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Kleine Fußgängerzone in der Rabanusstraße in Fulda? Sanierung für Herbst geplant

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Von: Sabrina Mehler

Fulda: Der Bereich der Rabanusstraße zwischen Sturmiusstraße und der Zufahrt zur Tiefgarage soll saniert werden.
Der Bereich der Rabanusstraße zwischen Sturmiusstraße und der Zufahrt zur Tiefgarage soll saniert werden. © Sabrina Mehler

Bodenwellen, abgeplatzte Stellen, Risse: Die Rabanusstraße in Fulda muss dringend saniert werden. Auch die Einrichtung einer Fußgängerzone in Höhe des Übergangs zum Uniplatz steht im Raum.

Fulda - Die Sanierung der Straße, einer der wichtigsten und bedeutendsten Verkehrsadern in Fuldas Innenstadt, ist dringend geboten: Das verdeutlicht Stadtbaurat Daniel Schreiner (parteilos) gegenüber unserer Zeitung: „Der Fahrbahnbelag ist mittlerweile 20 Jahre alt und wurde zwischendurch nur einmal notdürftig geflickt. Jetzt hat die Straße ihr Lebensende erreicht.“

Daher soll ab Herbst dieses Jahres der Bereich zwischen Sturmiusstraße und der Zufahrt zur Tiefgarage am Uniplatz in Fulda saniert – und neu gestaltet – werden.

Öffentlich geworden ist das Vorhaben in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses, als die Stadtverordneten die finanziellen Mittel für die Beauftragung eines Ingenieurbüros freigaben. Dies erfolgte bei einer Gegenstimme der Links-Fraktion. Das Büro soll „ergebnisoffen“ ausloten, welche Möglichkeiten in der Rabanusstraße bestehen. (Lesen Sie hier: Mobilitätstag in Fulda: Innenstadt wird im April zum Ausstellungsort für neuste Trends)

Fulda: Fußgängerzone in der Rabanusstraße? Sanierung im Herbst

Gleichwohl verdeutlichte Schreiner auf Anfrage unserer Zeitung, dass es letztlich zwei mögliche Varianten gebe: Entweder wird die Straße zwar saniert, bleibt ansonsten aber so, wie sie derzeit ist. Oder im Übergang zwischen Bahnhofstraße und Universitätsplatz wird eine Fußgängerzone geschaffen.

Auch wenn sich Schreiner nicht vorab auf eine der beiden Möglichkeiten festlegen will und keine Variante eindeutig befürwortet, lässt sich seine Präferenz erahnen, wenn er erklärt: „Man kann einen Stadtraum ja auch mal anders denken als bisher.“

Ingenieurbüro soll neue Gestaltung in der Rabanusstraße in Fulda prüfen

Da es in der Ausschusssitzung lediglich um die Beauftragung eines Ingenieurbüros ging, wurde nicht inhaltlich über die Gestaltung der Rabanusstraße diskutiert – das soll erst später im Fachausschuss für Verkehr geschehen. Gleichwohl ließ es sich Ernst Sporer von den Grünen nicht nehmen, seine Begeisterung für eine Fußgängerzone zu äußern: „Wir finden das natürlich grundsätzlich toll. Dass wir Feuer und Flamme für dieses Projekt sind, können wir jetzt schon sagen.“

Der Jerusalemplatz, der alte jüdische Friedhof, der an der Ecke Rabanusstraße/Sturmiusstraße liegt und in naher Zukunft ebenfalls umgestaltet werden soll, wird in die Überlegungen für das neue Aussehen der Straße vorerst nicht einbezogen, erklärte Schreiner zudem auf die Anfrage Sporers.

Fußgängerzone in der Rabanusstraße würde Eingriff in Straßenverkehr bedeuten

Worüber die städtischen Gremien in den nächsten Monaten debattieren müssen, sollte das Ingenieurbüro tatsächlich eine tragfähige Planung für einen Fußgängerbereich vorlegen, machte CDU-Fraktionsvorsitzende Patricia Fehrmann klar: „Dies würde einen nicht unerheblichen Eingriff in die Verkehrsströme der Innenstadt bedeuten.“ Sie bat darum, ein solches Vorhaben zu gegebener Zeit ausführlich zu diskutieren.

Auch der Stadtbaurat wies am Rande der Sitzung auf die Herausforderungen hin, die dann gegebenenfalls bewältigt werden müssen: „Die Verkehrsmenge, sowohl von Fahrzeugen als auch Fußgängern, ist hoch.“ Auch müsse für die Linienbusse, die durch die Straße zum nahen Busbahnhof fahren, eine Lösung gefunden werden.

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