In der Helios-Klinik in Hünfeld gilt ab Samstag, 24. Oktober, erneut das Besuchsverbot.
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In der Helios-Klinik in Hünfeld gilt ab Samstag, 24. Oktober, erneut das Besuchsverbot.

Regeln verschärft

Wegen Corona: Besuchsverbot im Klinikum Fulda und in Helios-Klinik - Herz-Jesu erlaubt weiterhin Besucher

Im Landkreis Fulda ist die Zahl der Coronavirus-Infektionen weiter angestiegen. Die 7-Tage-Inzidenz liegt somit bei 50,2. Somit herrscht Warnstufe Rot. Angesichts der „stark steigenden Infektionszahlen“ erteilt sowohl das Klinikum Fulda als auch die Helios-Klinik ein Besuchsverbot. Im Herz-Jesu-Krankenhaus sind Besucher weiterhin möglich.

Update vom 23. Oktober, 12.12 Uhr: Nachdem das Klinikum Fulda bereits am Donnerstag das Besuchsverbot verhängt hat, reagiert die Helios St. Elisabeth Klinik Hünfeld nun ebenfalls auf die steigenden Zahlen. Ab Samstag, 24. Oktober, wird es in der Helios-Klink ein Besuchsverbot geben. „Wir wissen, wie wichtig die Besuche sowohl für Patienten als auch Angehörige sind. Trotzdem haben wir uns aufgrund der dynamischen Entwicklung und der steigenden Infektionszahlen im Landkreis Fulda (Lesen Sie hier: Der Corona-Ticker für Hessen) dazu entschieden, Besuche vom 24. Oktober an bis auf Weiteres nicht mehr zuzulassen“, sagte Klinikgeschäftsführer Sebastian Mock. „Wir wissen, dass das für viele schwer ist, aber die Gesundheit unserer Patienten und Mitarbeiter steht für uns an erster Stelle. Daher bitten wir um Verständnis.“

Helios-Klinik in Hünfeld reagiert auf steigende Corona-Zahlen im Landkreis Fulda und erteilt Besuchsverbot

Ausnahmen seien nur in dringenden Einzelfällen möglich, beispielsweise bei Palliativpatienten, Minderjährigen oder auf der Intensivstation und werden ausschließlich nach vorheriger Absprache mit den jeweiligen Stationen gewährt, gab die Helios-Klinik in Hünfeld in einer Pressemitteilung bekannt. Falls Angehörige Kleidung oder ähnliches vorbeibringen möchten, werden die Sachen am Einlassschalter am Haupteingang der Klinik entgegengenommen. In der Geburtshilfe kann der Partner weiterhin bei der Geburt dabei sein. Auch die Aufnahme als Begleitperson ist unter Auflagen möglich.

Beim Einliefern von Patienten (stationär oder ambulant), bei ambulanten Terminen in der Klinik oder im MVZ sei nur im dringenden Bedarfsfall maximal eine Begleitperson zugelassen. (sec)

Update, 15.26 Uhr: In der Helios-Klinik gilt, Stand Donnerstagnachmittag, noch die alte Besucherregelung. Jeder Patient darf einen Besucher benennen, der zweimal in der Woche kommen darf. Allerdings wird sich die Klinikleitung morgen Vormittag besprechen. Sollte es zu einem Besucherstopp kommen, ist es laut Kliniksprecherin Gudrun Käsmann denkbar, dass dieser unverzüglich, also noch vor dem Wochenende umgesetzt wird.

Update, 12.47 Uhr: Das Herz-Jesu-Krankenhaus in Fulda bleibt bis auf Weiteres bei der aktuellen Regelung: „Jeder Patient kann in den ersten sechs Tagen von einer festgelegten, symptomfreien Kontaktperson maximal zweimal besucht werden“, erklärt Pressesprecherin Viktoria Schmitt.

Geschäftsführer Michael Sammet erklärt, dass die Infektionslage weiterhin kritisch beobachtet und die Situation täglich neu bewertet wird, es derzeit allerdings keinen absoluten Besuchsstopp im Herz-Jesu-Krankenhaus Fulda gibt.

„Vor dem Hintergrund der stark steigenden Infektionszahlen“, so das Klinikum, gibt es ein Besuchsverbot.

Coronavirus im Landkreis Fulda: Inzidenz steigt weiter an - Klinikum erteilt Besuchsverbot

Update vom 22. Oktober, 11.12 Uhr: Vor dem Hintergrund der stark steigenden Infektionszahlen mit dem SARS-Coronavirus-2 sieht sich das Klinikum Fulda „leider gezwungen, die bestehenden Besuchsregelungen auszusetzen“, meldet das Krankenhaus. Ab Freitag, 23. Oktober, gelte im Klinikum Fulda damit wieder ein komplettes Besuchsverbot. „Ausnahmen können im Einzelfall nach Rücksprache mit der Station für werdende Väter, Besuche in der Kinderklinik sowie auf den Intensivstationen und der Palliativstation gemacht werden“, heißt es in der Pressemitteilung.

Als Reaktion auf den sprunghaften Anstieg der Infektionszahlen mit dem Coronavirus in den osthessischen Landkreisen habe sich das Klinikum in Abstimmung mit den Gesundheitsämtern auf ein neuerliches Besuchsverbot verständigt. „Wie bereits im März und April dieses Jahres sind damit Krankenbesuche in den Krankenhäusern nicht mehr möglich.“

Auch für das Bringen und Abholen von Patienten dürfe das Klinikum nicht mehr betreten werden. Patienten, die Unterstützung benötigten, würden bis zum Ausgang begleitet und könnten dort in Empfang genommen werden. „Auch in der Zentralen Notaufnahme haben Begleitpersonen keinen Zutritt“, heißt es.

Ambulante Termine im Klinikum Fulda oder im MVZ Osthessen werden auch weiterhin möglich sein. Begleitpersonen seien allerdings nur in absoluten Ausnahmesituationen erlaubt.

„Das neue Besuchsverbot ist vor dem Hintergrund der steigenden Infektionszahlen und im Interesse der Sicherheit unserer Patientinnen und Patienten leider unvermeidlich. Dafür bitten wir um Verständnis“, so Barbara Froese, Pressesprecherin des Klinikums Fulda.

Corona im Landkreis Fulda: Infektionszahlen steigen an

Update vom 21. Oktober, 16.12 Uhr: Am Mittwoch meldete der Landkreis Fulda 757 Coronavirus-Infektionen. Somit steigt die 7-Tage-Inzidenz auf 35,9 und es herrscht Warnstufe Orange im Landkreis Fulda. Damit einhergehend verschärfen sich die Corona-Maßnahmen.

Update vom 19. Oktober, 18.14 Uhr: Die Gesamtzahl der Coronavirus-Infektionen im Kreis Fulda ist von Freitag bis Montag um 32 auf insgesamt 726 gestiegen. Das hat der Landkreis mitgeteilt. Als genesen gelten 596 Personen, aktuell erkrankt sind 113 Menschen. Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Fulda liegt bei 28,7 und damit klar über dem Wert von Freitag (21,5), aber deutlich unter den Werten von Städten wie Offenbach oder Kassel, die eine 7-Tage-Inzidenz von mehr als 100 verzeichnen.

Derzeit werden im Landkreis Fulda fünf Personen mit einer gesicherten Covid-19-Diagnose stationär behandelt. 304 Personen befinden sich in Quarantäne. Die Zahl der Abstriche im Landkreis Fulda beläuft sich - Stand Montag - auf 15.661.

Erstmeldung vom 16. Oktober: Fulda - Vor zwei Tagen - am Mittwoch, 14. Oktober - meldete der Landkreis Fulda 673 Coronavirus-Infektionen. Am heutigen Freitag, 16. Oktober, belaufen sich die Infektionen auf 694. „Als genesen gelten bislang 590 Personen, aktuell erkrankt sind 87“, so der Kreis. Die Zahl der Verstorbenen, die positiv auf das Virus getestet waren, beläuft sich auf 17.

Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Fulda liegt am heutigen Freitag damit bei 21,5. Derzeit werden im Landkreis Fulda drei Personen mit einer gesicherten Covid-19-Diagnose stationär behandelt. 251 Personen befinden sich in Quarantäne. Die Zahl der Abstriche im Landkreis Fulda beläuft - Stand 16. Oktober - auf 15.582. In ganz Hessen steigt die Zahl der Coronavirus-Infektionen deutlich: Am Freitag wurden weitere 671 Fälle bestätigt. Seit Beginn der Pandemie sind in Hessen damit 24 151 Infektionen registriert worden. 

