Die 12.000 Euro sind in einer Tasche vom Dach des dunklen Dacia Sandero gefallen.
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Die 12.000 Euro sind in einer Tasche vom Dach eines dunklen Dacia Sandero - hier ein Symbolbild - gefallen.

Hinweise nach FZ-Bericht

Tasche mit 12.000 Euro segelt von Autodach - Jetzt schaltet sich die Polizei in Fulda ein

  • Lea Marie Kläsener
    VonLea Marie Kläsener
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Ein Unglück, das den Puls höher schlagen lässt: Die Fleischerei Knittel hat 12.000 Euro auf einer fünfminütigen Autofahrt in Fulda verloren. Das Geld lag auf dem Dach des Wagens. Jetzt ermittelt die Polizei in dem Fall.

Update vom 30. Juni, 15.32 Uhr: Gut eine Woche ist vergangen, seit die Fleischerei Knittel 12.000 Euro verloren hat. Das Geld war laut der Familie in einer Tasche vom Autodach gefallen. Jetzt ermittelt auch die Polizei in der Sache, bestätigt Dominik Möller, Pressesprecher im Präsidium Osthessen.

Stina Knittel, Tochter des Inhabers der Fleischerei, erzählt von einer Augenzeugin, die durch den Artikel der Fuldaer Zeitung von dem Fall erfahren habe. Und laut Knittel soll noch ein zweiter, anonymer Hinweis eingegangen sein. Beide würden eine Frau beschreiben, die die Tasche aufgehoben haben soll.

Fulda: 12.000 Euro segeln in Tasche von Autodach - Jetzt ermittelt die Polizei

„An uns sind Mitteilungen ergangen, denen wir nachgehen“, teilt auch Dominik Möller mit. Dabei soll es sich um Beobachtungen handeln, wie eine Person einen Gegenstand aufgehoben haben soll. „Wir gehen dem nach und versuchen, die Mitteilungen zu verifizieren“, betont Möller. Welches Geschlecht die möglichen Zeugen und die gesichtete Person haben, lässt er offen.

Der Polizeisprecher erklärt, dass die Polizei wegen des „Verdachts einer Fundunterschlagung“ ermittelt, weil bislang niemand Geld oder Tasche abgegeben habe. „Nach einer Woche können wir davon ausgehen, dass das Geld unterschlagen wurde“, sagt Möller.

„Wir sind auf weitere Hinweise angewiesen“, macht Möller klar. Zeugen, die das Geld oder die Tasche gefunden oder jemanden gesehen haben, der einen derartigen Gegenstand an sich genommen hat, sollen sich bei der Polizei melden. Auch Beobachtungen von Fahrzeugen seien hilfreich.

Fulda: 12.000 Euro und Kinderfoto segeln von Autodach - Wer kann Familie Knittel helfen?

Erstmeldung vom 24. Juni: Fulda - 12.000 Euro und ein Kinderfoto. Verpackt in einer Dokumententasche. Irgendwo in Fulda zwischen der Fleischerei Knittel in der Leipziger Straße und dem Eisweiher.

So viel weiß Stina Knittel, Tochter des Fleischerei-Inhabers, über den Verbleib der hohen Summe. „Es ist sau viel Geld“, beklagt sie - und es ist auf der kurzen Strecke auf unglückliche Weise verloren gegangen.

„Eine Angestellte hat die Tasche von meinem Vater am Dienstagmorgen gegen 9 Uhr aufs Dach unseres Autos gelegt - und wahrscheinlich vergessen“, berichtet Knittel. Die Angestellte fuhr in einem dunklen Dacia Sandero von der Fleischerei in der Leipziger Straße über die Adalbertstraße in Richtung Eisweiher, um die Tasche mit dem Geld Stina Knittels Vater zu bringen. Doch die Tasche, in der auch ein Kinderfoto der Tochter lag, kam nie bei ihm an.

Stina Knittel berichtet davon, dass der Fleischerei ihres Vaters 12.000 Euro verloren gegangen sind.

„Wir haben im Geschäft alles abgesucht, wir sind die Strecke mit zwölf Mann bestimmt 15 Mal abgefahren“, sagt sie niedergeschlagen. Gefunden haben sie nichts.

Jetzt hofft Knittel auf die Fuldaer: „Vielleicht hat jemand das Geld gefunden und bekommt jetzt ein schlechtes Gewissen. Oder ein Anwohner hat eine Überwachungskamera installiert und kann darauf etwas erkennen.“ Über mögliche Hinweise freut sich Stina Knittel unter der Handynummer 0151-26024346.

12.000 Euro verloren - Familie Knittel läuft Strecke mehrmals ab

Von den 12.000 Euro wollten die Knittels ein neues Firmenauto kaufen. „Papa wollte es mittags abholen.“ Hintergrund ist eine neue Route, die die Fleischerei künftig fährt: „Ein anderer Metzger schließt, und wir übernehmen einen Teil seiner Kunden“, erklärt Knittel. Dafür brauche die Firma den neuen Wagen.

Die Familie stellt jetzt eine sogenannte Verlustmeldung bei der Polizei. Aber ob die 12.000 Euro wieder auftauchen, ist „ein reines Glücksspiel“, sagt Sandra Hanke, Polizeisprecherin in Fulda.

Nach dem Geld suchen wird die Polizei nicht - jedenfalls, solange keine Hinweise vorliegen. Die Beamten sind laut Hanke vorerst nur für die Dokumentation des Verlusts zuständig, „wenn kein strafrechtlicher Hintergrund vorliegt“ - wie in dem Fall der Familie Knittel. „Wenn die Gegenstände dann gefunden werden, können wir sie den Besitzern zuordnen“, erklärt Hanke. „Wir hoffen natürlich, dass das Geld gefunden wird.“

In Unterfranken hatte sich vor Kurzem ein Mann als ehrlicher Finder erwiesen. Der 62-Jähriger hatte einen Geldbeutel mit knapp 1000 Euro Bargeld gefunden - und ohne Finderlohn zu verlangen bei der Polizei abgegeben.

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