Das Gesundheitsamt des Landkreises Fulda.
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Das Gesundheitsamt ist in der Corona-Krise besonders gefordert.

Arbeiten verschoben

Corona: Fuldaer Gesundheitsamt hat weiterhin viel zu tun

Das Gesundheitsamt des Landkreises Fulda ist personell ausreichend besetzt, um seine gesetzlichen Aufgaben zu erfüllen. Wegen der Corona-Krise mussten manche Arbeiten jedoch verschoben werden.

  • Das Gesundheitsamt in Fulda hat durch die Corona-Krise viel zu tun.
  • Zur Verstärkung wurden deshalb zwei Ärzte eingestellt.
  • Wegen der Pandemie mussten und müssen Arbeiten vernachlässigt werden.

Fulda/Gelnhausen/Lauterbach - Aktuell sind 21 Kollegen zur Unterstützung zusätzlich im Gesundheitsamt eingesetzt. Generell sei „das Amt personell gut ausgestattet, um die gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen“, heißt es auf Anfrage aus dem Landratsamt. Neben den aus anderen Bereichen der Kreisverwaltung abgeordneten Mitarbeitern sei das Team um zwei zusätzlich eingestellte Ärzte ergänzt worden – mit unbefristeten Arbeitsverträgen. Außerdem haben zwei Containment-Scouts ihre Arbeit aufgenommen. Diese wurden über das Bundesverwaltungsamt befristet eingestellt und werden wie die meisten anderen „neuen“ Mitarbeiter vornehmlich in der Kontaktnachverfolgung und Fallermittlung eingesetzt.

Landkreis Fulda möchte angehende Ärzte mit Stipendien locken

Seit Jahren sei der Landkreis aktiv, um Ärzte für den Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) zu gewinnen. So seien zwei zusätzliche Stellen geschaffen worden, die „als Traineestellen dazu dienen, direkt nach der universitären Ausbildung den Einstieg in den ÖGD zu ermöglichen“. Im Rahmen eines Stipendiums verpflichten sich Studenten im Gegenzug zu einer finanziellen Förderung, nach dem Studium in einem Krankenhaus im Landkreis oder beim Gesundheitsamt tätig zu werden. Derzeit arbeite man daran, „als Pilotlandkreis, neben der Famulatur auch eine Station des Praktischen Jahres im Gesundheitsamt zu ermöglichen“.

Untersuchungen von Schulanfängern gestartet

Um die durch Corona entstandene Mehrarbeit aufzufangen, reichte es nicht, weitere Mitarbeiter im Gesundheitsamt einzusetzen. Zusätzlich mussten „andere Aufgaben auf das notwendige Mindestmaß zurückgefahren werden“, heißt es aus dem Kreishaus. Hygieneprüfungen in Betrieben etwa, um ein Beispiel zu nennen, würden „weiterhin durchgeführt“. Bei Routinekontrollen seien jedoch „die Prüfungsintervalle angepasst worden“. Die übrigen Aufgaben des Gesundheitsamtes „werden – abhängig vom weiteren Verlauf der Pandemie – derzeit Schritt für Schritt aufgenommen“. So seien bis Anfang März im Landkreis bereits 1300 Schulanfänger durch den Kinder- und Jugendärztlichen Dienst untersucht worden. 600 solcher Untersuchungen sollen „in den nächsten Monaten durchgeführt werden“. Eventuell erfolge die Schuleingangsuntersuchung auch noch nach der Einschulung – dies sei durch das hessische Sozialministerium wegen der Corona-Krise so geregelt worden.

Gesundheitsämter in Main-Kinzig-Kreis und Vogelsberg in ähnlicher Situation

Das Gesundheitsamt des Main-Kinzig-Kreises hat während der Coronakrise viele Routineaufgaben – etwa das Erstellen von Gutachten – eingestellt oder verschoben. Ab September soll nach jetzigem Stand in den Normalbetrieb zurückgekehrt werden.

Überstunden, zusätzliche Mitarbeiter sowie der vorübergehende Verzicht auf nicht dringende Arbeiten – damit hat das Gesundheitsamt des Vogelsbergkreises die Corona-Krise in den Griff bekommen. Erster Kreisbeigeordneter Dr. Jens Mischak (CDU) und der kommissarische Amtsleiter Dr. Henrik Reygers sind zufrieden.

Arbeiten mussten teiweise verschoben werden

Wenngleich in den vergangenen Monaten die Bekämpfung der Corona-Pandemie vieles in den Hintergrund drängte, aus den Augen verloren wurden die normalen Aufgaben des Gesundheitsdienstes nicht. Reygers: „Wir hatten einen Fall von Hepatitis A, da mussten wir uns kümmern. Auch die Wasserbefunde und die Verbrauchsanlagen in Krankenhäusern wurden weiter kontrolliert. Ich kann nicht wegen einer Baustelle die anderen Aufgaben schleifen lassen.“ Das Erstellen von Gutachten sei jedoch zeitweise eingestellt worden und die Atteste für Atemschutzgeräteträger der Feuerwehr blieben länger gültig.

kw

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