Fotos: Stadt Fulda; Jacqueline Kleinhans

Fulda erhält 3,4 Millionen Euro für die Landesgartenschau

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Fulda - Umweltsstaatssekretär Oliver Conz war in Fulda zu Besuch – und hatte zwei vorweihnachtliche Geschenke im Gepäck. Die Landesgartenschau wird mit 3,4 Millionen Euro gefördert und der Abwasserverband erhält 70.000 Euro, um eine Überflutungsanalyse zu finanzieren.

„Mit der Landesgartenschau entsteht mehr grüne Infrastruktur in den austragenden Städten und damit mehr Lebensqualität für die dort lebenden Bürgerinnen und Bürger“, sagt Umweltstaatssekretär Oliver Conz, der heute in Fulda den Förderbescheid an Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld und Stadtbaurat Daniel Schreiner übergab. Fulda wisse um die Vorteile einer Landesgartenschau, denn die Stadt hat 1994 die erste hessische Landesgartenschau ausgerichtet.

„Die Angebote von damals sind heute fester Bestandteil von Bildung und Naherholung der Bürgerinnen und Bürger“, so Conz. „Ich freue mich, dass im Jahr 2023 die hessische Landesgartenschau erneut in Fulda stattfinden wird und dabei vom Land Hessen mit insgesamt 3,4 Millionen Euro unterstützt wird.“

Umgestaltungen sind geplant

Für die Ausrichtung der Landesgartenschau im Jahr 2023 seien verschiedene Maßnahmen geplant, heißt es in der Pressemitteilung des Umweltministeriums. Im Süden werde der Bereich der Fuldaaue ökologisch aufgewertet und zugleich für die Bürger erlebbarer gestaltet. Im Westen werde durch neue Grünanlagen der Stadtteil-Fulda Galerie an die Innenstadt angebunden und zugleich der Heimtiergarten umgestaltet.

„Diese Stadtentwicklungen fördern ein hochwertiges Wohnumfeld. Es entstehen neue Möglichkeiten Natur in der Stadt zu erleben. Es werden Orte der Erholung geschaffen, an denen Kinder Schmetterlinge und andere Insekten entdecken können. Gleichzeitig tragen Grünflächen und Parks zu einem besseren Klima in der Stadt bei“, erklärt Conz. „In Zeiten des Klimawandels, in dem unsere Städte immer heißer und heißer werden, ist das von großer Bedeutung.“ Gleichzeitig motiviere eine Landesgartenschau die Besucher dazu, auch ihre Gärten vielfältig zu gestalten.

Stadtentwicklung soll nachhaltig sein

Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld und Stadtbaurat Daniel Schreiner betonten, dass die Zuwendung des Landes im Sinne einer nachhaltigen Stadtentwicklung verwendet werde – so wie schon bei 1. Hessischen Landesgartenschau 1994 in Fulda zahlreiche Strukturen entstanden seien, die noch heute das Stadtbild und die Lebensqualität der Stadt positiv beeinflussen.

Abwasserverband erhält Förderung für Überflutungsanalyse

Ebenfalls überreicht Staatsekretär Oliver Conz heute einen Förderbescheid an den Abwasserverband Fulda für die Erstellung von Starkregengefahrenkarten für die Stadt. „Trotz unserer großen Anstrengungen, den Klimawandel zu begrenzen, müssen wir uns schon jetzt auf die unvermeidbaren Folgen wie Extremwetterereignisse vorbereiten. Dazu gehört, die Stellen zu identifizieren, an denen sich bei Starkregenereignissen in kürzester Zeit massive Überflutungen aufbauen können, die Leben gefährden und zu großen Schäden führen können“, so der Staatssekretär. „Mit den Mitteln aus dem Programm Gewässerentwicklung und Hochwasserschutz, die das Land jetzt bereitstellt, schaffen wir in Fulda die Voraussetzung für einen Hochwasserschutz, der diesen neuen Gefahren Rechnung trägt“, sagt Conz.

Karte soll Gefahrenstellen beschreiben

Der Abwasserverband Fulda will mit Hilfe der Karten für Teile der Stadt und für die Gemeinden Künzell und Petersberg ermitteln, in welchen Bereichen die Wahrscheinlichkeit für mögliche Schäden besonders groß ist. „Die Analyse der Karten ist entscheidend, um in einem weiteren Schritt gezielte Hochwasserschutzmaßnahmen umsetzen zu können“, erklärte Staatssekretär Conz. „Dass in Fulda Maßnahmen für den Hochwasserschutz notwendig sind, haben wir zuletzt im Mai 2019 gesehen, als das Sturmtief Axel für massive Überschwemmungen in ganz Osthessen sorgte“, so der Staatssekretär. Das Land unterstützt dieses Vorhaben mit rund 70.000 Euro und übernimmt damit 80 Prozent der Kosten.

Der Verbandsvorsitzende des Abwasserverbands Fulda, Stadtbaurat Daniel Schreiner, dankte dem Ministerium für die umfangreiche Förderung, „die das Projekt doch deutlich beflügelt hat“. Mit diesem Projekt werde eine qualifizierte Grundlage für alle weiteren Schritte im Sinne eines vorbeugenden Hochwasserschutzes gelegt. / lea

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