Das Glasfaser-Netz in Fulda wird bald ausgebaut. (Symbolfoto)
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Das Glasfaser-Netz in Fulda wird bald ausgebaut. (Symbolfoto)

Arbeiten beginnen Ende April

Immer wieder Baustellen in der Stadt: 7000 Haushalte in Fulda werden ans Glasfaser-Netz angeschlossen

  • Andreas Ungermann
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7000 Haushalte in der Kernstadt von Fulda sollen in den kommenden Monaten an das Glasfaser-Netz angeschlossen werden. Der Ausbau soll noch in diesem Monat beginnen. Er führt immer wieder zu Baustellen in der Stadt.

Fulda - In einzelnen Straßenabschnitten soll in der Innenstadt von Fulda das Glasfaser-Netz ausgebaut werden. Auf Nachfrage terminiert die Telekom als Projektträger den Beginn der Arbeiten auf Ende April. Wo die ersten Kabel verlegt werden, ist jedoch noch nicht endgültig entschieden.

Voraussichtlicher Baustart soll nach den Angaben von Telekom-Sprecher George-Stephen McKinney im Altstadt-Bereich sein und dann über den Bereich Wiesenmühle zum Dom fortgeführt werden. Es könne aber eventuell auch im Bereich des Doms begonnen werden. „Danach erfolgt der Bau nördlich vom Universitätsplatz in Richtung Bahnhof und findet dort seinen Abschluss“, erklärt der Sprecher.

Glasfaser in Fulda: 7000 Haushalte können Internet-Geschwindigkeit vervielfachen

Einen konkreten Zeitpunkt für die Inbetriebnahme der Glasfaser-Anschlüsse nennt er allerdings nicht. Ziel sei es jedoch, die 7000 Haushalte bis zum ersten Quartal 2022 anzuschließen. Mit dem Abschluss des ersten Bauabschnittes sei nach etwa vier bis sechs Wochen zu rechnen. Damit sollen dann auch die ersten Haushalte in der Kernstadt Internetgeschwindigkeiten von bis zu einem Gigabit pro Sekunde (Gbit/s) nutzen können.

„Sobald ein Abschnitt fertiggestellt ist, können Anlieger die neu gebauten Glasfaseranschlüsse bereits buchen beziehungsweise nutzen“, erklärt McKinney. Bislang sind laut Telekom in der City bis zu 250 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) möglich – je nach gebuchtem Tarif. (Lesen Sie hier: Glasfaseranschluss bis ins Haus - Anbieter TNG informiert Bürger in Schlitz)

Um die Glasfaserkabel von der Vermittlungsstelle zu den Häusern zu bringen, sind 150 Kilometer Kabelnetz zu verlegen und 32 neue Verteiler aufzustellen. Dabei versuche der Projektträger die Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten. Die Arbeiten konzentrierten sich im Wesentlichen auf die Gehwege. Dabei ist die Stadt Fulda laut eigener Aussage lediglich unterstützend in das Ausbauprojekt eingebunden.

Aber betrifft der Ausbau nur (künftige) Telekomkunden? „Nutzbare Rohrsysteme der Stadt werden allen Telekommunikationsunternehmen zu gleichen Konditionen angeboten, sofern sie einen Glasfaser-Ausbau umsetzen wollen. Für Verrohrungen, Kabel und Anlagen im Eigentum der Telekom können alle Telekommunikationsunternehmen eine Mitnutzung – zu regulären Preisen – beantragen“, erläutert McKinney. Zudem seien alle Anschlüsse der Telekom sogenannte „Open-Access“ Zugänge, die also auch von anderen Anbietern genutzt werden könnten, sofern diese entsprechende Vorleistungsprodukte bei der Telekom einkaufen.

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Nach aktuellen Planungen soll etwa im dritten Quartal mit den Ausbauarbeiten in den Bereichen um die Frankfurter Straße Richtung Kohlhaus oder im Nordend zwischen Bahnlinie und B 27 sowie rund um den Waidesgrund begonnen werden. Derzeit werden zudem im ländlichen Raum mit Unterstützung von Kreis, Bund und Land FTTH-Anbindungen (Fiber to the Home – Glasfaser bis zum Haus) zur Erschließung der „Weißen Restflecken“ geschaffen. Die Stadt Fulda hat daher gemeinsam mit dem Landkreis und 21 weiteren Kommunen eine Gigabit-Masterplanung in Auftrag gegeben. Deren Ziel ist es, Grundlagen für das „Graue-Flecken“-Förderprogramm zu schaffen. So sollen auch überall dort, wo ein marktgetriebener Ausbau nicht stattfinden wird, die Glasfaserleitungen unter Nutzung von Fördermitteln verlegt werden.

Auch mit dem Mobilfunkausbau soll es in Fulda weitergehen: „Im Bereich der Stadt Fulda selbst planen wir derzeit sechs Dachstandorte und sechs Small-Cells, die alle auch für 5G vorgesehen sind“, erklärt der Telekom-Sprecher. Small Cells, die kleiner sind als herkömmliche Mobilfunksender, werden vor allem für die Versorgung urbaner Gebiete verwendet.

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