Spatenstich für den SmartCampus im Industriepark Rhön in Eichenzell-Welkers (von links): Investor Paul Gummert, Geschäftsführer Manuel Bittorf, Bürgermeister Johannes Rothmund, Bundestagsabgeordneter Michael Brand und Investor Merlin Krabbe.
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Spatenstich für den SmartCampus im Industriepark Rhön in Eichenzell-Welkers (von links): Investor Paul Gummert, Geschäftsführer Manuel Bittorf, Bürgermeister Johannes Rothmund, Bundestagsabgeordneter Michael Brand und Investor Merlin Krabbe.

Spatenstich in Eichenzell-Welkers

Digitaler Leuchtturm für Deutschland - 20 Millionen Euro werden in Smart Campus investiert

  • Volker Nies
    vonVolker Nies
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Ein Dach, unter dem die klügsten Köpfe der Region Ideen und Produkte für das superschnelle Internet entwickeln, soll der SmartCampus in Eichenzell-Welkers werden. 20 Millionen Euro werden investiert. Am Freitag war Spatenstich.

Welkers - Fünf Männer, die mit einem Spaten symbolisch die ersten Brocken Boden bewegen – ganz so einfach und traditionell funktioniert ein Spatenstich für ein Projekt, das digitale Pionierarbeit leisten will, nicht. Der Startschuss für den SmartCampus erfolgte hybrid, also gemischt: Die Reden wurden in einer Internetübertragung gehalten. Nur zum letzten Teil der Veranstaltung kamen fünf Männer auf die Baustelle, um tatsächlich mit Spaten in den Boden zu stechen – auch dieser Spatenstich wurde live übertragen und zum Teil mit einer Drohne aus der Vogelperspektive begleitet.

„Wir investieren rund 20 Millionen Euro – davon zwölf Millionen für die Gebäude und acht Millionen für die Technik“, erklärte Investor Paul Gummert unserer Zeitung. „Wir wollen insbesondere kleinen innovativen Firmen eine Heimat bieten. Bis zu 20 Firmen wollen wir als Mieter. 60 Prozent der Fläche ist schon vermietet“, erklärte Gummert. Auch die Hochschule Fulda möchte er als Nutzer gewinnen.

Kreis Fulda: 20 Millionen Euro werden in SmartCampus investiert - Spatenstich in Eichenzell-Welkers

Gebaut wird am Rande des Industrieparks Rhön in Welkers an der Bürgermeister-Schlag-Straße/Ecke Am Märzrasen – und zwar auf besonders nachhaltige Weise, wie Investor Marlin Krabbe herausstellte. Zwei Gebäude werden entstehen. Mitte 2023 sollen die Büros bezogen werden – und dann über 100-Gigabit-Anschlüsse verfügen.

Eichenzells Bürgermeister Johannes Rothmund (CDU) sagte, die Gemeinde verfüge heute bereits über hochinnovative Unternehmen. „Mit dem SmartCampus werden wir noch interessanter für Firmen aus anderen Regionen.“

Michael Brand: „Eichenzell ist heute die digitale Hauptstadt Deutschlands“

„Eichenzell ist heute die digitale Hauptstadt Deutschlands“, gratulierte der Bundestagsabgeordnete Michael Brand (CDU). „Eichenzell ist ein Pionier und wird ein bundesweiter Leuchtturm.“ Brand war vor Ort. Die Landtagsabgeordneten Thomas Hering und Markus Meysner (beide CDU), Silvia Brünnel und Markus Hofmann (beide Grüne) sowie Sabine Waschke (SPD) und weitere Prominenz aus der Region gratulierten per Video.

Der neue Campus vereint Innovation, Erfindertum und Technologie unter einem Dach. Die Bauphase soll Anfang 2023 abgeschlossen sein, ab dann können die hochmodernen Büroflächen, Lernlabore, Showrooms und Tagungsräume bezogen werden. Das Konzept des SmartCampus sieht vier Bereiche vor: Arbeiten (smart:work), Tagen (smart:meet), Lernen und Forschen (smart:labs) sowie das sogenannte Datacenter (smart:data).

Hessische Digitalministerin: „Eichenzell stellt Weichen für digitale Entwicklung der nächsten Jahrzehnte“

„Die Bauweise wird sich an einen Hochschul-Campus anlehnen“, sagte Paul Gummert. „Eine Cafeteria, Ladesäulen für E-Cars und E-Bikes, Solartechnik, energieeffiziente Gebäudestrukturen, Veranstaltungs- und Meetingräume und die Anbindung an den Bahnhof im Welkers sollen Mitarbeitern und Firmen ein modernes Arbeitsumfeld bieten“, ergänzte Geschäftsführer Manuel Bittorf. Zudem soll ein Fußballfeld-großes Rechenzentrum entstehen.

So soll der Smart Campus in Eichenzell-Welkers Mitte 2023 aussehen.

„Mit dem neuen Technologie- und Innovationscampus stellt Eichenzell die Weichen für die digitale Entwicklung der nächsten Jahrzehnte“, sagte die Digitalministerin in Hessen, Professorin Dr. Kristina Sinemus (CDU) in einem per Video übertragenen Grußwort. Eichenzell entwickele sich zu einem Vorzeigestandort für die digitale Transformation. Eichenzell ist eine von bundesweit 32 Kommunen, deren Entwicklung der Bund in den nächsten sieben Jahren mit dem Projekt „Smart Cities“ besonders fördert. Nach Eichenzell fließen 10,6 Millionen Euro. Interessenten können sich ab sofort auf der neuen Website über den Smart Campus informieren unter https://smart-campus.io.

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