Obduktion am Freitag

Traurige Gewissheit nach Brand bei Speditionsfirma Dröder: Zweite Leiche gefunden

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  • Sarah Malkmus
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Traurige Gewissheit nach dem Großbrand bei der Künzeller Speditionsfirma Dröder: Bei dem Feuer sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Nachdem bereits am Sonntag eine Leiche entdeckt worden war, wurde am Dienstag eine weitere gefunden. Die zweite Person war zunächst vermisst worden.

+++ 14.47 Uhr: Dr. Christine Seban, Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft Fulda, bestätigte auf Nachfrage unserer Zeitung am Dienstagnachmittag, dass ein zweiter Leichnam gefunden worden sei. „Es hat sich also bestätigt, dass sich eine zweite Person im Gebäude befand“, sagte sie. Um die Suche nach der zweiten Person überhaupt durchführen zu können, habe man das Gebäude entsprechend räumen und sichern müssen.

Zur Identität der beiden Männer konnte Seban zunächst noch keine konkreten Angaben machen. Aber: „Wir haben eine Vermutung, um wen es sich handeln könnte“, sagte sie. Es spreche einiges dafür, dass es sich um zwei Mitarbeiter der Spedition handele. Die Obduktionen der ersten Leiche stehe am Freitag an.

Großbrand in Künzell: Bürgermeister Timo Zentgraf zeigt sich betroffen

Update vom 25. Mai, 10.45 Uhr: Der Künzeller Bürgermeister Timo Zentgraf (parteilos) äußerte sich betroffen zu dem Gebäudebrand - einem der größten Brände seiner Amtszeit und dem ersten, bei dem ein Toter geborgen werden musste. „Es wurde erst klein alarmiert“, sagt Zentgraf. Dann wurde die Alarmstufe erhöht, weitere Feuerwehren aus den umliegenden Gemeinden unterstützten die Künzeller Feuerwehr.

Sonntagnacht ist es bei der Spedition Dröder zu einem Brand gekommen, bei dem mindestens eine Person ums Leben kam.

Es rückten die Feuerwehren aus Fulda, Dipperz und Petersberg an. Der Rettungsdienst, Polizeistreifen, das Technische Hilfswerk sowie der Malteser-Verpflegungstrupp waren im Einsatz. „Um etwa 1.40 Uhr war es schon so weit, dass wir nicht mehr ins Gebäude reinkamen“, erklärt der Bürgermeister, der seit 30 Jahren bei der Feuerwehr aktiv ist. „Der Brand hat wohl schon stundenlang vor sich hin geglüht.“ Nun müsse geschaut werden, ob sich tatsächlich noch weitere Personen im Gebäude aufhielten.

Als die Lage sich zuspitzte, sei der Bürgermeister zur Einsatzstelle gefahren. „Ich wurde aus dem Einsatzleitwagen angerufen – ich sollte schnellstmöglich kommen.“ Vor Ort habe er mit der Geschäftsführung der Spedition sprechen können, die sich sehr betroffen zeigte. Weil die Wohnungen an eine polnische Baufirma vermietet seien, habe man nicht gewusst, wie viele Personen sich zur Zeit des Brandes darin aufhielten. „Dort können bis zu zehn Menschen untergebracht werden“, berichtet Zentgraf. „Doch – Gott sei Dank – waren manche von ihnen über das lange Wochenende weggefahren.“

Aus den Wohnungen haben die Einsatzkräfte die Rauchmelder hören können, doch die zwei Männer – der Tote und nach Angaben von Zentgraf sein Bruder – scheinen die Rauchmelder nicht mehr wahrgenommen zu haben. Zentgraf könne nicht sagen, wie und wo das Feuer ausgebrochen sein könnte. „Es scheint in dem Zimmer gewesen zu sein, wo die Brüder untergebracht waren.“

Großbrand bei Künzeller Speditionsfirma: Polizei hat keine weiteren Ermittlungs-Erkenntnisse

Die Polizei teilte am Dienstag auf Anfrage mit, dass es noch keine weiteren Erkenntnisse bei der Ermittlung zur Brandursache gibt. Bislang sei zudem noch unklar, um wem es sich bei dem Toten handelt, wie Sandra Hanke vom Polizeipräsidium Osthessen mitteilt.

