Oberbürgermeister Heiko Wingenfeld (rechts) und Stadtbaurat Daniel Schreiner besuchten den neuen Jugendclub in Fulda-Galerie.
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Oberbürgermeister Heiko Wingenfeld (rechts) und Stadtbaurat Daniel Schreiner besuchten den neuen Jugendclub in Fulda-Galerie.

Bauarbeiten fast fertig

Stadtspitze zu Besuch: Neuer Jugendclub in Fulda-Galerie seit Dezember geöffnet

Der neue Kinder- und Jugendtreff in Fulda-Galerie ist zwar von außen betrachtet noch nicht ganz fertig, das Gebäude wird aber schon seit Dezember genutzt.

Fulda - „Die ersten Überlegungen für einen städtischen Kinder- und Jugendtreff im Stadtteil Fulda-Galerie gehen auf das Jahr 2013 zurück – zum Jahresende 2020 endlich ist die Einrichtung an den Start gegangen“, heißt es in einer Mitteilung der Stadt Fulda. Und auch wenn die Fassade und die Außenanlagen noch nicht fertig sind und obwohl die Corona-Beschränkungen derzeit auch der Jugendarbeit vor Ort Grenzen setzen, ist das Gebäude schon mit Leben gefüllt.

Fulda-Galerie: Neuer Jugendclub hat Arbeit aufgenommen

Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld (CDU) und Stadtbaurat Daniel Schreiner (parteilos) machten sich kürzlich bei einem Besuch in Fulda-Galerie ein Bild von dem Jugendtreff, der im Park an der Paul-Klee-Straße zu finden ist. In der Nachbarschaft könnte bald auch ein Wohnheim der Behindertenhilfe entstehen. OB Wingenfeld und Stadtbaurat Schreiner zeigten sich überzeugt, dass hier - in unmittelbarer Nähe zur Astrid-Lindgren-Grundschule - „der bestmögliche Standort für den Jugendclub gefunden wurde“, heißt in der Mitteilung der Stadt weiter.

Öffnungszeiten

Montag: 15.30 bis 21 Uhr - Jugendliche Dienstag: 14 bis 18 Uhr - Kinder Mittwoch: 15 bis 18 Uhr -  Beratung, auch für Eltern Donnerstag: 15.30 bis 21 Uhr -  Jugendliche

Im Laufe des langwierigen Planungsprozesses sei zunächst ein Standort auf dem Schulgelände selbst favorisiert worden. „Vor dem Hintergrund der Prognosen des Schulentwicklungsplanes entschied man sich dann jedoch, den Jugendclub auf einem Grundstück außerhalb des Schulgeländes zu realisieren, um sich für die Schule selbst mehr Optionen für die künftige Entwicklung offenzuhalten“, so die Stadt Fulda.

Nach Prüfung mehrerer Standortalternativen wurde schließlich die Variante „Park“ (Paul-Klee-Straße) ausgewählt. Der Baubeginn war Anfang Mai 2020. Zu dem Projekt schreibt die Stadt Fulda: „Der Jugendtreff ist als erweiterungsfähiger eingeschossiger Baukörper gestaltet, der mit einem begrünten Dach versehen ist und noch eine Holzfassade erhalten wird. Die Wärmeversorgung des Gebäudes erfolgt über eine Wärmepumpenheizung. Zudem wird eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach installiert. Der Innenbereich gliedert sich in einen zentralen Aufenthaltsbereich, einen Koch- und Essbereich sowie ein abgetrennter Gruppenraum. Zudem gibt es ein Arbeitszimmer für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Jugendtreffs sowie einen barrierefreien Sanitärraum und Abstellräume.“ Die Baukosten summieren sich nach Angaben der Stadt auf rund 500.000 Euro.

Zahlreiche Freizeitangebote gibt es im neuen Jugendclub.

Seit Dezember 2020 hat der Kinder- und Jugendclub seine Türen geöffnet, allerdings aufgrund der Corona-Verordnungen nur mit sehr eingeschränktem Angebot. Zusätzlich zu den Öffnungszeiten ist das Team noch mobil im Stadtteil unterwegs, um Kontakt zu den Jugendlichen zu halten und zu bekommen. Yannik Eisenhut ist als hauptamtlicher Mitarbeiter im Jugendtreff vor Ort. Unterstützt wird er durch eine Studienpraktikantin sowie ein Team von Honorarkräften. Mittelfristig ist geplant, den Treff auch einmal im Monat für Familien am Sonntagnachmittag („Familiensonntag“ mit Café) zu öffnen, um mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen. Dies kann erst umgesetzt werden, wenn es unter Corona-Bedingungen machbar ist.

Arbeit des Jugendclubs

Konzeptionelle Eckpunkte für die Arbeit im neuen Jugendtreff sind laut der Stadt Fulda:

- Partizipation von Jugendlichen (deshalb ist die Einrichtung auch unter Einbeziehung der Jugendlichen ausgesucht und zum Teil auch selbst gebaut worden, bzw. wird noch entstehen).

- Einbettung in den Stadtteil und Vernetzung und Kooperation mit den vorhandenen Einrichtungen z.B. über das Forum Galerie.

- Ein Schwerpunkt wird das Thema Nachhaltigkeit und Umwelterziehung sein („open gardening“-Projekte und öffentliches Kräuterbeet).

- Ferienfreizeiten und Ferienspiele sind Inhalt der Arbeit.

- Sportaktionen und Kunstaktionen je nach Bedarf und Interesse der Jugendlichen.

- Bewusster Umgang mit Medien, Unterstützung und Beratung von Eltern (Stichworte Sucht, Mediennutzung etc.).

- Kooperation mit der Betreuungsklasse der Astrid-Lindgren-Schule und der Bardoschule sind im Aufbau. Hierfür ist besonders hilfreich, dass der hauptamtliche Mitarbeiter vorher sowohl in der Bardoschule in der Schulsozialarbeit, wie auch in der Astrid-Lindgren-Schule in der Betreuungsklasse tätig war.

Auch schon vor der Eröffnung des neuen Jugendtreffs war die städtische Jugendarbeit auf der Galerie präsent, wie die Stadt Fulda erklärt: „Sie nutzte dabei Räume, die die Kreuzkirche und vorher die Freie Evangelische Gemeinde dankenswerter Weisen zur Verfügung gestellt hatten.“ (lio)

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