An der Pfarrkirche St. Georg wird fleißig gewerkelt.
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An der Pfarrkirche St. Georg wird fleißig gewerkelt.

2 Millionen Euro teure Arbeiten

Startschuss für Renovierung: Arbeiten an Großenlüderer Pfarrkirche St. Georg in vollem Gange

  • Marcus Lotz
    VonMarcus Lotz
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Seit Monaten wird in der Pfarrkirche St.Georg fleißig gewerkelt – seit August auch auf dem Dach, wofür die Fassade ein Gerüst ziert. Nun fiel auch ganz offiziell der Startschuss für die 2,046 Millionen Euro teure Renovierung. 

Großenlüder - „Es ist schon einiges passiert“, erläuterte Pfarrer Joachim Hartel. So seien während der vorbereitenden Arbeiten in den zurückliegenden Monaten neben dem gesamten Inventar auch der Fußboden der Kirche entfernt worden. Eindrücklich zeigte sich dies während eines Rundgangs durch das Innere der Kirche: Wo einst Kirchenbänke und Statuen ihren Platz fanden, steht aktuell ein Labyrinth aus Gerüsten, Trittbrettern und Geländern in dem ansonsten leeren Raum.

„Wir sind sehr, sehr dankbar für die Unterstützung, die uns aus der Gemeinde erreicht – seien es nun Spenden oder auch Menschen, die mit anpacken“, zeigte sich Hartel erfreut. Durchgeführt wird die Baumaßnahme vom Lauterbacher Architekturbüro Neuraum. (Lesen Sie hier: Besonderes Fest - 10 Kinder mit Wasser aus der Fulda getauft)

Auf der obersten Ebene des Kirchenbaus machten sich die rund 15 Anwesenden ein Bild vom Zustand der Kirche. Die Renovierung war notwendig geworden, nachdem sich im August 2018 Putz- und Stuckteile vom Gewölbe an der Decke gelöst hatten und in den Kirchenraum herabgestürzt waren. Nachdem der Bereich gesichert worden war, förderte eine Untersuchung des baulichen Zustands der zwischen 1732 und 1735 erbauten katholischen Kirche erhebliche Schäden am Dachstuhl und der Decke zutage, die eine gefahrlose Nutzung der Kirche unmöglich machte. Seit Juli 2020 ist sie daher für Gottesdienstbesucherinnen und -besucher geschlossen.

Fulda: Zwei-Millionen-Euro-Projekt - Renovierung an Großenlüderer Pfarrkirche St. Georg

„Es handelt sich hier um eine wirklich große Maßnahme und eines der größten Bauprojekte der Region, an dem das Bistum beteiligt ist“, sagte Astrid Schlegel von der Bauabteilung des Bistums. Das Bistum trägt 75 Prozent der Kosten, davon sind wiederum mehr als 300.000 Euro Zuschüsse vom Landesdenkmalamt. Die Pfarrkirche sei einer der ältesten Kirchenstandorte am westlichen Rande des Bistums. Die Renovierungsarbeiten, die bis zum 1200-jährigen Ortsjubiläum im kommenden Jahr abgeschlossen sein sollen, nannte Schlegel „ein ehrgeiziges Programm“, das aber große Unterstützung erfahre. „Ich habe noch nie erlebt, dass sich eine Kirchengemeinde so stark bei einem derartigen Projekt einbringt“, staunte Schlegel.

Fotostrecke: Arbeiten an Großenlüderer Pfarrkirche St. Georg in vollem Gange

An der Pfarrkirche St. Georg wird fleißig gewerkelt.
An der Pfarrkirche St. Georg wird fleißig gewerkelt.  © Marcus Lotz
An der Pfarrkirche St. Georg wird fleißig gewerkelt.
An der Pfarrkirche St. Georg wird fleißig gewerkelt.  © Marcus Lotz
An der Pfarrkirche St. Georg wird fleißig gewerkelt.
An der Pfarrkirche St. Georg wird fleißig gewerkelt.  © Marcus Lotz
An der Pfarrkirche St. Georg wird fleißig gewerkelt.
An der Pfarrkirche St. Georg wird fleißig gewerkelt.  © Marcus Lotz
An der Pfarrkirche St. Georg wird fleißig gewerkelt.
An der Pfarrkirche St. Georg wird fleißig gewerkelt.  © Marcus Lotz
An der Pfarrkirche St. Georg wird fleißig gewerkelt.
An der Pfarrkirche St. Georg wird fleißig gewerkelt.  © Marcus Lotz
An der Pfarrkirche St. Georg wird fleißig gewerkelt.
An der Pfarrkirche St. Georg wird fleißig gewerkelt.  © Marcus Lotz
An der Pfarrkirche St. Georg wird fleißig gewerkelt.
An der Pfarrkirche St. Georg wird fleißig gewerkelt.  © Marcus Lotz
An der Pfarrkirche St. Georg wird fleißig gewerkelt.
An der Pfarrkirche St. Georg wird fleißig gewerkelt.  © Marcus Lotz
An der Pfarrkirche St. Georg wird fleißig gewerkelt.
An der Pfarrkirche St. Georg wird fleißig gewerkelt.  © Marcus Lotz
An der Pfarrkirche St. Georg wird fleißig gewerkelt.
An der Pfarrkirche St. Georg wird fleißig gewerkelt.  © Marcus Lotz
An der Pfarrkirche St. Georg wird fleißig gewerkelt.
An der Pfarrkirche St. Georg wird fleißig gewerkelt.  © Marcus Lotz
An der Pfarrkirche St. Georg wird fleißig gewerkelt.
An der Pfarrkirche St. Georg wird fleißig gewerkelt.  © Marcus Lotz
An der Pfarrkirche St. Georg wird fleißig gewerkelt.
An der Pfarrkirche St. Georg wird fleißig gewerkelt.  © Marcus Lotz

Ähnlich äußerte sich Fuldas Bundestagsabgeordneter Michael Brand (CDU): „Das Engagement der Gemeindemitglieder vor Ort und das damit verbundene Bekenntnis der Großenlüderer zu ihrer Kirche hat mich tief bewegt.“ Diese Kräfte habe Pfarrer Hartel maßgeblich mitmobilisiert, wofür ihm Brand seinen Dank aussprach. Die Pfarrkirche bezeichnete der CDU-Abgeordnete als „Schmuckstück der Region“ und als „besonders wertvolles Stück Kultur“, dass es zu bewahren gelte. Der Bund steuert zur Maßnahme 150.000 Euro bei.

Hauptamtsleiter Jürgen Möller überbrachte die Grüße von Bürgermeister Florian Fritzsch (SPD), der kurzfristig verhindert war. „Wir freuen uns, dass sich die Kirchengemeinde an die Sanierung gewagt hat – und das bereits, bevor klar war, wie groß die Schäden am Ende tatsächlich sind. Für diesen Mut möchten wir uns bedanken.“ Für die Gemeinde, die sich mit 200.000 Euro an der Renovierung beteiligt, sei die Kirche wichtig: „Wir feiern im nächsten Jahr nicht nur 1200 Jahre Großenlüder, sondern auch 1200 Jahre Kirchengemeinde. Die Kirche war von Anfang an der Mittelpunkt der Gemeinde und ist heute nicht nur ein Gotteshaus, sondern auch ein Kulturdenkmal.“

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