Hebamme Denise Finke nimmt am Förderprogramm des Landkreises Fulda teil und hat sich mit einer Praxis in Fuldas Innenstadt selbstständig gemacht. Gesundheitsdezernent Frederik Schmitt freut sich darüber, dass die Vor- und Nachsorge in der Region gestärkt wird.
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Hebamme Denise Finke nimmt am Förderprogramm des Landkreises Fulda teil und hat sich mit einer Praxis in Fuldas Innenstadt selbstständig gemacht. Gesundheitsdezernent Frederik Schmitt freut sich darüber, dass die Vor- und Nachsorge in der Region gestärkt wird.

Engpässe vermeiden

Landkreis Fulda unterstützt Hebammen: Denise Finke (29) eröffnet eigene Praxis

Der Landkreis Fulda hat ein Programm ins Leben gerufen, um Hebammen zu fördern. Denise Finke ist die dritte Hebamme, die bei der Eröffnung einer eigenen Praxis unterstützt wird.

Fulda - Die 29-Jährige stammt aus Fulda, war fünf Jahre lang in einer Berliner Klinik zunächst angestellt, danach als Beleg-Hebamme tätig und hat sich jetzt nach ihrer Rückkehr mit einer eigenen Hebammenpraxis niedergelassen. Das geht aus einer Mitteilung des Landkreises hervor. „Ich freue mich sehr darüber, dass es uns Schritt für Schritt gelingt, die professionelle Betreuung von Müttern und Babys in unserer Region vor und nach der Geburt zu verbessern“, sagt Vize-Landrat Frederik Schmitt (CDU).

Denise Finke hatte über eine Fuldaer Kollegin vom Förderprogramm des Landkreises Fulda erfahren, sich beworben und eine Zusage erhalten. „Es ist schön, dass mein Wunsch, mich selbstständig zu machen, auf diese Weise unterstützt wird“, sagt sie anlässlich der Unterzeichnung des Vertrages.

Fulda: Kreis unterstützt Hebamme - Denise Finke eröffnet Praxis in der Stadt

Finke hat jüngst in der Fuldaer Marktstraße die Praxis „Hand aufs Herz“ eröffnet. Die 29-Jährige begleitet und betreut die Frauen in der Schwangerschaft und im Wochenbett bis zum Ende der Stillzeit. „Darüber hinaus habe ich in Fulda den Schritt in die außerklinische Geburtshilfe getan. Ich bin sehr glücklich darüber, dass ich in der Region nun auch Hausgeburten ermöglichen kann“, so Denise Finke. Aktuell ist sie allein in ihrer Praxis tätig. „Aber ich bin für Kooperationen offen, zumal die Praxis ausreichend Platz für verschiedene Kurse bietet.“

Info und Kontakt

Für das Förderprogramm des Landkreises Fulda kann sich jede ausgebildete Hebamme bewerben. Der Landkreis übernimmt 80 Prozent der Lehrgangsgebühren, die notwendig sind, um sich niederzulassen. In der Summe sind das etwa 2200 Euro für Qualifizierungsmaßnahmen unter anderem in den Themen Geburts- und Familienvorbereitung sowie Rückbildungsgymnastik. Dafür muss sich die Hebamme verpflichten, sich zwei Jahre im Kreis Fulda niederzulassen. Interessierte wenden sich beim Landkreis Fulda per Mail an hebammen@landkreis-fulda.de.

Ursprünglich hat Denise Finke in Fulda den Beruf der zahnmedizinischen Fachangestellten erlernt. Warum sie nochmals umschwenkte und eine Ausbildung als Hebamme begann? „Es war einfach ein Bauchgefühl“, sagt sie und lächelt angesichts der doppeldeutigen Erklärung. „Nein, im Ernst. Der Gedanke war lange unterschwellig präsent. In der Ausbildung wusste ich dann: Das ist mein Traumjob. Was gibt es denn Schöneres, als daran mitzuwirken, neues Leben auf die Welt zu bringen“, sagt sie, die sich als Teil eines wichtigen Ganzen versteht: „Es macht Freude, Frauen in der Schwangerschaft bestmöglich dabei zu unterstützen, diesen spannenden Prozess wirklich genießen zu können. Und es ist ebenso schön, in der Nachsorge zu sehen, wie Paare Eltern werden und als Familie zusammenwachsen.“

Das Programm des Landkreises ist geboren aus der Idee, Hebammen bei ihrer Qualifizierung zu unterstützen und sie zu stärken, um sich selbstständig zu machen. Damit möchte der Landkreis den Engpässen bei Vorsorge und Wochenbettbetreuung entgegenwirken. „Es freut mich, dass wir einen Teil dazu beitragen konnten, dass Sie nun hier in Fulda praktizieren“, sagt Frederik Schmitt. (lio)

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