Update vom 23. Mai, 14.47 Uhr: Wie die Staatsanwaltschaft Fulda und das Polizeipräsidium Osthessen nun in einer gemeinsamen Pressemitteilung schreiben, ereignete sich der Brand in einem Gebäudekomplex mit Lagerhalle und Wohnunterkünften für Mitarbeiter.

Großbrand bei Künzeller Speditionsfirma an der A7: Polizei und Staatanwaltschaft nennen erste Details

Nach derzeitigem Ermittlungsstand brach das Feuer aus bislang unbekannter Ursache im Bereich der dortigen Wohnunterkünfte aus, griff auf das komplette Gebäude über und setzte dieses in Vollbrand, heißt es in der Mitteilung. Die Feuerwehr führte daraufhin umfangreiche Löscharbeiten durch und konnte ein Übergreifen der Flammen auf weitere Firmengebäude verhindern. Ein Betreten des Objekts war auf Grund der starken Brandentwicklung jedoch nicht mehr möglich. Nachdem das Feuer gegen 5 Uhr gelöscht war, wurde das Gebäude nach Glutnestern abgesucht. Aktuell ist das Gebäude stark einsturzgefährdet, schreibt die Polizei.

Großbrand bei Künzeller Speditionsfirma an der A7

In der Nacht zu Sonntag ist es zu einem Großbrand bei einer Speditionsfirma an der A7 gekommen.
In der Nacht zu Sonntag ist es zu einem Großbrand bei einer Speditionsfirma an der A7 gekommen. © Fuldamedia
In der Nacht zu Sonntag ist es zu einem Großbrand bei einer Speditionsfirma an der A7 gekommen.
In der Nacht zu Sonntag ist es zu einem Großbrand bei einer Speditionsfirma an der A7 gekommen. © Fuldamedia
In der Nacht zu Sonntag ist es zu einem Großbrand bei einer Speditionsfirma an der A7 gekommen.
In der Nacht zu Sonntag ist es zu einem Großbrand bei einer Speditionsfirma an der A7 gekommen. © Fuldamedia
In der Nacht zu Sonntag ist es zu einem Großbrand bei einer Speditionsfirma an der A7 gekommen.
In der Nacht zu Sonntag ist es zu einem Großbrand bei einer Speditionsfirma an der A7 gekommen. © Fuldamedia
In der Nacht zu Sonntag ist es zu einem Großbrand bei einer Speditionsfirma an der A7 gekommen.
In der Nacht zu Sonntag ist es zu einem Großbrand bei einer Speditionsfirma an der A7 gekommen. © Fuldamedia
In der Nacht zu Sonntag ist es zu einem Großbrand bei einer Speditionsfirma an der A7 gekommen.
In der Nacht zu Sonntag ist es zu einem Großbrand bei einer Speditionsfirma an der A7 gekommen. © Fuldamedia
In der Nacht zu Sonntag ist es zu einem Großbrand bei einer Speditionsfirma an der A7 gekommen.
In der Nacht zu Sonntag ist es zu einem Großbrand bei einer Speditionsfirma an der A7 gekommen. © Fuldamedia
In der Nacht zu Sonntag ist es zu einem Großbrand bei einer Speditionsfirma an der A7 gekommen.
In der Nacht zu Sonntag ist es zu einem Großbrand bei einer Speditionsfirma an der A7 gekommen. © Fuldamedia
In der Nacht zu Sonntag ist es zu einem Großbrand bei einer Speditionsfirma an der A7 gekommen.
In der Nacht zu Sonntag ist es zu einem Großbrand bei einer Speditionsfirma an der A7 gekommen. © Fuldamedia
In der Nacht zu Sonntag ist es zu einem Großbrand bei einer Speditionsfirma an der A7 gekommen.
In der Nacht zu Sonntag ist es zu einem Großbrand bei einer Speditionsfirma an der A7 gekommen. © Fuldamedia
In der Nacht zu Sonntag ist es zu einem Großbrand bei einer Speditionsfirma an der A7 gekommen.
In der Nacht zu Sonntag ist es zu einem Großbrand bei einer Speditionsfirma an der A7 gekommen. © Fuldamedia
In der Nacht zu Sonntag ist es zu einem Großbrand bei einer Speditionsfirma an der A7 gekommen.
In der Nacht zu Sonntag ist es zu einem Großbrand bei einer Speditionsfirma an der A7 gekommen. © Fuldamedia
In der Nacht zu Sonntag ist es zu einem Großbrand bei einer Speditionsfirma an der A7 gekommen.
In der Nacht zu Sonntag ist es zu einem Großbrand bei einer Speditionsfirma an der A7 gekommen. © Fuldamedia

