Bis zum ersten Quartal 2022 sollen für circa 7000 Haushalte in der Kernstadt Glasfaseranschlüsse bis in die Häuser verlegt werden. (Symbolfoto)
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Bis zum ersten Quartal 2022 sollen für circa 7000 Haushalte in der Kernstadt Glasfaseranschlüsse bis in die Häuser verlegt werden. (Symbolfoto)

Direkt ins Haus

Glasfaseranschlüsse für 7000 Haushalte in der Fuldaer Kernstadt - Baustart für April geplant

Bis zum ersten Quartal 2022 sollen für circa 7000 Haushalte in der Kernstadt in Fulda Glasfaseranschlüsse mit einem Tempo von bis zu einem Gigabit pro Sekunde bis in die Häuser verlegt werden.

Fulda - Dieses gemeinsame Ziel verfolgen die Stadt Fulda und die Deutsche Telekom. Beide Parteien haben eine entsprechende Absichtserklärung unterschrieben. Die Ausbaukosten trägt allein die Telekom, heißt es in einer Mitteilung der Stadt Fulda.

Als Baustart ist April 2021 geplant und die Bauarbeiten sollen in zwölf Monaten abgeschlossen sein. Dabei kommt das Glasfaser-Kabel von der Vermittlungsstelle über den Verteilerkasten im Gehwegbereich direkt ins Haus der Kunden. Diese Technik nennt sich „Fiber To The Home“/FTTH. Im Zuge der Arbeiten werden rund 150 Kilometer Glasfaserkabel verlegt und 32 Glasfasernetzverteiler neu aufgestellt.

Fulda: Glasfaseranschlüsse für 7000 Haushalte in der Kernstadt - Baustart im April geplant

Dabei wird in Straßenabschnitten vorgegangen. Sobald ein Abschnitt fertiggestellt ist, können die Anlieger die neu gebauten Glasfaseranschlüsse bereits nutzen. Ausbau mit allen technischen Möglichkeiten Die Telekom wird gemeinsam mit der Stadt alles tun, um den Ausbau mit modernsten technischen Möglichkeiten gut und schnell zu bewältigen und dabei die Beeinträchtigungen für die Bürger wie den Verkehr so gering wie möglich zu halten.

Auch Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld freute sich über das Projekt: „Schnelles Internet wird gerade in diesen Zeiten immer wichtiger: Eltern sind vermehrt im Home-Office und in Video-Konferenzen, und Kinder bekommen gleichzeitig ihre Hausaufgaben online gestellt oder tauschen sich mit Schulfreundinnen und -freunden aus - da braucht es eine stabile und leistungsfähige Internet-Verbindung. Ich begrüße es daher sehr, dass die Telekom ihr Netz in Fulda auf die moderne Glasfaser-Technik bis in die Häuser aufrüsten will und nach der Innenstadt weitere Stadtteile folgen sollen.“

Heiko Wingenfeld: „Schnelles Internet wird gerade in diesen Zeiten immer wichtiger“

Derzeit werden auch im ländlichen Raum – vor allem in Weilern und Einzellagen – mit Unterstützung von Kreis, Bund und Land FTTH-Anbindungen zur Erschließung der „Weißen Restflecken“ geschaffen. Fuldas Landrat Bernd Woide betonte dazu: „Unser Ziel, für gleichwertige Lebensverhältnisse in der Stadt wie auf dem Land zu sorgen, werden wir konsequent weiterverfolgen.“

Nach der Unterzeichnung der Absichtserklärung (von links): OB Dr. Heiko Wingenfeld, Hartmut Müller (Regiomanager Infrastrukturvertrieb Telekom) und Stadtbaurat Daniel Schreiner.

Die Stadt Fulda habe daher gemeinsam mit dem Landkreis und 21 weiteren kreisangehörigen Kommunen eine Gigabit-Masterplanung in Auftrag gegeben. Ziel sei es hierbei die Grundlagen für das sogenannte „Graue-Flecken“-Förderprogramm zu schaffen, damit auch überall dort, wo ein marktgetriebener Ausbau nicht stattfinden wird, die Glasfaserleitungen mit Hilfe von Fördermitteln unmittelbar in die Haushalte und Unternehmen verlegt werden können.

Hartmut Müller: „Die Kernstadt profitiert als erster Bereich von diesem Projekt der Telekom“

„Der Breitbandausbau geht kontinuierlich weiter, die Kernstadt profitiert als erster Bereich von diesem Projekt der Telekom“, sagte Hartmut Müller, zuständiger Regionalmanager der Telekom. „Wir freuen uns sehr auf eine gute Zusammenarbeit mit der Stadt Fulda, auch für die schon weiteren in Planung befindlichen Stadtbereiche wie um die Frankfurter Straße Richtung Kohlhaus oder auch im Bereich Nordend zwischen Bahnlinie und B27 sowie rund um den Waidesgrund.“

Der Glasfaser-Anschluss bietet alle Möglichkeiten für digitale Anwendungen: Wie zum Beispiel Arbeiten von zu Hause oder Video-Streaming. Er eignet sich auch für Telemedizin und Smart Home. So sind zum Beispiel im Telekom Produkt Magenta TV“ hochauflösendes Fernsehen (auch zeitversetzt), Mediatheken oder Streaming-Dienste bereits integriert, heißt es in der Mitteilung.

Kunden, die im Ausbaugebiet wohnen und sich schon jetzt für einen Glasfaser-Anschluss entscheiden, können sich bereits registrieren. Hierzu ist auch die Angabe des Hauseigentümers beziehungsweise der Hausverwaltung erforderlich, falls Kunden zur Miete wohnen. (hoß)

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