Fuldas Bischof Michael Gerber steht vor der Fuldaer Dom.
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Bischof Dr. Michael Gerber hat ein Schutzkonzept für die Feier der Gottesdienste im Bistum Fulda erlassen.

Predigt an Pfingsten

Bischof Michael Gerber: Pfingsten hat seinen Ursprung in Christi Hingabe am Kreuz

„An Pfingsten geht es nicht um irgendeinen mehr oder weniger von unserer Phantasie gefüllten guten Geist – Pfingsten hat seinen Ursprung in der Ganzhingabe Jesu am Kreuz, in seinem Leben und Sterben für uns“, hob der Fuldaer Bischof Dr. Michael Gerber am Sonntag im Fuldaer Dom bei seiner Pfingstpredigt hervor. Diese wurde auch über das Internet gestreamt.

Fulda - In diesen Tagen, so der Bischof, lese man die Stelle, wo Jesus die Jünger anhauchte, anders. „Wir tun in diesen Tagen alles, um genau diesen Vorgang zu verhindern, weil wir wissen, wie gefährlich das sein kann in Bezug auf die Übertragung des Coronavirus.“

Die Ereignisse in den Baptistengemeinden in Frankfurt und Bremerhaven hätten dies eindrücklich vor Augen geführt. Wer sich, abgesehen davon, von Jesu Geist anhauchen lasse, müsse damit rechnen, dass er oder sie bleibend verändert werde. Man müsse sich selbst fragen, ob man wirklich eine Veränderung wolle.

Gerber: Erfahrungen mit Jesus als Wesenskern der Kirche

„Bin ich bereit, neue Erfahrungen als wirklich neue Erfahrungen zu machen und diese nicht gleich in alte Schubladen einzuordnen?“ Damals hätten die Jünger erfahren, das Pfingsten ein heftiger Sturm in ihrem Leben war.

„Pfingsten wirbelt – bildlich gesprochen – die Blätter der Jünger Jesu gehörig durcheinander – Pfingsten weht diese Blätter aber nicht einfach weg, sondern bringt sie in eine neue Ordnung“, gab der Oberhirte zu bedenken. Außen und Innen träten in eine neue Kommunikation miteinander.

Botschaft des Auferstandenen in die Welt bringen

Das „Innen“ der Jünger, also die Erfahrungen, die sie mit Jesus gemacht hätten, seine Worte, ihre Gemeinschaft untereinander und ihre darin begonnene Tradition, miteinander das Brot zu brechen, das bleibe Wesenskern der entstehenden Kirche bis heute.

Es sei ein bleibender Auftrag für die Kirche, den Takt und die Melodie der Menschen von heute aufgreifen und so das Halleluja, die Botschaft vom Auferstandenen neu und zugleich authentisch zum Klingen zu bringen, zeigte sich Gerber überzeugt.

akh

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