Die Polizei hat den Tatort nach der Automatensprengung abgesperrt.
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Nachdem Mitte April der Geldautomat in den Kaiserwiesen erneut gesprengt worden war, soll der Standort außer Betrieb bleiben. (Archivbild)

Rat von Fachleuten

Nach erneuter Sprengung entscheiden Sparkasse und VR-Bank: Kein Geldautomat mehr in den Kaiserwiesen

  • Eike Zenner
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Nach der gewaltsamen Sprengung durch Kriminelle Mitte April dieses Jahres wird der Geldautomat im Fuldaer Einkaufszentrum Kaiserwiesen nicht wieder in Betrieb gehen. Das hat die Sparkasse Fulda nach Abstimmung mit der VR Bank Fulda entschieden.

Fulda - Der Geldautomat in den Kaiserwiesen bleibt außer Betrieb. Das teilt die Sparkasse Fulda nach Absprache mit der VR-Bank mit. Mitte April hatten Automatensprenger am Standort in den Kaiserweisen zugeschlagen.

Verschiedene mit dem Thema vertraute Fachleute hätten „dazu geraten, auf den Geldautomaten-Standort vorsorglich zu verzichten“, teilt die Sparkasse mit. Der Vorfall vor drei Monaten war die zweite Sprengung innerhalb von drei Jahren. „Das Risiko weiterer Angriffe ist zu groß“, so die Sparkasse. Dabei gehe es nicht nur um Sachschäden. „Jeder derartige Vorfall bringt auch Menschen in Gefahr, die sich zufällig am Tatort befinden.“

Fulda: Kein Geldautomat mehr in den Kaiserwiesen nach Sprengung

Für die Kunden heißt das: Sie finden am bisher bekannten Ort keinen Geldautomaten mehr. Die Sparkasse ist jedoch überzeugt: „Die praktischen Konsequenzen für Menschen, die in den Kaiserwiesen einkaufen, halten sich in Grenzen.“ Bei den Märkten im Einkaufszentrum könnten sich Kundinnen und Kunden bis zu 200 Euro in bar auszahlen lassen. Im südlichen Stadtgebiet Fuldas befänden sich weitere Geldautomaten der Sparkasse und der VR Bank.

„Hinzu kommt eine seit Beginn der Corona-Pandemie spürbar verhaltenere Nachfrage nach Bargeld, verbunden mit einer deutlichen Zunahme von Karten- und Smartphone-Zahlungen an den Kassen des Einzelhandels“, erklärt die Sparkasse.

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