Haben das neue Jahresprogramm des Geschichtsvereins Fulda sowie die neuen Geschichtsblätter vorgestellt (von links): Thomas Heiler und Gerhard Möller.
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Haben das neue Jahresprogramm des Geschichtsvereins Fulda sowie die neuen Geschichtsblätter vorgestellt (von links): Thomas Heiler und Gerhard Möller.

Kerker, Kloster, Komponisten

Geschichtsverein Fulda: So sieht das Jahresprogramm 2020/2021 aus

  • Sarah Malkmus
    vonSarah Malkmus
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Von klösterlichen Beziehungen über die Hexenverbrennung bis hin zur Kerkerseelsorge: Das Jahresprogramm des Fuldaer Geschichtsvereins und die neuen Fuldaer Geschichtsblätter versprechen interessante Einblicke in Fuldas Historie. Es ist am Mittwoch im Stadtschloss vorgestellt worden. 

Fulda - „Es ist für jeden etwas dabei“, sagt Stadtarchivar Thomas Heiler, der ebenso zweiter Vorsitzender des Geschichtsvereins Fulda ist, während er das Jahresprogramm gemeinsam mit Vorsitzendem und Alt-Oberbürgermeister Gerhard Möller vorstellt. Mit den neuen Vorträgen wolle man nicht nur die politische Geschichte Fuldas beleuchten, gleichzeitig sei es Ziel, die verschiedensten Sparten innerhalb des Vereins abdecken. Dazu zählten unter anderem Naturkunde, Archäologie, Kunst- sowie die Musikgeschichte.

Mit der Planung des Programms habe man im April begonnen, sagt der Stadtarchivar. Normalerweise gebe es 12 bis 14 Vorträge im Jahr. Aufgrund der Tatsache, dass die Vorträge in diesem Jahr coronabedingt erst im August starten können, musste „erheblich gekürzt“ werden, sagt Heiler. In diesem Jahr finden daher nur neun Vorträge statt.

Fuldaer Geschichtsverein: Zwölf Termine bis April 2020

Den Auftakt am 27. August macht der Alt-OB selbst mit dem Vortrag „Bayrisch – Preußisch – Fuldisch: Der Altkreis Gersfeld“. Weiter geht es am 24. September mit einem Vortrag namens „Himmlers holländische Muse“. Dieser Vortrag beschäftigt sich laut Heiler mit „einer der markantesten holländischen Nationalsozialistinnen, die im Raum Fulda lebte.“ Der Referent, ein Niederländer, sei bei seinen Forschungen darauf gestoßen und werde über die „zwei Leben der Baroness Julia Op ten Noort“ sprechen.

Termine

Donnerstag, 27. August, 19 Uhr: Der Altkreis Gersfeld.

Donnerstag, 24. September, 19 Uhr: Himmlers holländische Muse.

Donnerstag, 8. Oktober, 19 Uhr: Die Beziehungen zwischen dem Kloster Fulda und dem Kloster Lorsch im Frühmittelalter – neue Impulse für den Glauben?

Donnerstag, 29. Oktober, 19 Uhr: Die Berufung der Franziskaner nach Fulda.

Donnerstag, 26. November, 19 Uhr: Bronzezeitliche Höhensiedlungen des Landkreises Fulda im überregionalen Vergleich.

Donnerstag, 21. Januar, 19 Uhr: Nationalsozialistische Siedlung am Beispiel des Trätzhofes und der Haderwaldsiedlung

Donnerstag 18. Februar, 19 Uhr: Friedrich Spee und die Kerkerseelsorge der Jesuiten im Alten Reich

Donnerstag, 18. März, 19 Uhr: Der Komponist Hugo Stähle und seine Beziehung zu Fulda.

Donnerstag 15. April, 19 Uhr: Entstehung und Ablösung der Kirchenbaulasten in Hessen

Ein eher klassischeres Thema innerhalb des Jahresprogramms sei das frühe Mittelalter. In einem Vortrag am 8. Oktober wird es um die Beziehungen zwischen dem Kloster Fulda und dem Kloster Lorsch im Frühmittelalter gehen.

Auch Exkursionen soll es in diesem Jahr geben – allerdings nur, wenn es die Corona-Situation zulässt.

Stolz sind Heiler und Möller auch auf die neuen Geschichtsblätter, die Ende Mai herausgekommen sind. „Es gibt vieles zum Lesen, was durch die Vorträge nochmals vertieft werden kann“, betont Heiler.

Weitere Informationen zum Geschichtsverein sind im Internet einsehbar.

Lesen Sie hier: Buch des Geschichtsverein beleuchtet Verhältnis von Katholiken und Protestanten.

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