Von außen unverändert, innen aber neu gegliedert: das Generalvikariat in Fulda.
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Von außen unverändert, innen aber neu gegliedert: das Generalvikariat in Fulda.

Auftrag von Bischof Gerber

Bistum Fulda: Das Generalvikariat will transparenter, digitaler und moderner werden

Das Bischöfliche Generalvikariat in Fulda hat sich neu organisiert. Das Ziel: transparenter, moderner, digitaler und damit zukunftsorientierter zu werden.

Fulda - Das bisher gültige Organigramm und die Geschäftsordnung im Generalvikariat im Bistum Fulda stammen noch aus dem Jahr 1980. Doch seitdem hat sich die Welt verändert: Sie ist säkularer geworden, schnelllebiger, digitaler und vor allem komplexer.

Auch die katholische Kirche steht 2021 vor ganz anderen Herausforderungen als noch zu Beginn der 1980er Jahre: Geringer werdende Ressourcen, sinkende Haushaltsmittel und wachsende Aufgaben stehen heute einer Gesellschaft gegenüber, die sich immer schneller bewegt und die säkularer und aufgeklärter als je zuvor nach anderen Antworten sucht, als die vorhergehenden Generationen es getan haben. 

Fulda: Generalvikariat im Bistum will moderner werden - Auftrag von Bischof Gerber

Die neue Organisationsstruktur im Generalvikariat gilt seit dem 1. Juli, teilt das Bistum mit. In Auftrag gegeben wurde sie von Bischof Dr. Michael Gerber mit dem Ziel, die vorhandene Kirchenverwaltung neu zu überdenken sowie den heutigen und künftigen Erfordernissen anzupassen.

Ab sofort gibt es nun drei große Fachbereiche mit besonderen Fachstellen sowie einen Stabsbereich mit vier Stabsabteilungen: Kommunikation, Kanzlei, Recht und Strategie/Bistumsentwicklung, die direkt dem Generalvikar zugeordnet sind. Darüber hinaus gibt es den Arbeitsbereich Weltkirche, der von Bischofsvikar und Weihbischof Prof. Dr. Karlheinz Diez verantwortet wird.

Der Fachbereich Ressourcen beinhaltet die Abteilungen Bauwesen, Immobilien sowie Finanzen und bistumsinterne Dienstleistungen. Hier finden sich unter anderem Zentralrendantur, zentrale Services, Rechnungswesen, Vermögensverwaltung, IT und Immobilienmanagement. Im Fachbereich Personal zentrieren sich die Abteilungen Personalentwicklung, Personalbegleitung und -verwaltung sowie die Fachstellen Aufarbeitung, Intervention, Prävention, Gleichstellung und Inklusion.

Der größte Fachbereich ist der Fachbereich Pastoral, Bildung, Kultur (PBK), der sich in vier Abteilungen gliedert: kirchliches Leben, Bildung und Kultur, Jugend und junge Erwachsene und Lebensalter und Familie.  Der Kernauftrag bleibe, die Menschen neu mit der frohen Botschaft in Verbindung zu bringen, die zahlreichen engagierten Akteure im Bistum Fulda bestmöglich zu unterstützen und die Organisation zukunftsfähig zu machen für die zahlreichen Herausforderungen einer modernen Gesellschaft, schreibt das Bistum in einer Pressemitteilung.

Video: Bischof Dr. Michael Gerber zu Gast in der FZ-Redaktion

Bischof Gerber lobt den Prozess und das Ergebnis: „Der Umbau im bestehenden System war ein Riesenakt, vergleichbar mit dem Umbau einer Autobahnbrücke im fließenden Verkehr.“ Die Fachgruppen aus unterschiedlichen Aufgaben hatten ihre Aufgaben und Kompetenzen neu bewertet und transparent zugeordnet. Themenübergreifend-funktionale Teams seien gebildet und innovative digitale Arbeitsmöglichkeiten eingeführt worden. 

Dabei seien auch Erfahrungen aus den Bistümern Essen, Berlin und Würzburg eingeflossen, die in den vergangenen Jahren ähnliche Prozesse angestoßen haben. „So konnten wir auf einem starken Fundament eine zeitgemäße Organisationsform aufbauen, die uns dabei unterstützt, unseren zahlreichen Aufgaben weiterhin professionell nachkommen zu können“, betonte Generalvikar Christof Steinert. 

Die neue „schlanke und transparente“ Struktur werde jetzt von den Mitarbeitenden „mit Leben gefüllt“ und dort, wo es nötig sei, nachgebessert und weiterentwickelt (lesen Sie auch hier mehr: #FragEinenMönch: Pater Nikodemus veröffentlicht neues Buch - „Kirche hat sich lächerlich gemacht“).

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