Im Laufe des Nachmittags konnte ein Leichnam mittels Kranwagen geborgen werden. Nach derzeitigen Ermittlungen bestehen Anhaltspunkte dafür, dass sich eine zweite Person im Gebäude befand, heißt es in der Mitteilung. Allerdings konnte die zweite Person aufgrund der erschwerten Bergungssituation noch nicht aufgefunden werden. Wie es zu diesem tragischen Geschehen kam und um wen es sich genau handelt, steht aktuell noch nicht zweifelsfrei fest. Nach den bisherigen Erkenntnissen dürfte es sich jedoch um zwei Mitarbeiter der Speditionsfirma handeln, die in den dortigen Wohnunterkünften untergebracht waren.

Die Brandursachenermittler der Fuldaer Kriminalpolizei haben in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Fulda die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Zur Klärung der genauen Todesursache und zur Identifizierung des bislang geborgenen Toten hat die Staatsanwaltschaft Fulda eine Obduktion angeordnet. Nach ersten vorläufigen Schätzungen dürfte der Sachschaden im unteren siebenstelligen Bereich liegen.

Erstmeldung vom 23. Mai, 9 Uhr:

Künzell - Zu einem Großbrand in dem großen Speditions- und Logistikunternehmen Dröder in Künzell an der A7 ist es in der Nacht zu Sonntag gekommen. Das Feuer brach laut dem Polizeipräsidium Osthessen in Fulda gegen 1 Uhr in einer großen Lagerhalle des Unternehmens aus noch ungeklärter Ursache aus. Schnell schlugen die Flammen meterhoch aus dem Dach der rund 25 x 30 Meter großen Halle, heißt es von Reportern vor Ort.

Künzell: Großbrand bei Speditionsfirma an der A7 - Brandursache unklar

Wie die Reporter mitteilen, grenzt an die Halle eine weitere Lagerhalle an. Diese sei jedoch durch eine Brandschutzwand getrennt. Zum Zeitpunkt des Brandes war unklar, ob sich noch Personen in dem Gebäudekomplex befinden, heißt es von den Reportern.

In der Nacht zu Sonntag ist es zu einem Großbrand bei einer Künzeller Speditionsfirma an der A7 gekommen.

Ein Großaufgebot an Einsatzkräften war vor Ort, um den Brand zu bekämpfen. Das Gebäude ist laut den Reportern derzeit nicht betretbar, es besteht Einsturzgefahr. Im Innern habe es während der Löscharbeiten immer wieder kleinere Explosionen gegeben. Was genau in der Halle gelagert wird, sei auch noch unklar, da die Spedition für Kunden diverse Güter zwischenlagert.

Großbrand bei Künzeller Speditionsfirma: Gebäudeschaden wird auf 2 Millionen geschätzt

Wie die Polizei in Fulda mitteilt, konnte der Brand gegen 5.15 Uhr gelöscht werden. Bei dem Brand kamen laut Polizei mutmaßlich zwei Personen ums Leben. Der Gebäudeschaden wird von der Polizei auf 2 Millionen Euro geschätzt. Die Ermittlungen dauern an.

Auch in Bad Salzschlirf ist es in der Nacht Sonntag zu einem Brand in einer Eisdiele gekommen. Die Polizei schätzt den Sachschaden auf rund 60.000 Euro.

Rubriklistenbild: © T.L

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