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Erst Corona-Pandemie, dann Ukraine-Krieg: Abgespeckter Fastnachtssonntag im Kreis Fulda

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Von: Anja Trapp

Der Ukraine-Krieg und die Corona-Pandemie gehen auch an den Fuldaer Karnevalisten nicht spurlos vorüber. Gemeinsam versuchten sie am Fastnachtssonntag zu zeigen, dass die „Foaset in Foll“ für alle Menschen steht.

Fulda - Strahlender Sonnenschein und tiefblauer Himmel: Ideale Bedingungen für ein Fastnachtswochenende in Fulda - eigentlich. Denn die Corona-Pandemie hat den großen Veranstaltungen - etwa dem Kinder- und dem Rosenmontagsumzug - einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Einige Vereine in der Region hatten sich Alternativen für das Fastnachtswochenende überlegt. Aber auch von diesen blieben letztlich wenige übrig. Wegen des Krieges in der Ukraine wurden die meisten Veranstaltungen abgesagt. In Haimbach und Sickels wurde am Sonntag trotzdem gefeiert.

Fulda: Trotz Corona und Ukraine - Fastnachtsfeiern in manchen Orten

Ex-Marshall und ehemaliger Vorsitzender des Carnevals-Clubs Haimbach (CCH), Thomas Happ, unterstrich in seiner Ansprache, dass diese Veranstaltung geplant war, bevor der Krieg in der Ukraine ausbrach.

Weiterhin betonte Happ, dass alle Mitglieder des CCH sich solidarisch mit der Ukraine erklärten. Wörtlich sagte er zum Schluss seiner Ansprache auf der Bühne des Showtrucks vor dem CCH-Vereinsheim: „Wir lassen uns von Ihnen, Herr Putin, die Fastnacht nicht verderben”. Dafür erhielt er viel Beifall. (Lesen Sie auch: Fulda fordert Frieden: Mehr als 500 Menschen besuchen Mahnwache für Ukraine)

Der Carneval Club Haimbach und die Sickelser Bürgerfastnacht haben am Fastnachtssonntag gefeiert.
Die Ex-Marshalls des Carnevals-Clubs Haimbach eröffneten den Fastnachtssonntag vor dem Vereinsheim in Haimbach. © Ralph Leupolt

Und so zeigten die Garden des CCH ihr Können. Man sah den Akteurinnen an, wie stolz und froh sie waren, endlich ihre Tänze zu präsentieren. Durch den Nachmittag führten die Präsidenten Michael Köhler, Johannes Uth und Daniel Bosold. Als Gäste wurden die Tollitäten der Wolkenkratzer, der Brunnenzeche, von Ostendia und Petersberg begrüßt. Auch die Kleinen kamen am Sonntag groß raus: Sie durften ihre einstudierten Tänze ihren Eltern, Großeltern und Verwandten präsentieren.

25 Jahre Bürgerfastnacht in Sickels - Friedensgebet für Ukraine

Auch in Sickels feierte man am Sonntag - nämlich 25 Jahre Bürgerfastnacht. Die Aktiven der Sickelser Bürgerfastnacht (SiBüFa) trafen sich am Nachmittag vor dem Bürgerhaus, um gemeinsam die Ex-Gutsherren zu „wecken”.

Die Fastnachter ließen erkennen, dass auch an ihnen der Krieg in der Ukraine nicht spurlos vorübergeht. Sie wollten sich aber nicht von „Feinden der Freiheit die Freiheit nehmen lassen, gemeinsam das Brauchtumsfest zu leben“. Zusammen beteten sie für den Frieden.

Und dann ging es zu den Klängen des Käsbachgebläses durch die „Gutsherrenallee” sowie zu weiteren Stationen, um die Ex-Tollitäten zu grüßen, gemeinsam zu plaudern und sich zu stärken, um so ein wenig Fastnacht zu feiern.

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