Das Urteil des Fuldaer Landgerichts im Fall des verbrühten Babys ist nun rechtskräftig.
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Das Urteil des Fuldaer Landgerichts im Fall des verbrühten Babys ist nun rechtskräftig.

„Barbarische Tat“

Vater misshandelt Säugling schwer - Haftstrafe für 33-Jährigen aus Heringen ist nun rechtskräftig

Das Landgericht Fulda bezeichnete die Tat als „barbarisch“. Zwei Wochen nachdem im Prozess um die schwere Misshandlung eines Babys das Urteil gesprochen worden war, ist es jetzt auch rechtskräftig. Der Angeklagte war zu vier Jahren und einem Monat Haft verurteilt worden.

  • Das Landgericht Fulda sah es als erwiesen, dass ein 33-Jähriger aus Heringen sein Baby in einer Duschwanne absichtlich kopfüber in heißes Wasser tauchte und schwer verletzte.
  • Wegen schwerer Misshandlung von Schutzbefohlenen und gefährlicher Körperverletzung wurde der Angeklagte zu vier Jahren und einem Monat Haft verurteilt.
  • Nachdem keine Rechtsmittel eingelegt worden waren, ist das Urteil nun rechtskräftig, teilte das Gericht am Mittwoch mit.

Update vom 11. Juni, 11.20 Uhr: Das Urteil des Landgerichts Fulda gegen einen Mann wegen schwerer Misshandlung seines Babys ist rechtskräftig. Das teilte das Gericht am Mittwoch mit, nachdem keine Rechtsmittel eingelegt worden waren. Der Angeklagte war am 27. Mai zu vier Jahren und einem Monat Haft verurteilt worden. 

Ursprungsmeldung vom 27. Mai:

Fulda - Verhängt wurde die Strafe wegen schwerer Misshandlung von Schutzbefohlenen und gefährlicher Körperverletzung. Die Staatsanwaltschaft hatte zuvor ein Strafmaß von fünf Jahren und drei Monaten gefordert. Die Verteidigung hielt nicht mehr als zwei Jahre für angemessen.

Das Gericht sah es als erwiesen, dass der 33-Jährige aus Heringen im Kreis Hersfeld-Rotenburg seinen damals drei Monaten alten Sohn in einer Duschwanne absichtlich kopfüber in heißes Wasser tauchte. Der Junge erlitt schwere Verbrennungen im Gesicht und musste in die Klinik.

Baby misshandelt: Gericht sieht verminderte Schuldfähigkeit des Angeklagten

Die Tat soll der alkohol- und drogenkranke Hartz-IV-Empfänger im September 2015 im Zustand verminderter Schuldfähigkeit begangen haben. Der Angeklagte äußerte sich im Prozess nicht zu den Vorwürfen. Er sagte nur, er könne sich nicht erinnern und vermittelte den Eindruck, mit der Betreuung seines Sohnes überfordert gewesen zu sein. Die Mutter hatte das Baby wegen einer Wochenbett-Depression in die Obhut des Vaters gegeben.

Nachdem das Baby im Badezimmer verbrüht worden war, alarmierte die Mutter des Angeklagten am Folgetag die Rettungskräfte. Im Krankenhaus wurden Amphetamine im Körper des Babys nachgewiesen. Die Rauschmittel seien dem Kind offenbar verabreicht worden, sagte die Staatsanwältin. Zudem wies das Baby Rippenbrüche älteren Datums und Hämatome am Körper auf. Laut Staatsanwaltschaft geht es dem mittlerweile fünf Jahre Jungen vergleichsweise gut. Er lebe in einer Pflegefamilie.

Die Strafkammer mit ihrem Vorsitzenden Josef Richter hatte am Ende alleine das Eintauchen des Baby-Kopfes in 58 Grad heißes Wasser in der Duschwanne als erwiesen angesehen. Weitere Vorwürfe waren dem Vater nicht sicher zuzuweisen. Das Gericht bezeichnete die Tat dennoch als „barbarisch“. Richter sprach von einem „Tatgeschehen jenseits der menschlichen Vorstellungskraft“. 

dpa, akh, zr, sar

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