Illegal abgestellter Müll an der Containersammelstelle an der Ochsenwiese in Fulda.
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Illegal abgestellter Müll an der Ochsenwiese in Fulda

Ruf nach mehr Kontrollen

Pizzakartons und blaue Säcke: CWE sauer über Müll an Sammelplätzen

  • Eike Zenner
    vonEike Zenner
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An vielen Sammelplätzen für Altglas und Altpapier wird immer wieder Müll abgeladen - illegal. Die Fuldaer CWE hält das für ein Ärgernis und fordert stärkere Kontrollen. Die Stadt lässt die Abfälle regelmäßig entsorgen und macht in der Corona-Krise eine interessante Beobachtung.

  • Die CWE ärgert sich über illegal abgeladenen Müll an Sammelplätzen in Fulda
  • Die Stadt muss sich um die Entsorgung kümmern
  • Zahl der Beschwerden hat in der Corona-Krise leicht zugenommen

Fulda - Der Unmut bei der CWE ist groß. „Seit Wochen finde ich gerade an der Sammelstelle Ochsenwiese eine mit Müll verdreckte Halde vor, die mit Plastik, Keramik und weiterem Unrat verunreinigt wird“, sagt Andre Schmitt, Mitglied im CWE-Ausschuss für Umwelt.

CWE nimmt Bürger in die Verantwortung

Die Wähler-Einheit kritisiert das Verhalten der Menschen, die ihren Müll an den Sammelplätzen abladen. CWE-Chef Martin Jahn fordert die Bürger auf, „den Müll dort zu entsorgen, wo er hingehört“ und „nicht aus Bequemlichkeit alles der Stadt vor die Füße" zu werfen. Jahn nimmt aber auch die Stadtverwaltung in die Pflicht: Denn es gehe letztlich auch um Sauberkeit und ein „gutes Erscheinungsbild“ in Fulda.

Häufigere Kontrollen notwendig

Die CWE spricht sich dafür aus, dass die Stadt die Sammelplätze häufiger kontrolliert - um möglichen Verursachern auf die Spur zu kommen, aber auch, um den Müll notfalls abzufahren. „Leider ist das notwendig“, sagt Jahn.

Der Sprecher Stadt, Johannes Heller, sagt, es gebe monatlich im Schnitt etwa zwei bis drei Beschwerden über vermüllte Sammelplätze. „Es betrifft in den meisten Fällen dieselben Problemplätze“, so Heller. Er nennt - neben der Ochsenwiese, die die CWE in den Fokus genommen hat - die Plätze Weimarer Straße (vor dem Wertstoffhof), Gutenbergstraße, Habelbergstraße, Heidelsteinstraße, Schlitzer Straße sowie die Container am Aschenberg.

Die Ordnungspolizei kontrolliert die Sammelplätze und Container sporadisch. Um die Entsorgung kümmert sich im Zweifel die Stadt. „Die öffentlichen Wertstoffplätze für Altglas werden durch ein von der städtischen Abfallwirtschaft beauftragtes Unternehmen je nach Frequentierung einmal, zweimal oder dreimal wöchentlich gereinigt und die Abfälle entsorgt.“

Leichte Zunahme seit Corona - Lieferdienste „schuld“?

Interessant: Im Zuge von Corona hat die Zahl der Klagen über Müll an den Containern leicht zugenommen. Vor allem aber ist die Menge an Abfall gestiegen, der illegal entsorgt worden ist; im März um ein Drittel. Für April gibt es noch keine Zahlen. „Die Stadt vermutet, dass die Bürgerinnen und Bürger vermehrt Lieferdienste - ablesbar zum Beispiel an den Pizzakartons - in Anspruch nehmen“, sagt Pressesprecher Heller.

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