Der Heimattiergarten soll fast doppelt so groß werden.
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Der Heimattiergarten in Neuenberg soll fast doppelt so groß werden.

Wird der Name geändert?

Heimattiergarten soll fast doppelt so groß werden - Stadt stellt konkrete Pläne vor

  • Daniela Petersen
    vonDaniela Petersen
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Nach der Umgestaltung soll sich die Fläche des Heimattiergartens in Neuenberg fast verdoppeln. Im Bauausschuss am Dienstagabend hat Stadtbaurat Daniel Schreiner (parteilos) die Pläne vorgestellt und auch einen Zeithorizont genannt.

Fulda - Vor gut einem Monat wurde der erste große Schritt getan: Mit einem Spatenstich, der den Baustart des Wirtschaftsgebäudes verdeutlichte, wurde das Projekt zur Umgestaltung des Heimattiergartens konkret. Es ist die größte Maßnahme des Förderprogramms „Zukunft und nachhaltige Entwicklung“. Insgesamt rechnet Stadtbaurat Daniel Schreiner mit Investitionen in Höhe von 7,5 Millionen Euro. „Wir hoffen aber auf eine Förderung von 70 Prozent“, sagte er.

Im Bauausschuss erklärte er, wie der Heimattiergarten aussehen soll. Geplant sind Weideflächen für die Huf- und Klauentiere. Es soll eine Art Biergarten geben und einen Bereich, wo Mensch und Tier zusammenkommen können. Im Haupthaus am Eingang sind Räume des Vereins Heimattiergarten und Seminarräume vorgesehen, weil es zum Beispiel mit dem Umweltzentrum eine Zusammenarbeit geben soll.

Der Heimattiergarten in Neuenberg soll fast doppelt so groß werden: Die Stadt stellt konkrete Pläne vor

Der Eingang wird vom Osten aus der Mole heraus in den Westen zur Fulda-Galerie hin verlegt werden und dort schon von Weitem erkennbar sein. „Der Weg führt dann entweder in die Mole oder über einen Steg zu den Höhenlagen.“

So wird der Heimattiergarten nach der Umgestaltung aussehen.

Nicht jede Ecke sei barrierefrei, „aber wir bemühen uns nach Kräften, dass jeder Bereich es sein wird“, erklärt der Stadtbaurat.

Ein zweiter Eingang soll im Nordosten gebaut werden, dort, wo der Wirtschaftshof entsteht. Ganz in der Nähe ist auch die sogenannte Panoramabrücke geplant, die außerhalb des Tiergartens liegt und von wo aus Spaziergänger und Radfahrer einen herrlichen Blick auf Fulda haben sollen. „Diese Brücke wird sicher einer der Höhepunkte der Landesgartenschau. In der Mitte wird es eine Plattform geben mit Blick auf Fulda“, betonte Werner Krah (CDU), Vorsitzender des Bauausschusses.

Heimattiergarten wird bis zur Landesgartenschau nicht komplett fertig

Apropos Landesgartenschau: Komplett fertig sein wird die Umgestaltung des Heimattiergartens bis 2023 nicht. „Wir haben drei Bauabschnitte. Der dritte Bauabschnitt, wo der jetzige Tiergarten angesiedelt ist, kann erst dann angegangen werden, wenn die Tiere in die neuen Bereiche umgezogen sind“, erklärte Schreiner. Und das sei vom Zeitplan her erst 2023/2024 möglich. „Trotzdem wird der Heimattiergarten auch zur Landesgartenschau begehbar sein. Die Route führt dann über die Höhenlage.“

Nachdem zunächst ein Kanal verlegt wurde, um den Heimattiergarten an das städtische Kanalsystem anzuschließen, wird jetzt der Wirtschaftshof gebaut. „Auch die Wege und die Stallgebäude sind bereits im Werden“, sagte Schreiner.

Gesprächsbedarf gab es im Ausschuss darüber, ob der Heimattiergarten zukünftig Heimattiergarten, nur Tiergarten oder ganz anders heißen soll. So etwas müsse aber in Abstimmung mit dem Heimattiergarten besprochen werden, fügte Krah an.

Diskussion um Mitspracherecht der Stadt beim Heimattiergarten

Der Verein wird den Heimattiergarten betreiben und die Flächen von der Stadt pachten. Thilo E. Sprengel von der FDP-Fraktion gab zu bedenken, dass die Stadt bei der Gestaltung des Eintrittspreises ein Mitspracherecht haben solle. „Bei diesem Millionengeschenk sollte die Stadt schon die Hand drauf haben“, sagte er.

Der Begriff „Millionengeschenk“ sei nicht richtig, betonte Krah: „Das kann man in den falschen Hals bekommen. Dieses Projekt ist eine Investition in die Infrastruktur und die Zukunft der Stadt.“ Ein Geschenk sei es nicht, da der Verein ja Pacht bezahle und die Stadt Eigentümerin der Flächen bleibe.

Schreiner erklärte, dass die Stadt froh sei, dass die Ehrenamtlichen des Vereins die Tierpflege und andere Aufgaben übernehmen. „Wir brauchen jemanden, der es betreibt.“ Ohne den Verein würde es gar nicht gehen.

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