Ein Mensch kneift sich in einen dicken Bauch.
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Fulda hat den dritthöchsten Anteil an Adipösen in Hessen.

16,1 Prozent sind adipös

Auswertung zu Übergewicht: Fulda auf dem drittletzten Platz in Hessen

Infarkt, Schlaganfall, Diabetes – so wenig wie in Corona-Zeiten wurde noch nie über diese Volksleiden berichtet und debattiert. Dabei spielen sie nach wie vor eine entscheidende Rolle im bundesweiten Krankheitsgeschehen. Auch Adipositas gehört dazu. Der Kreis Fulda ist besonders betroffen, zeigt eine aktuelle Auswertung der AOK Hessen.

Fulda - Geht es um starkes Übergewicht, nimmt Hessen im Ländervergleich eine mittlere Position ein (Platz 8 in 2018 mit 12,9 Prozent der Patientinnen und Patienten). Bundesweit ist der Anteil leicht geringer mit 12,6 Prozent, das entspricht 3,5 Millionen Personen. Davon sind 59,2 Prozent weiblich, das Durchschnittsalter beträgt 55 Jahre.

Zehn Jahre früher, somit im Jahr 2008, lag die Zahl noch bei bundesweit 9,9 Prozent (2,5 Mio. Personen). Innerhalb eines Jahrzehnts ist deren Anteil somit um 27 Prozent gestiegen. Das ergibt eine Auswertung der AOK Hessen unter allen AOK-versicherten Bürgerinnen und Bürgern.

Fulda auf dem drittletzten Platz

Die Verteilung in Hessen ist sehr unterschiedlich: Im Jahr 2018 haben der Main-Taunus-Kreis und der Kreis Groß-Gerau mit 10,4 beziehungsweise 10,9 Prozent den geringsten Anteil an stark übergewichtigen Menschen.

Dafür ist der Kreis Fulda sehr viel stärker betroffen: Hier waren es 16,1 Prozent (10.900 Menschen). Lediglich im Kreis Waldeck-Frankenberg (16,4 Prozent) und im Werra-Meissner-Kreis (16,3 Prozent) wurde Adipositas noch öfter diagnostiziert. Auf Basis dieser Gesamtentwicklung muss davon ausgegangen werden, dass die Ergebnisse für 2019 und 2020 keinesfalls gesunken sind, vielmehr weiterhin steigen und damit auch die Wahrscheinlichkeit, einen Infarkt oder Schlaganfall zu erleiden beziehungsweise einen Diabetes zu entwickeln.

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