Zwei Tote

Großbrand bei Dröder: Extremsituation für Einsatzkräfte - Geschäftsführer der Spedition „schwer betroffen“

  • Sarah Malkmus
    vonSarah Malkmus
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Nach dem Großbrand auf dem Firmengelände der Spedition Dröder nahe der A 7 in der Nacht zu Pfingstsonntag ist am Dienstag ein zweiter Leichnam aufgefunden worden. Der Geschäftsführer der Spedition zeigt sich betroffen.

Künzell - Hans-Jörg Dröder, Geschäftsführer der Spedition, zeigt sich von dem Brand am Pfingstwochenende und den Todesfällen bestürzt. „Einen Sachschaden kann man beheben, aber wenn Menschen ums Leben kommen, ist das etwas ganz anderes“, sagt Dröder gegenüber unserer Zeitung. Er und seine Mitarbeiter seien „schwer betroffen“. Es gebe eine „große Anteilnahme“ in seiner Belegschaft und bei seinen Partnern.

Fulda: Großbrand bei Dröder in Künzell war Extremsituation für die Einsatzkräfte

Fuldas Kreisbrandinspektor Adrian Vogler geht auf Nachfrage unserer Zeitung noch einmal auf die psychischen Herausforderung ein, die derlei Einsätze mit sich bringen: „Anderen Menschen im Notfall zu helfen, ist zwar ein positives Erlebnis. Doch der Feuerwehralltag birgt auch die Konfrontation mit dem Leiden und dem Sterben.“ Diese Extremsituationen würden von den Rettungskräften während des Einsatzes zunächst oft gar nicht wahrgenommen, weil diese am Einsatzort professionell funktionierten.

Logistik

Die betrieblichen Abläufe der Spedition werden laut Geschäftsführer Hans-Jörg Dröder von den Vorfällen nicht beeinflusst. Auch das Tagesgeschäft läuft regulär weiter. In der betroffenen Halle sind außerdem keinerlei Waren von Kunden eingelagert gewesen.

Es sei jedoch nicht zu verkennen, dass es einen Unterschied mache, ob der Brand einer leeren Scheune gelöscht werden muss oder ob es sich um ein Gebäude handele, in dem sich Menschen befinden. Entsprechend stellten sich Belastungsreaktionen auf das Erlebte oft erst einige Tage später ein. „Das können Schlafstörungen sein, Konzentrationsstörungen, Unruhe oder Ängste. Nicht jeder kann diese Bilder im Kopf, die das Geschehene erzeugt hat, gut und zügig verarbeiten. Zurück bleibt bei manchen auch das Gefühl der Schwäche oder der Zweifel daran, alles getan zu haben.“

Ein Blick in die Lagerhalle nach dem Großbrand bei der Künzeller Speditionsfirma Dröder.

Brandursache weiterhin unklar - Staatsanwaltschaft Fulda ermittelt

Wie es zu dem Brand kommen konnte, ist laut Dr. Christine Seban, Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft Fulda, nach wie vor nicht bekannt. Es bleibe das Ergebnis der Brandermittler abzuwarten. Das Feuer war in der Nacht zu Sonntag in einem Wohnkomplex, der sich an die Lagerhalle der Spedition anschließt, ausgebrochen und erfasste das gesamte Gebäude mit einer angrenzenden Lagerhalle. Feuerwehrkräfte konnten verhindern, dass die Flammen auf weitere Firmengebäude übergriffen.

Rubriklistenbild: © Fuldamedia

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