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Freiwilligen-Programm „Ehrensache Natur“: Neuer Zaun für Moorsee in der Rhön

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Das Team von RPGeo-Geschäftsführer Roland Pflug (Zweiter v. links) mit Naturpark Mitarbeiter Julian Fink (Vierter v. links) und Ranger Arnold Will (Zweiter v. rechts) vor den neu aufgestellten Pfosten am Moorsee.
Das Team von RPGeo-Geschäftsführer Roland Pflug (Zweiter v. links) mit Naturpark Mitarbeiter Julian Fink (Vierter v. links) und Ranger Arnold Will (Zweiter v. rechts) vor den neu aufgestellten Pfosten am Moorsee. © Nadja Moalem

Im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön ist mit tatkräftiger Unterstützung von Freiwilligen der Holzzaun am Moorsee im Roten Moor erneuert worden. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eines Ingenieurbüros aus Gelnhausen packten im Rahmen eines Corporate-Volunteering-Einsatzes für zweieinhalb Tage mit an.

Rhön - Unter der fachkundigen Leitung von Naturpark-Mitarbeiter Julian Fink und Ranger Arnold Will haben die zwei Frauen und vier Männer zunächst den alten Zaun am Ufer des Moorsees entfernt. Sie sind Teilnehmende des Programms „Ehrensache Natur“ von Nationale Naturlandschaften e. V., das es Unternehmen ermöglicht, sich praktisch für den Naturschutz zu engagieren.

Fulda: Freiwillige des Programms „Ehrensache Natur“ tauschten den Zaun am Moorsee aus

Die Freiwilligen setzten die neuen Pfosten, montierten Querriegel und schraubten neue Holzbohlen an. Der vollständig geschlossene Zaun ist in erster Linie Schutz für die im und am See lebenden Vögel und Amphibien. Im südlichen Bereich des Seeufers haben die Freiwilligen außerdem eine sogenannte „Benjeshecke“ aus Totholz angelegt, die künftig als Sichtschutz und Unterschlupf für Insekten und andere kleine Tiere dienen soll.

Das Holz des alten Zauns am Moorsee war längst morsch geworden.
Das Holz des alten Zauns am Moorsee war längst morsch geworden. © Nadja Moalem

Für Ranger Arnold Will war die Unterstützung durch Freiwillige eines Unternehmens die erster dieser Art. Die Hilfe kam genau zur rechten Zeit: Der alte Zaun war nach mehr als 15 Jahren im Einsatz morsch und nicht mehr ansehnlich. (Lesen Sie hier: Die besten Gleitschirmflieger der Welt trafen sich auf der Wasserkuppe)

Freiwilligen-Programm „Ehrensache Natur“ findet deutschlandweit anklang

Der Einsatz sei ein schönes Kontrastprogramm, die sinnvolle Arbeit in der Natur für sein Team ein „Betriebsausflug mal anders“, bilanzierte Geschäftsführer Robert Pflug. Nach getaner Arbeit erhielten die Freiwilligen von Arnold Will noch eine Führung durch Hessens größtes Hochmoor.

Die Freiwilligen des Projekts „Ehrensache Natur“ packen in der Rhön gemeinsam an.
Die Freiwilligen des Projekts „Ehrensache Natur“ packen in der Rhön gemeinsam an. © Nadja Moalem

Ehrensache Natur – Freiwillige in Parks Etwas Sinnvolles tun, neue Menschen kennen lernen, Spaß haben, Wissen und Fähigkeiten erweitern, die (Um-)Welt aktiv mitgestalten: In vielen Nationalparken, Biosphärenreservaten und Naturparken in Deutschland, den Nationalen Naturlandschaften, sind „Freiwillige in Parks“ im Einsatz – in Teamarbeit mit hauptamtlichen Schutzgebietsbetreuerinnen und -betreuern und dem gemeinsamen Ziel, wertvolle Ökosysteme, Pflanzen und Tiere zu erhalten.

Unternehmen, die Interesse an einem Corporate-Volunteering-Einsatz haben, können sich unter www.ehrensache-natur.de/corporate-volunteering/ informieren.  

 

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