Am Donnerstag klebten (von rechts) Pfarrerin Anke Mölleken, Pfarrerin Imke Leipold, Claudia Pfannemüller und Bernadette Wahl die ersten Sterne auf den Nachthimmel der Graffiti-Wand im Fuldaer Kneipenviertel.
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Am Donnerstag klebten (von rechts) Pfarrerin Anke Mölleken, Pfarrerin Imke Leipold, Claudia Pfannemüller und Bernadette Wahl die ersten Sterne auf den Nachthimmel der Graffiti-Wand im Fuldaer Kneipenviertel.

Kunst-Aktion in Fulda

Graffiti-Wände als Hoffnungszeichen in Corona-Zeiten: Passanten können Sterne ankleben

  • vonAnja Hildmann
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Vier Graffiti-Kunstwerke des Künstlers Mika Springwald können vom 22. Mai bis zum 5. Juni an verschiedenen Orten in Fulda bestaunt werden. Thema der Aktion, die eigentlich für den Hessentag geplant war, ist der Sternenhimmel.

Fulda - Die Stadt Fulda ist seit 2019 die erste offizielle deutsche „Sternenstadt“ und engagiert sich für einen klaren Nachthimmel. Das nahmen die Evangelische Kirche von Hessen und Nassau, die Evangelische Kirche in Kurhessen-Waldeck, die Diakonie Fulda und das Bistum Fulda als Anreiz für eine ökumenische Kunst-Aktion, die zeigen soll, wie Sterne zum Zeichen der Hoffnung werden können.

Fulda: Graffiti-Wände aufgestellt - Passanten können Sterne ankleben

Ursprünglich sei die Aktion für den Hessentag geplant gewesen. Dieser fällt in diesem Jahr wegen Corona zwar aus, doch die Aktion wird trotzdem umgesetzt. „Wir wollen die Ergebnisse der guten ökumenischen Zusammenarbeit sichtbar machen – auch wenn der Hessentag in Fulda nicht stattfindet“, erklärt Pfarrer Dieter Dersch, Hessenbeauftragter der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Vor ziemlich genau einem Jahr hatte der Künstler Ingmar Süß in Fulda Banksy-Graffiti gesprüht.

„Die Corona-Pandemie bringt so viel Dunkelheit mit sich, dass wir in Familie, Gesellschaft und Kirche helle Momente brauchen“, sagt Mika Springwald. „Das gemeinsame Betrachten der Sterne lädt dazu ein, nach oben und nach vorne zu schauen.“ Der Street-Art-Künstler und Pädagoge schuf dazu vier Graffiti-Kunstwerke, die vom 22. Mai bis zum 5. Juni an vier markanten Orten in Fulda zu sehen sein werden: am Bahnhof, im Kneipenviertel, im Schlossgarten und am Bonifatius-Denkmal.

Video: Banksy bekennt sich zu Gefängnis-Graffiti

Gottesdienst

Zur Aktion ist für den Pfingstmontag um 11 Uhr im Bischofsgarten in Fulda ein passender ökumenischer Gottesdienst geplant.

Auf den Graffitis werden Menschen zu sehen sein, die den Sternenhimmel aus verschiedenen Perspektiven betrachten. Passanten sind eingeladen, den Sternenhimmel mitzugestalten. Dazu werden in der Stadt Karten mit Aufklebe-Sternen verteilt, die nach Belieben an den Graffiti-Wänden angebracht werden können. So soll zum Schluss ein leuchtender Sternenhimmel entstehen.

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