Auf diesem knapp 2000 Quadratmeter großen Grundstück an der Paul-Klee-Straße könnte das Projekt verwirklicht werden.
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Auf diesem knapp 2000 Quadratmeter großen Grundstück an der Paul-Klee-Straße könnte das Projekt verwirklicht werden.

Stadtteilbibliothek

Entsteht ein Wohnheim auf der Galerie? Stadt Fulda und Caritas planen Gebäude für Paul-Klee-Straße

Im Stadtteil Fulda Galerie könnte bald ein Gemeinschaftsprojekt mit Mehrwert entstehen: Die Stadt hat angeboten, der Caritas dort ein Grundstück zu überlassen. Der Verband könnte dort ein Wohnheim der Behindertenhilfe errichten.

Fulda-Galerie - Ein bislang noch unbebautes Eckgrundstück an der Paul-Klee-Straße im Stadtteil Fulda-Galerie bietet die Perspektive für ein besonderes Gemeinschaftsprojekt mit Mehrwert für das gesamte Viertel, wie Stadt und Caritas in einer gemeinsamen Pressemitteilung schreiben: Auf dem Areal, das sich im städtischen Eigentum befindet, könnte ein Wohnheim der Caritas-Behindertenhilfe entstehen. Gleichzeitig gibt es die Idee, dass in einem solchen Gebäude auch die Stadtteilbibliothek der Galerie einen neuen, attraktiven Standort erhält. (Lesen Sie hier: Stadt Fulda präsentiert Details zur Fuß- und Radwegebrücke „Überm Engelshaus“)

Vor kurzem machten sich Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld (CDU) und Stadtbaurat Daniel Schreiner (parteilos) sowie die beiden Vertreter der Caritas-Verbandsspitze – Diözesan-Caritasdirektor Dr. Markus Juch und Vorstandsmitglied Ansgar Erb – vor Ort ein Bild.

Fulda: Stadt und Caritas planen Gebäude für Paul-Klee-Straße

Die Caritas ist in Kooperation mit der Stadt Fulda schon seit längerer Zeit auf der Suche nach einem geeigneten Standort für ein neues Wohnheim für Menschen mit Behinderung, heißt es in der gemeinsamen Mitteilung. Um den in der Region wachsenden Bedarf an solchen Wohnmöglichkeiten decken zu können, soll eine Einrichtung mit 14 Plätzen und einem zusätzlichen Kurzzeitwohnplatz entstehen, in dem Personen zeitweilig Quartier nehmen können, wenn beispielsweise ihre Betreuung daheim vorübergehend nicht sichergestellt ist.

Auch möchte die Caritas-Behindertenhilfe mit dem neu geplanten Haus ihr Wohnangebot insgesamt modernisieren – ältere Wohneinrichtungen aus den 1970er Jahren könnten die heutigen Standards und Ansprüche nicht mehr gänzlich erfüllen.

Nun bietet die Stadt dem Caritasverband laut Mitteilung für diesen Bau-Zweck in Fulda-Galerie ein Grundstück an, das sich – in direkter Nachbarschaft zur Astrid-Lindgren-Grundschule und in Sichtweite des Kindergartens gelegen sowie durch Straßenanbindung und gut erreichbaren Nahverkehr gut erschlossen – für das Projekt eignet.

„Der Bedarf an der neuen Wohneinrichtung ist unstrittig“

Noch ist das Ganze wohl nicht final: Doch falls sich Eignung des Grundstücks bei einer abschließenden Prüfung bestätige, so Caritasdirektor Juch, wolle man in den zuständigen Gremien von Caritas und Bistum den Entscheidungsprozess weiter voranbringen. „Der Bedarf an der neuen Wohneinrichtung ist unstrittig. Ziel ist es dabei aber auf jeden Fall, optimale Bedingungen zu schaffen, sodass das geplante Wohnheim dann später auch wirklich in jeder Hinsicht positive Heimstätte für die Menschen mit Behinderung sein kann, die dann dort wohnen werden.“

Oberbürgermeister Wingenfeld und Stadtbaurat Schreiner zeigten sich beim Ortstermin zuversichtlich, dass durch eine Verwirklichung des Vorhabens an dieser prominenten Stelle des Quartiers zwischen Schule, Kindergarten und dem künftigen Jugendclub ein städtebaulicher Akzent entstehen könne. Das Projekt schaffe attraktive Wohnperspektiven für Menschen mit Behinderung und biete mit der Option auf die Ansiedlung der Stadtteilbibliothek zugleich einen zentral gelegenen Anlaufpunkt für alle Bürger der Galerie. Bislang ist die Stadtteilbibliothek als Interimslösung noch im Tower-Gebäude des ehemaligen US-Hubschrauberlandeplatzes untergebracht.

Das gut 2000 Quadratmeter große Eckgrundstück an der Paul-Klee-Straße könnte die Stadt auf Basis eines Erbbaupachtvertrags an die Caritas übertragen, erläuterten Wingenfeld und Schreiner: „Wir würden uns jedenfalls mit Blick mit den zu erwartenden positiven und nachhaltigen Impuls für den Stadtteil freuen, wenn das Projekt der Caritas zustande käme“, sagten beide. (han)

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