Nach aktuellem Stand soll der Fuldaer Weihnachtsmarkt in diesem Jahr trotz der Corona-Pandemie stattfinden.
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Nach aktuellem Stand soll der Fuldaer Weihnachtsmarkt in diesem Jahr trotz der Corona-Pandemie stattfinden. (Archivbild)

Anfrage der Stadtverordneten

Weihnachtsmarkt trotz Corona: Wingenfeld macht den Fuldaern Hoffnung

  • Daniela Petersen
    vonDaniela Petersen
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21,5 Millionen Euro werden wohl Ende des Jahres in der Stadtkasse fehlen: Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld (CDU) hat in der Stadtverordnetenversammlung die Auswirkungen der Corona-Krise mit Zahlen unterfüttert. Auf Nachfrage ging Wingenfeld auch auf den Weihnachtsmarkt ein: Der Markt soll stattfinden – so weit das möglich ist. 

Fulda - „Die Corona-Pandemie wird voraussichtlich gravierende Auswirkungen auf den Haushalt 2020 haben“, erklärte Oberbürgermeister Heiko Wingenfeld. Im Moment zeichne sich ab, dass bei der Gewerbesteuer 17 Millionen und bei der Einkommensteuer 3,4 Millionen Euro weniger als erwartet eingenommen werden. „Hinzu kommen Mindereinnahmen im Kulturbereich in Höhe von 540.000 Euro, bei den Stadtführungen sind es 250.000 Euro und bei den Kita-Gebühren 140.000 Euro“, ergänzte Wingenfeld.

Wie hoch die zugesagte Förderung durch Hilfsprogramme von Bund und Land sein werde, könne noch nicht gesagt werden. „Ob die Einnahmeverluste vollumfänglich kompensiert werden, steht noch nicht fest. Da wird es vielleicht auch eine pauschale Regelung geben“, so der Oberbürgermeister.

Fuldas Oberbürgermeister: Weihnachtsmarkt soll nach jetzigem Stand stattfinden

Mehrere Fraktionen hatten Anfragen zum Thema Corona gestellt. Dabei ging es auch um den Weihnachtsmarkt. Hier gab es gute Nachrichten. „Der Weihnachtsmarkt hat für die Menschen eine hohe Bedeutung und ist für Touristen ein Grund, nach Fulda zu kommen. Nach jetzigem Stand gehen wir davon aus, dass er stattfindet“, sagte Wingenfeld, räumte aber ein, dass das Konzept möglicherweise angepasst werden müsse. „Die Vorbereitungen laufen, wir arbeiten mit Hochdruck daran. Aber wie bei allem gilt auch hier: Wir können nur das machen, was möglich ist. Wir machen das für die Menschen, und der Gesundheitsschutz der Menschen hat oberste Priorität“, betonte Wingenfeld.

Schon in der Vergangenheit habe die Stadt aber gezeigt, dass sie trotz der Krise das städtische Dienstleistungsangebot ausbaue und der Situation anpasse: „Die Entscheidung, dass wir in der Stadt mit dem Rosenbad als eine der ersten und nach wie vor wenigen Kommunen ein Freibad wieder öffnen, ist ein Beispiel dafür.“ Frühzeitig sei auch entschieden worden, die Kita-Gebühren auszusetzen, und sowohl Musikschule als auch Kinder-Akademie hätten ihre Angebote schnell wieder angepasst.

Stadt Fulda organisiert Kultursommer mit dem Kreuz und weiteren Partnern

Darüber hinaus zählte Wingenfeld wirtschaftsfördernde Maßnahmen auf, die die Stadt bereits leiste. Er nannte beispielsweise die Reduzierung der Sondernutzungsgebühren für Gastronomen sowie verschiedene Maßnahmen zur Tourismusförderung und Innenstadtbelebung in den Bereichen Kultur und Stadtmarketing. Zusammen mit dem Kreuz und anderen Partnern gibt es zudem einen Kultursommer im Museumshof.

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