den gefrorenen Hochwasser-Flächen im Kohlhäuser Feld sind Eisläufer unterwegs.

Feuerwehr mahnt zur Vorsicht

Teich im Schlossgarten Fulda wegen Corona gesperrt: Eisläufer weichen auf gefrorene Flut-Flächen aus

Der Teich im Schlossgarten Fulda bleibt wegen Corona für Schlittschuhläufer gesperrt. Anscheinend weichen manche von ihnen auf die Eisflächen im Kohlhäuser Feld aus. Die Feuerwehr mahnt zur Vorsicht.

Fulda - „Trotz der anhaltenden Minustemperaturen muss der Teich im Schlossgarten aufgrund der geltenden Corona-Verordnung gesperrt bleiben“, teilte die Stadt Fulda am Freitag mit. Die notwendigen Abstände könnten auf der kleinen Eisfläche und an der räumlich begrenzten Einstiegsstelle nicht eingehalten werden. Entsprechende Schilder am Ufer warnen vor dem Betreten der Eisfläche.

„Wir wissen, dass das Schlittschuhfahren auf dem Schlossgartenteich sehr beliebt ist. Aber bei der zu erwartenden Personenanzahl können die derzeit geltenden Abstandsregeln nicht eingehalten und auch nicht überwacht werden“, appelliert Fuldas Bürgermeister Dag Wehner an das Verständnis der Bürgerinnen und Bürger.

Schlossgarten-Teich in Fulda bleibt wegen Corona für Eisläufer gesperrt

Anscheinend weichen die Schlittschuhläufer auf Flächen in Kohlhaus aus. „Die Kohlhäuser Hochwasserflächen sind durch den starken Frost der letzten Nächte zum Tummelplatz für viele Eisläufer geworden“, berichtet FZ-Leser Anton Witzel. Auch Eiskunstläuferinnen hätten sich ausgetobt. Witzel hängte seiner Mail an die Redaktion auch ein Foto an, das das Treiben auf den Eisflächen zeigt (siehe oben).

Schilder am Ufer des Schlossgartenteichs warnen vor dem Betreten der Eisfläche.

Was nach Spaß aussieht, birgt durchaus Gefahren, wie die Feuerwehr berichtet. „Wir appellieren an die Bevölkerung, die örtlichen Warnhinweise ernst zu nehmen“, sagte der Geschäftsführer des Landesfeuerwehrverbandes in Hessen, Harald Popp, am Freitag. Es sollten nur Eisflächen betreten werden, die freigegeben seien. Dafür sei eine Eisdicke von etwa 15 bis 20 Zentimeter notwendig. „Je größer die Eisfläche, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie noch nicht richtig zugefroren ist“, sagte Harald Popp. „Der Schein trügt manchmal.“ Sobald das Eis anfange zu knistern oder zu knacken, solle man auf keinen Fall weitergehen.

Im hessischen Wetteraukreis waren am Donnerstag Angaben der Polizei zufolge zwei Frauen in hüfthohes Wasser eingebrochen. Die Feuerwehr musste die Frauen bei Altenstadt aus dem eiskalten Wasser der überfluteten Auenwiesen retten, aus dem sie sich selbst offenbar nicht mehr hatten befreien können. Die Frauen wurden laut Polizei in ein Krankenhaus gebracht und ärztlich versorgt.

Video: Trotz Minusgraden - DLRG warnt vor Eisflächen

Die Stadt Fulda weist darauf hin, dass ein Betreten von zugefrorenen Flächen generell auf eigene Gefahr erfolgt und die Stadt Fulda keine Haftung übernehmen kann. In Anbetracht der nach wie vor angespannten Corona-Situation in den Kliniken wird weiterhin um größtmögliche Vorsicht und Rücksichtnahme gebeten, um Unfälle zu vermeiden. (lio, dpa)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema