Ein Luftbild vom Klinikum Fulda.
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„Vor dem Hintergrund der stark steigenden Infektionszahlen“, so das Klinikum, werden die Besucher-Kontrollen verschärft.

7-Tage-Inzidenz bei 28,7

Landkreis Fulda meldet 32 neue Coronavirus-Infektionen - Klinikum verstärkt seine Besucher-Kontrollen

Im Landkreis Fulda ist die Zahl der Coronavirus-Infektionen auf 726 angestiegen. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 28,7. Angesichts der zuletzt „stark steigenden Infektionszahlen“ verstärkt das Klinikum Fulda seine Besucher-Kontrollen, ein Besucherverbot gibt es aber nicht.

Update vom 19. Oktober, 18.14 Uhr: Die Gesamtzahl der Coronavirus-Infektionen im Kreis Fulda ist von Freitag bis Montag um 32 auf insgesamt 726 gestiegen. Das hat der Landkreis mitgeteilt. Als genesen gelten 596 Personen, aktuell erkrankt sind 113 Menschen. Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Fulda liegt bei 28,7 und damit klar über dem Wert von Freitag (21,5), aber deutlich unter den Werten von Städten wie Offenbach oder Kassel, die eine 7-Tage-Inzidenz von mehr als 100 verzeichnen.

Derzeit werden im Landkreis Fulda fünf Personen mit einer gesicherten Covid-19-Diagnose stationär behandelt. 304 Personen befinden sich in Quarantäne. Die Zahl der Abstriche im Landkreis Fulda beläuft sich - Stand Montag - auf 15.661.

Corona im Landkreis Fulda: 251 Personen in Quarantäne

Erstmeldung vom 16. Oktober: Fulda - Vor zwei Tagen - am Mittwoch, 14. Oktober - meldete der Landkreis Fulda 673 Coronavirus-Infektionen. Am heutigen Freitag, 16. Oktober, belaufen sich die Infektionen auf 694. „Als genesen gelten bislang 590 Personen, aktuell erkrankt sind 87“, so der Kreis. Die Zahl der Verstorbenen, die positiv auf das Virus getestet waren, beläuft sich auf 17.

Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Fulda liegt am heutigen Freitag damit bei 21,5. Derzeit werden im Landkreis Fulda drei Personen mit einer gesicherten Covid-19-Diagnose stationär behandelt. 251 Personen befinden sich in Quarantäne. Die Zahl der Abstriche im Landkreis Fulda beläuft - Stand 16. Oktober - auf 15.582. In ganz Hessen steigt die Zahl der Coronavirus-Infektionen deutlich: Am Freitag wurden weitere 671 Fälle bestätigt. Seit Beginn der Pandemie sind in Hessen damit 24 151 Infektionen registriert worden. 

Coronavirus-Infektionszahlen steigen im Landkreis Fulda stark an - Klinikum verstärkt Besucher-Kontrollen

Währenddessen verschäft das Klinikum Fulda seine Besucherregelungen und setzt Sonderregelungen aus, ein Besucherverbot wird es aber zunächst nicht geben.

Durch den Schritt soll laut Pressemitteilung die Infektionsgefahr im Klinikum weiter reduziert werden. „Die Sicherheit der Patientinnen und Patienten, aber auch der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat im Klinikum Fulda die höchste Priorität“, heißt es.

Die allgemeine Besucherregelung sehe vor, dass grundsätzlich jeder Patient einmal am Tag nur einen - vorab für den gesamten Aufenthalt festgelegten und nicht-erkälteten - Besucher empfangen darf.

Personen mit Erkältungssymptomen, Kontaktpersonen von Covid-19-Infizierten und Rückkehrer aus Risikogebieten dürfen das Klinikum gar nicht betreten.

Jede Besuchsperson füllt vor Betreten des Gebäudes einen Fragebogen aus und wird registriert. Die Identität der Besucher wird anhand eines Lichtbildausweises überprüft. Zugelassene Besucher erhalten ein blaues Armband und müssen sich strikt die Hygiene-Schutzmaßnahmen halten. Das Betreten des Klinikums ohne Mund-Nasen-Schutz ist untersagt.

Regelung für stationäre Patienten

Jeder stationäre Patient darf von einer festgelegten Person pro Tag für eine Stunde besucht werden. Pro Zimmer ist jeweils nur ein Besucher zulässig. Bei Mehrbett-Zimmern darf immer nur ein Besucher pro Zimmer anwesend sein.

Die Besuchszeiten sind festgelegt: Montag bis Freitag, von 14 bis 18 Uhr; Samstag, Sonntag und an den Feiertage von 11 bis 17 Uhr (jeweils letzter Einlass).

Die Besucher stationärer Patienten füllen am Eingang einen Gesundheitsbogen aus, erhalten ein blaues Armband, das sie während ihres Aufenthalts im Klinikum sichtbar tragen, und einen Besucherausweis.

Die maximale Besuchszeit beträgt eine Stunde. Bei Verlassen des Klinikums sind Besucherausweis und Armband abzugeben. Bei Bedarf ist das Armband bzw. der Besucherausweis nach Aufforderung eines Klinikum-Mitarbeiters vorzuzeigen.

Ausnahmeregelung für werdende Väter und andere gelten weiterhin

Bisherige Ausnahmeregelungen für werdende Väter, Besuche in der Kinderklinik sowie auf den Intensivstationen und der Palliativstation bleiben laut Klinikum unverändert. „Personen, die Angehörige bringen oder abholen, werden wie Besucher behandelt. Das Bringen beziehungsweise Abholen ist so kurz wie möglich vorzunehmen“, heißt es.

Patienten, die einen ambulanten Termin im Klinikum Fulda oder im MVZ Osthessen haben, erhalten bei Eintritt ins Gebäude ein grünes Armband. Begleitpersonen sind nur in absoluten Ausnahmesituationen zulässig.

Die strikte Einhaltung der Hygiene- und Sicherheitsvorschriften des Klinikums ist Voraussetzung für die Sicherheit der Patientinnen und Patienten sowie der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im gesamten Klinikum-Gebäude besteht eine strenge Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Schutz-Maske. Das Vorliegen eines Attestes, zur Befreiung des Mund-Nasen-Schutzes, hat im Klinikum keine Gültigkeit. Bei Nicht-Einhaltung wird ein Hausverbot erteilt.

Video: Zahl der Corona-Infektionen in Deutschland auf neuem Rekordwert

„Wir sind uns bewusst, dass die Umsetzung der Regeln aufwändig ist und Unannehmlichkeiten mit sich bringt. Im Interesse der Sicherheit unserer Patientinnen und Patienten sowie unserer Mitarbeiter sind die Maßnahmen jedoch angemessen und erforderlich. Wir hoffen auf die Einsicht und das Verständnis unserer Besucherinnen und Besucher“, so Priv.-Doz. Dr. Thomas Menzel, Vorstandssprecher Klinikum Fulda. (lea)

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