Minister besucht Fulda

Jens Spahn stellt sich Fragen des Klinikum-Personals - „Wir impfen das Land zurück in die Freiheit“

  • Sabrina Mehler
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Prominenter Gast im Klinikum Fulda: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat am Freitag Osthessen besucht.

Fulda - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat sich im Klinikum Fulda Fragen zu aktuellen Herausforderungen der Corona-Pandemie und zur Zukunft des Gesundheitssystems gestellt.

Die Diskussion mit Pflegepersonal, Ärzten und Vertretern des Gesundheitssystems trug den Titel „Covid und danach - Herausforderungen für die Gesundheitspolitik“.

Fulda: Gesundheitsminister Jens Spahn diskutiert mit Klinikum-Personal

Deutschland sei vergleichsweise gut durch die Pandemie gekommen, sagte Spahn. „Wir haben gut aufeinander aufgepasst und konnten jederzeit jeden Patienten versorgen.“ Jetzt sei die vierte Welle zwar da, doch der Gesundheitsminister zeigte sich zuversichtlich: „Wir impfen das Land zurück in die Freiheit.“ Eine verpflichtende Impfung werde es jedoch nicht geben.

Gesundheitsminister Jens Spahn hat das Klinikum Fulda besucht.

Die Corona-Lage habe laut Spahn deutlich gezeigt, was im Gesundheitswesen gut laufe, aber auch was dringend verbessert werden müsse, zum Beispiel im Bereich der Digitalisierung.

Nach seiner einführenden Rede stellte sich Spahn den Fragen des Krankenhauspersonals. Dabei ging es zum Beispiel um die Finanzierung von Krankenhäusern, den Fachkräftemangel und die Pflegepersonaluntergrenze.

Daneben erklärte der Minister auch sein künftiges Ziel, das Krankenhaussystem auf neue Füße zu stellen und in Ballungszentren etwa, wo es ein Überangebot an Kliniken gebe, Kompetenzen zu bündeln.

Besuch von Jens Spahn in Fulda von Protesten begleitet

Als Spahn auf dem Parkplatz des Klinikums eingetroffen war, hatte ihn eine Gruppe von Demonstranten empfangen, die laut „Volksverräter“ skandierten. Sein Kommentar: „Die reisen mir seit Wochen hinterher. Ich werde immer dafür kämpfen, dass man sich auf einen Platz stellen und schreien darf. Aber laut sein, ist nicht das bessere Argument.“

Spahn war auf Einladung des Fuldaer CDU-Bundestagskandidaten Michael Brand nach Fulda gekommen. Erst am Mittwoch hatte der Vorsitzende der Grünen, Robert Habeck, Fulda besucht und die Wahlkampftrommel gerührt.

Rubriklistenbild: © Mediennetzwerk Hessen

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