Ein Plakat des Hospiz-Fördervereins in der Löherstraße in Fulda.
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An vielen Orten in Fulda wie hier in der Löherstraße sind die Plakate des Hospiz-Fördervereins zu sehen.

Probleme in der Corona-Krise

„Helfen Sie helfen“: Besondere Plakataktion des Hospiz-Fördervereins Fulda

  • Eike Zenner
    vonEike Zenner
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Mit einer besonderen Plakataktion macht der Hospiz-Förderverein derzeit in Fulda auf seine Arbeit aufmerksam – und wirbt in der Corona-Krise zugleich um Spenden.

  • „Moment mal“ - unter diesem Motto steht die Plakataktion des Hospiz-Fördervereins Fulda
  • Fünf Ehrenamtliche sind auf Plakaten zu sehen
  • Der Verein ist in der Corona-Krise auf Spenden angewiesen

Fulda - „Nein“, betonen die beiden Vorstandsmitglieder des Hospiz-Fördervereins, Silvia Hillenbrand und Wilfried Wanjek, „es ist kein Wahlkampf“. Die gelben Plakate, die der Fördervereins geklebt hat und die derzeit in Fulda zu sehen sind, erinnern mit Porträtbild und Slogan in der Tat ein wenig an Wahlkampfzeiten. Die Plakate sollen aber nicht für eine Partei werben, sondern für den Hospiz-Förderverein. Und sie sollen vermitteln, dass hinter der Arbeit der Sterbe- und Trauerbegleiter Menschen wie du und ich stehen.

Fünf Ehrenamtliche gehen mit ihren Gesichtern in die Öffentlichkeit. Damit wollen sie – und die Vorstandsmitglieder des Vereins – zeigen, „dass das hospizliche Ehrenamt gerade in Corona-Zeiten weitergeht“. Das gilt für die Sterbe- und Trauerbegleitung, aber auch für den Kinderhospizdienst. „Natürlich findet vieles über andere Kommunikationswege statt. Aber die Betroffenen und deren Familien brauchen weiterhin unsere Hilfe“, sagt Wilfried Wanjek, der als Leiter des Malteser-Hospizzentrums die Anfragen koordiniert.

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Corona-Krise: Hospiz-Förderverein Fulda wirbt um Unterstützung

Auf den Plakaten, die mit den Worten „Moment mal“ überschrieben sind, werben die Ehrenamtlichen mit dem Satz „Helfen Sie mir beim Helfen“. Hospizarbeit kostet – gerade im Ehrenamt – Geld. Und so hofft der Förderverein, dass die Aktion nicht nur für Aufmerksamkeit sorgt, sondern auch, dass möglichst viele Spenden zusammenkommen. Die Kontonummer des Vereins ist auf den Plakaten abgedruckt. Die Namen der Fotografierten sind es nicht – eine bewusste Entscheidung. „Die Fünf stehen stellvertretende für 80 andere“, betont Silvia Hillenbrand. Die Fotos hat der Fuldaer Fotograf Walter Rammler gemacht.

Trauerbegleiter benötigen Arbeitsmaterialien, eine Kinderhospizlerin ist auf ein Auto angewiesen, um Familien im gesamten Landkreis besuchen zu können. Und natürlich brauchen auch ehrenamtliche Sterbe- und Trauerbegleiter eine Ausbildung und Qualifizierung. All das soll und muss finanziert werden.

Plakataktion des Hospiz-Fördervereins: Ehrenamtliche zeigen Gesicht

Martin Hoogen, ebenfalls Vorstandsmitglied des Vereins, erklärt: „Die Hospizarbeit wird nur anteilig über die Krankenkassen finanziert; die Trauerarbeit muss vollständig über Spenden finanziert werden, da nach dem Ausbruch der Corona-Pandemie die Spendeneingänge stark zurückgegangen sind.“

Spenden

Das Spendenkonto:

Hospiz-Förderverein Fulda e.V.

IBAN: DE 09 5305 0180 0000 0436 96

Die Angebote der Hospizdienste sollen grundsätzlich von allen Bürgern als Unterstützung in Anspruch genommen werden können, daher werden sie kostenfrei angeboten. Der Hospiz-Förderverein Fulda unterstützt die ambulante Hospizarbeit, die Kinderhospizarbeit der Malteser, die Malteser Trauerarbeit sowie das stationäre Hospiz St. Elisabeth in Fulda.

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