Zwei Babys liegen nebeneinander, zu sehen sind deren Beine und ein hellblaues und rosafarbenes Sockenpaar
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Im Landkreis Fulda sind 2020 3083 Kinder geboren worden.

Geburtenzahlen in Hünfeld sinken

Baby-Rekorde im Corona-Jahr: 3083 Kinder erblicken 2020 im Kreis Fulda das Licht der Welt

  • Marcus Lotz
    vonMarcus Lotz
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Im Kreis Fulda steigt die Zahl der Neugeborenen weiter an. Insgesamt 3083 Kinder haben 2020 in den drei Krankenhäusern im Landkreis Fulda das Licht der Welt erblickt. Das ist ein Anstieg von knapp drei Prozent gegenüber 2019. Im Vorjahr waren es noch 3001 Kinder gewesen.

Kreis Fulda - „So viele Geburten wie noch nie“ vermeldet das Klinikum Fulda für das Jahr 2020. Insgesamt erblickten dort 1612 Kinder bei 1546 Geburten das Licht Welt. Auch das Herz-Jesu Krankenhaus hat ein Rekordjahr zu verzeichnen: Bereits zum vierten Advent wurde dort mit Ida Franziska das tausendste Baby geboren. Insgesamt meldet die Einrichtung 1033 Kinder, die dort im Jahr 2020 geboren wurden – so viele wie noch nie. 2019 waren es noch 889. Und insgesamt 438 Babys sind 2020 in der Helios St. Elisabeth Klinik in Hünfeld zur Welt gekommen. Deutlich mehr – 570 Geburten – hatte Helios für 2019 gemeldet.

Unter den im Klinikum Fulda geborenen Kindern waren 60 Zwillinge und zwei Drillinge. Der Juli war dort mit 155 Geburten der geburtenstärkste Monat. Auf die Gesamtzahl der Geburten bezogen teilt das Klinikum mit: „Selbst der geburtenstarke Jahrgang 1965 konnte diese Zahlen nicht aufweisen, sodass von einem Rekordjahr gesprochen werden kann.“

Baby-Rekorde im Corona-Jahr: 3083 Kinder erblicken 2020 im Kreis Fulda das Licht der Welt

Dr. Thomas Hawighorst, Direktor der Frauenklinik, erklärt: „Wir hatten in unserem Haus fünf Prozent mehr Geburten im Vergleich zum Vorjahr – dies ist eine überaus erfreuliche Entwicklung. Der Trend nach oben setzt sich weiter fort, dank eines exzellent aufgestellten Teams, bestehend aus Hebammen, Wochenbettschwestern sowie Ärztinnen und Ärzten der Geburtshilfe und der Frühgeborenenmedizin.“

Von den 1033 Kinder, die 2020 im Herz-Jesu-Krankenhaus geboren wurden, waren 546 Jungen und 487 Mädchen. Unter den Geburten waren zwei Zwillingspaare. Der geburtenstärkste Monat war der zurückliegende März mit 109 Geburten – ein neuer Geburtenrekord. „Die stark steigenden Geburtenzahlen in unserem Hause sind sehr erfreulich“, äußert Pressesprecherin Viktoria Schmitt. „Die Entwicklung bestätigt die tolle Leistung unseres hervorragenden Teams.“

Im Kreis Fulda haben 2020 3083 Babys das Licht der Welt erblickt.

Ein Grund für den Anstieg der Zahlen im Herz-Jesu-Krankenhaus könnte die Einstellung von Chefarzt Dr. Bertram Stitz im Oktober 2019 sein, der zuvor Chefarzt in der Helios-Klinik in Hünfeld war. „Wegen der großen Resonanz in der Region haben wir unser Team der Oberärzte nochmals zu Beginn des neuen Jahres zusätzlich verstärkt“, erklärt Schmitt.

Rekorde in Fulda im Corona-Jahr - Hünfeld verzeichnet weniger Geburten als 2019

Die 438 in der Helios St. Elisabeth Klinik in Hünfeld zur Welt gekommenen Babys teilen sich exakt gleichmäßig in 219 Mädchen und 219 Jungen auf – 132 weniger als 2019. Den Rückgang der Zahlen gegenüber dem Vorjahr erklärt die Klinik mit einem Chefarztwechsel: Dr. Thomas Knörzer trat im August 2019 seinen Dienst als neuer Chefarzt der Gynäkologie und Geburtshilfe an. „Erfahrungsgemäß dauert es eine gewisse Zeit, bis nach einem solchen Wechsel der neue Chefarzt in der Region komplett Fuß gefasst hat, insbesondere dann, wenn er dort noch nicht bekannt ist“, erklärt Kliniksprecherin Gudrun Käsmann. Geburtenstärkster Monat war in Hünfeld der Juni mit 47 Kindern.

Eine Last für alle Krankenhäuser und alle Eltern war die Corona-Pandemie. Durch die „vorbildlich umgesetzten Hygienekonzepte“ am Klinikum Fulda sei es unter anderem möglich, dass auch werdende Väter trotz Corona bei der Geburt dabei sein können, sagt Hawighorst. „Das ist uns immer wichtig gewesen.“ Aufgrund der guten Arbeit sei die Entwicklung der Geburtshilfe am Klinikum Fulda durch die Pandemie nicht beeinträchtigt worden. „Ob ein Lockdown auch die Geburtenzahl erhöht, wird sich in den kommenden Monaten herausstellen“, äußert der Chefarzt.

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Im Herz-Jesu Krankenhaus wachse der Zuspruch trotz des Corona-Jahres stabil, sagt Sprecherin Schmitt. Statt persönlicher Kreißsaalführung biete das Krankenhaus in Zeiten von Corona nun eine virtuelle Kreißsaalführung mit Informationen zum Konzept der familienorientierten Geburtshilfe an, sowie weitere telefonische Beratungen durch Hebammen für Fragen rund um die Geburt und persönlichen Austausch.

Auch die Helios-Klinik in Hünfeld bekommt Corona zu spüren: „Manche werdenden Eltern haben in Corona-Zeiten ein erhöhtes Sicherheitsbedürfnis und haben sich deshalb zur Entbindung in einer Klinik mit angeschlossener Kinderklinik entschlossen. Hierzu möchten wir anmerken, dass selbstverständlich auch COVID-19-positive Frauen in unser Klinik entbinden können und alle Mütter und Kinder bei uns bestens und sicher versorgt sind“, unterstreicht Sprecherin Käsmann.

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