Stefan Grauel ist von Heiko Wingenfeld geehrt worden.
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Oberbürgermeister Heiko Wingenfeld (links) überreichte den Ehrenbrief des Landes Hessen an Stefan Grauel – und einen Blumenstrauß an dessen Ehefrau Monika.

Großes Engagement

Stefan Grauel erhält Ehrenbrief des Landes Hessen - Sein Motto: „Lieber anpacken als nur fordern“

  • Sabrina Mehler
    VonSabrina Mehler
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Ob im Magistrat, im Tischtennisverein oder in der Gläserzeller Männertanzgruppe: Stefan Grauel (CDU, 60) ist für sein umfassendes gesellschaftliches und politisches Engagement bekannt. Dafür wurde er gestern mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen geehrt.

Fulda - Im Fürstensaal des Stadtschlosses in Fulda und vor vielen geladenen Gästen erhielt die Verleihung dieser Auszeichnung einen besonders würdigen Rahmen. Überreicht wurde die Urkunde des Ministerpräsidenten von Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld (CDU), der auch eine Laudatio hielt und an die vielen Stationen von Grauels Wirken für die Stadt Fulda und seine Bürger erinnerte.

Der 60-Jährige habe schon in frühen Jahren den Weg ins Vereinsleben gefunden und seitdem immer wieder Verantwortung übernommen. Bereits im Jahr 1970 wurde Grauel Mitglied im Rhönklub Niesig, als 14-Jähriger dann im Männergesangverein 1899 Gemütlichkeit Fulda Horas. Vor allem bei den Sängern übernahm er viele Ämter, darunter 14 Jahre lang das Amt des Ersten Vorsitzenden.

Fulda: Stefan Grauel erhält Ehrenbrief des Landes Hessen - für gesellschaftliches Engagement

Daneben ist er tätig im Alpenverein Sektion Fulda, im Sportverein Gläserzell, bei den Gläserzeller Torfstechern, in der örtlichen Feuerwehr, in der Leichtathletik-Gemeinschaft Fulda, im Fulda-Rhön-Sängerbund, im Freundschaftsverein Fulda-Dokkum, im Förderverein „Park der Stille“ Horas, im Förderverein Kirchbau St. Bonifatius und nicht zuletzt im Tischtennisverein Fulda-Maberzell, wo er nicht nur Beisitzer im Vorstand, sondern auch noch Ersatzspieler der 5. Mannschaft ist, wie Wingenfeld erwähnte. Erst kürzlich hat die Stadt Fulda die Aussegnungshalle am Alten Horaser Friedhof an den Förderverein übergeben, dessen Vorsitzender Grauel ist.

Kontinuierlich habe Grauel Verantwortung übernommen – und dies dann auch in der Politik. 2001 wurde Stefan Grauel, der seit 1980 CDU-Mitglied ist, Stadtverordneter und zehn Jahre später mit einem reichen Erfahrungsschatz Stadtrat im Magistrat. Seit 2005 ist er außerdem Vorsitzender des CDU-Ortsverbands Horas. Weiterhin engagiert war beziehungsweise ist der 60-Jährige als Schöffe für das Ortsgericht und das Landgericht Fulda, im Naturschutzbeirat und im Abwasserverband.

Urkunde des Ministerpräsidenten für Stefan Grauel - OB Wingenfeld hält Laudatio

Weil Grauel vor allem im Vereinswesen stark verankert sei, gelinge es ihm, seine Erfahrungen im gesellschaftlichen Bereich in die Politik einzubringen: „Das ist das Schönste, das einer Stadt passieren kann, wenn Menschen so umfassend engagiert sind“, lobte Wingenfeld. Seitdem sich Grauel für die Stadt engagiert, habe sich die Welt stark gewandelt, erinnerte der OB: „Sie haben viele Veränderungen mit getragen und auch geprägt.“ Er wünsche sich, dass der Landesehrenbrief für Grauel eine Ermutigung sei, sich auch weiterhin zu engagieren.“

Grauel, der mit seiner Familie – darunter Ehefrau, Kindern und Enkelkindern – gekommen war, freute sich sichtlich über die Auszeichnung, obwohl er die Ehrung auch mit gemischten Gefühlen betrachte, erklärte er augenzwinkernd: „Die Würdigung von langjährigen Tätigkeiten heißt ja auch, dass man älter geworden ist.“

Er erinnerte an die Anfänge seines Engagements und an die Devise seines Vaters: „Lieber anpacken als fordern.“ Dies habe er stets beherzigt. Er habe in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten viel gelernt und an Erfahrung gewonnen: „Nur manchmal bin ich ungeduldig und werde auch mal unleidlich. Aber das gehört dazu, dass man den einen oder anderen auch mal nervt.“ Sein besonderer Dank galt der Familie, die immer hinter im gestanden habe.

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