Mit ihren Eltern und reichlich Abstand zum Nebenmann haben die Schüler in der Aula der Freiherr-vom-Stein-Schule ihr Abitur gefeiert.
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Mit ihren Eltern und reichlich Abstand zum Nebenmann haben die Schüler in der Aula der Freiherr-vom-Stein-Schule ihr Abitur gefeiert.

Im Home-Office zum Abitur

107 Absolventen der Freiherr-vom-Stein-Schule erhalten Zeugnisse

  • Tobias Konrad
    vonTobias Konrad
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Nicht an einem, sondern gleich an zwei Tagen ehrt die Freiherr-vom-Stein-Schule klassenweise ihre Abiturientinnen und Abiturienten. Gestern fiel der Startschuss für insgesamt sechs Veranstaltungen in der Schulaula.

Fulda - Da die Räumlichkeiten begrenzt sind, die Schule aber neben der Ehrung der Schüler gleichermaßen den Eltern danken wollte, war den Verantwortlichen rasch klar, dass ein Mammutprogramm her muss. Sechs Veranstaltungen – drei pro Tag – haben Schulleiter Dr. Ulf Brüdigam und die Schulleiterin Sybille Unterstab zu moderieren. „Uns war sehr wichtig, die Eltern mit einzubinden und ihnen die Möglichkeit zu geben, bei der Feier dabei zu sein. Der Rahmen ist außergewöhnlich und zugleich schade, da eine Zeugnisübergabe ein Freudensfest ist, das nun vollumfänglich nicht stattfinden kann“, sagte Brüdigam.

107 Abiturientinnen und Abiturienten erhalten Zeugnisse an der Freiherr-vom-Stein-Schule

In seiner Begrüßungsrede ging der Schulleiter auf das Thema Corona ein. Bis zum 12. März sei alles normal verlaufen, ehe die Abgänger ihre Prüfungsvorbereitung selbst in die Hand nehmen mussten. Deshalb sprach Brüdigam von einem Abitur im Home-Office, bei welchem die Absolventen nicht aus Angst geflüchtet seien, sondern die Widerstände bekämpft hätten. Passend hierzu lautete das Motto des Jahrgangs „Abidemie – wir haben die Quarantäne überstanden“. „Vielleicht“, so Brüdigam, „fiel durch fehlende Partys in der Coronazeit das Lernen gar ein Stück leichter.“ Dass liebgewonne Rituale wie die Abi-Party ausfallen müssen, sei bedauerlich.

Die Jahrgangsbesten

Mit Celine Jahn (1,0) kommt die beste Abiturientin aus der Klasse 13D. Mit Anton Warth, Alexander Evangolou, Friederike Günther, Johanna Moormann, Paula Tozey, Selina Krebs, Julia Rössler, Susanna Thiem, Lukas Jehn, Carlo Mörmel, Lucas Nickel, Anna Brähler, Selina Heil, Jenna Marie Link, Johanna Marie Pircher, Yvette Tukacs, Katharina Kowoll, Annika Marie Maurer, Gregor Münker, Lukas Sorg und Erik Heinz haben 21 weitere Absolventen eine Eins vor dem Komma. Insgesamt legten 107 Schülerinnen und Schüler das Abitur ab, die einen Jahrgangsschnitt von 2,41 erreichten.

Der Vorstand des Elternbeirates sprach in seiner Rede von einem breiten Spektrum, das sich die Abiturienten in einer kurzen Zeit angeeignet haben, während die Stufensprecher Maria Klaus und Max Vogler Grußworte und Dankesworte ausrichteten. „Wir tragen als heranwachsende Generation eine große Verantwortung für die Zukunft“, betonten sie unisono.

Bildergalerie, Musik und Danksagungen

Speziell verlief derweil die Übergabe der Zeugnisse. Anstelle des üblichen Prozedere, bei dem sich die Schüler nacheinander das Zeugnis auf der Bühne abholen, lagen die Umschläge bereits auf den einzelnen Tischen parat, so dass alle zeitgleich ihr Zeugnis unter lautstarkem Beifall bekamen. Eine Bildergalerie mit Motiven der vergangenen Schuljahre rundete die Veranstaltung ab.

Musikalisch wurden die Feierlichkeiten von der Familie Moormann sowie Sofia und Stefanie Root untermalt. Gedacht wurde außerdem dem ehemaligen Mitschüler Tom Spynow, der zu Beginn der Einführungsphase verstarb und laut Stufensprecher Vogel stets Teil des Jahrgangs bleibe, sowie Hausmeister Bodo Staubach.

Der Abiturjahrgang der Winfriedschule, die Abiturienten des Domgymnasiums und die Zehntklässler der Konrad-Adenauer-Schule mussten sich für ihre Zeugnisvergaben etwas einfallen lassen.

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