Blutspende-Veteran Helmut Schneider.
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Blutspende-Veteran Helmut Schneider.

Verlängerung im Blick

Nach 218 Blutspenden: Helmut Schneider hört auf - vielleicht

Bis kurz vor dem 73. Geburtstag darf Blut gespendet werden, zwischen zwei Spenden müssen exakt 56 spendenfreie Tage liegen. Helmut Schneider aus Künzell-Engelhelms hat seit 1979 keinen Termin ausgelassen. Nun hat er das 218. und eigentlich letzte Mal gespendet – denkt aber über eine Verlängerung nach.

  • Helmut Schneider hat bereits 109 Liter Blut gespendet. Wie eine Blutspende in Corona-Zeiten abläuft, hat unser Redaktionsmitglied Hartmut Zimmermann getestet.
  • Der Fuldaer spendete erstmals in den 1970er Jahren.
  • Der Blutspende-Veteran denkt zu seinem Geburtstag um eine Verlängerung der Blutspende-Frist nach.

Engelhelms/Lütter - Bei jeder Blutspende werden 500 Milliliter der kostbaren Flüssigkeit abgenommen, die für Blutprodukte von Vollblutkonserven bis zum Erythrozytenkonzentrat verwendet werden: „Bei einer Bekannten wurde in den 1970er Jahren Leukämie festgestellt und ich wollte unbedingt helfen. So kam ich zum Blutspenden.“

Irgendwann werde das zur Gewohnheit, man denke kaum noch drüber nach: „Zwei Monate sind vorbei, es kann wieder Blut gespendet werden. Auf diese Art und Weise habe ich insgesamt 109 Liter Blut gespendet. Es ist schön, anderen Menschen mit so einer einfachen Sache helfen zu können“, erklärt Schneider, der im Bürgerhaus Eichenzell-Lütter zum Blutspendetermin des DRK-Ortsvereins Eichenzell erschienen war.

Blutspende-Veteran: Helmut Schneider wünscht sich Verlängerung

Nicht nur die Abläufe rund ums Spenden sind dem Routinier vertraut, auch Ärzte und Ehrenamtliche kennt Schneider persönlich. Am Mittwoch stand der 73. Geburtstag an – seitdem ist für den passionierten Sportler eigentlich Schluss. „Wenn man sich überlegt, dass ich früher panische Angst vor Spritzen hatte – aber inzwischen ist das reiner Automatismus: ein kleiner Pieks und schon kann das Blut anderen Menschen helfen.“

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Deswegen habe er darüber nachgedacht, zu verlängern: „Wenn man sich vor jeder Blutspende einer ärztlichen Untersuchung unterzieht, kann man auch nach Vollendung des 72. Lebensjahres weiter Blutspender bleiben. Allein schon, weil es auch junge Menschen motiviert, zu spenden – wenn ich das kann, können die das schon lange.“ (nz)

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