Dr. Alois Rhiel feiert am Dienstag, 6. Oktober, seinen 70. Geburtstag.
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Dr. Alois Rhiel feiert am Dienstag, 6. Oktober, seinen 70. Geburtstag.

In Fulda Wurzeln geschlagen

Der Macher, der so herzhaft lachen kann: Alois Rhiel feiert 70. Geburtstag

  • Michael Tillmann
    vonMichael Tillmann
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Was auch immer er in seiner Karriere anpackte, er betrachtete sein Tun stets als „die Chance, etwas zu bewirken“. Ob als Bürgermeister, Oberbürgermeister, Regierungspräsident oder als Minister: Dr. Alois Rhiel war stets Macher und Schaffer. Heute vollendet der Christdemokrat sein 70. Lebensjahr.

Fulda - Seinen Ehrentag verbringt der Jubilar (natürlich) in jener Stadt, die aufgrund seiner christlichen Erziehung und verwandtschaftlicher Beziehung schon von Kindesbeinen an geistliche Heimat wurde: Fulda. Und das, obwohl Alois Rhiel eigentlich aus Mittelhessen stammt: „Ich komme aus Anzefar bei Amöneburg.“ Er sagt das voller Stolz. Aber noch stolzer ist der Christ Alois Rhiel darauf, 1984 mit seiner Frau Christiane im christlichen Fulda Wurzeln geschlagen zu haben.

Diese Wurzeln hat er im Laufe der Jahre und Jahrzehnte dicker und fester werden lassen – obwohl er die Positionen als Fuldaer Bürgermeister und später als Fuldaer Oberbürgermeister nach nur jeweils wenigen Jahren Amtszeit gegen höhere Aufgaben als RP in Gießen und als Wirtschaftsminister in Wiesbaden eintauschte.

Dr. Alois Rhiel hat Fulda als Wohn- und Lebensmittelpunkt nie aufgegeben

Den Wohn- und Lebensmittelpunkt indes haben die Rhiels deshalb nie aufgegeben. Der heute 70-Jährige sagt rückblickend: „Das mit neuen Positionen und Aufgaben hat sich so ergeben, beworben habe ich mich darum – mit Ausnahme auf den Bürgermeisterposten 1984 in Fulda – nie.“ Und er bereut keine Entscheidung für berufliche Wechsel. „Fast alle Vorgesetzten in der jeweiligen Position haben mir geholfen und mich weitergebracht“, sagt der Jubilar heute. Und damit habe er großes Glück gehabt. Herausforderungen seien reizvoll, und wenn Dinge gelängen, „dann bringt mich persönlich das erheblich voran“.

Rhiel ist Ordnungspolitiker, Rhiel ist Verfechter der sozialen Marktwirtschaft, Rhiels Maßstab ist „ein christliches Menschenbild“. All dies seien Grundpfeiler seines politischen Handelns. Dabei ist ihm die CDU politische Heimat, „weil sie das ,C‘ im Namen hat“. Wenngleich er durchaus kritisch anmerkt, „dass ich die Akzentuierung auf diesen Wert manchmal schon vermisse“. Doch die längerfristige Grundüberzeugung lässt die Tageskritik in den Hintergrund rücken.

Dr. Alois Rhiel: Ein Ordnungspolitiker, der laut und herzhaft lachen kann

Ein Ordnungspolitiker, der Menschen begeistert – und sei es nur, weil er so laut und herzhaft lachen kann. Fröhlich zu sein, sich zu freuen und eben auch lauthals zu lachen, das gehört dazu, sagt Rhiel, der auf Menschen zugehen kann: „Ich glaube schon, dass ich diese Gabe habe, weil ich ein ehrliches Interesse an den Menschen habe.“ Er sei jemand, der „einfach gerne hilft“, aber eben auch Leistung und Qualifikation als Rechtfertigungsgrundlage von Hilfe ansieht.

Wenn Alois Rhiel durch Fulda geht, dann begegnet er nicht nur an allen Ecken und auf allen Plätzen eben diesen Menschen. Er sieht auch (Ge-)Werke, die durch ihn auf den Weg gebracht wurden, womit er eine weitere Eigenschaft von sich benennt:„Ich bringe Dinge gerne auf den Weg.“

An seinem 70. Geburtstag empfindet Dr. Alois Rhiel Dankbarkeit

In Fulda hat der Ex-Bürgermeister und Ex-Oberbürgermeister viele Weichen gestellt. Public-Private Partnership war ein geflügeltes Wort zu seiner Oberbürgermeister-Zeit. Entstanden ist tatsächlich viel. Die Firma Q-Park baute als Referenzobjekt die Tiefgarage unterm Heertor, der Busbahnhof am Stadtschloss wurde zu einem attraktiven Knotenpunkt umgebaut, das Esperanto reifte.

„Es hat Freude gemacht. In jeder Position. Zu jeder Zeit“, resümiert Rhiel zum 70. Geburtstag. Und so empfindet er Dankbarkeit am Geburtstag, den er mit seiner Familie und bestimmt auch seinem besten Freund, Bambergs Erzbischof Ludwig Schick, feiern wird.

Glückwünsche zu seinem Ehrentag hat Alois Rhiel unter anderem vom Fuldaer Bischof Dr. Michael Gerber bekommen. Gerber dankt Rhiel dafür, „dass Sie sich weiterhin für ein menschliches Miteinander und für eine Werte-Gesellschaft einsetzen, die ihre Begründung nicht aus sich selbst hat und deshalb über sich selbst hinausweist.“

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