Coronavirus-Infektionszahlen im Landkreis Fulda: Klinikum verstärkt Besucher-Kontrollen

Währenddessen verschäft das Klinikum Fulda seine Besucherregelungen und setzt Sonderregelungen aus, ein Besucherverbot wird es aber zunächst nicht geben.

Durch den Schritt soll laut Pressemitteilung die Infektionsgefahr im Klinikum weiter reduziert werden. „Die Sicherheit der Patientinnen und Patienten, aber auch der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat im Klinikum Fulda die höchste Priorität“, heißt es.

Die allgemeine Besucherregelung sehe vor, dass grundsätzlich jeder Patient einmal am Tag nur einen - vorab für den gesamten Aufenthalt festgelegten und nicht-erkälteten - Besucher empfangen darf.

Personen mit Erkältungssymptomen, Kontaktpersonen von Covid-19-Infizierten und Rückkehrer aus Risikogebieten dürfen das Klinikum gar nicht betreten.

Jede Besuchsperson füllt vor Betreten des Gebäudes einen Fragebogen aus und wird registriert. Die Identität der Besucher wird anhand eines Lichtbildausweises überprüft. Zugelassene Besucher erhalten ein blaues Armband und müssen sich strikt die Hygiene-Schutzmaßnahmen halten. Das Betreten des Klinikums ohne Mund-Nasen-Schutz ist untersagt.

Regelung für stationäre Patienten

Jeder stationäre Patient darf von einer festgelegten Person pro Tag für eine Stunde besucht werden. Pro Zimmer ist jeweils nur ein Besucher zulässig. Bei Mehrbett-Zimmern darf immer nur ein Besucher pro Zimmer anwesend sein.

Die Besuchszeiten sind festgelegt: Montag bis Freitag, von 14 bis 18 Uhr; Samstag, Sonntag und an den Feiertage von 11 bis 17 Uhr (jeweils letzter Einlass).

Die Besucher stationärer Patienten füllen am Eingang einen Gesundheitsbogen aus, erhalten ein blaues Armband, das sie während ihres Aufenthalts im Klinikum sichtbar tragen, und einen Besucherausweis.

Die maximale Besuchszeit beträgt eine Stunde. Bei Verlassen des Klinikums sind Besucherausweis und Armband abzugeben. Bei Bedarf ist das Armband bzw. der Besucherausweis nach Aufforderung eines Klinikum-Mitarbeiters vorzuzeigen.

Ausnahmeregelung für werdende Väter und andere gelten weiterhin

Bisherige Ausnahmeregelungen für werdende Väter, Besuche in der Kinderklinik sowie auf den Intensivstationen und der Palliativstation bleiben laut Klinikum unverändert. „Personen, die Angehörige bringen oder abholen, werden wie Besucher behandelt. Das Bringen beziehungsweise Abholen ist so kurz wie möglich vorzunehmen“, heißt es.

Patienten, die einen ambulanten Termin im Klinikum Fulda oder im MVZ Osthessen haben, erhalten bei Eintritt ins Gebäude ein grünes Armband. Begleitpersonen sind nur in absoluten Ausnahmesituationen zulässig.

Die strikte Einhaltung der Hygiene- und Sicherheitsvorschriften des Klinikums ist Voraussetzung für die Sicherheit der Patientinnen und Patienten sowie der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im gesamten Klinikum-Gebäude besteht eine strenge Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Schutz-Maske. Das Vorliegen eines Attestes, zur Befreiung des Mund-Nasen-Schutzes, hat im Klinikum keine Gültigkeit. Bei Nicht-Einhaltung wird ein Hausverbot erteilt.

Video: Zahl der Corona-Infektionen in Deutschland auf neuem Rekordwert

„Wir sind uns bewusst, dass die Umsetzung der Regeln aufwändig ist und Unannehmlichkeiten mit sich bringt. Im Interesse der Sicherheit unserer Patientinnen und Patienten sowie unserer Mitarbeiter sind die Maßnahmen jedoch angemessen und erforderlich. Wir hoffen auf die Einsicht und das Verständnis unserer Besucherinnen und Besucher“, so Priv.-Doz. Dr. Thomas Menzel, Vorstandssprecher Klinikum Fulda. (lea)

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