Agentur für Arbeit
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Gute Neuigkeiten vom Arbeitsmarkt: Die Lage hat sich im September entspannt - Fulda hat sogar die niedrigste Arbeitslosenquote hessenweit.

Gute Nachrichten vom Arbeitsmarkt

Trotz Corona: Fulda hat niedrigste Arbeitslosenquote in ganz Hessen

Endlich einmal gute Neuigkeiten vom Arbeitsmarkt in der Region: Die Agentur für Arbeit hat die Zahlen für Osthessen für den Monat September mitgeteilt. Es gibt weniger Arbeitslose und die Wirtschaftslage entspannt sich. Außerdem hat Fulda derzeit in ganz Hessen die niedrigste Arbeitslosenquote.

„Nach den negativen Schlagzeilen zum Arbeitsmarkt in den vergangenen Monaten hellt sich die Wirtschaftslage in Osthessen etwas auf", schreibt die Agentur für Arbeit in ihrem monatlichen Arbeitsmarktbericht.

Fulda hat niedrigste Arbeitslosenquote in ganz Hessen

Demnach sank binnen eines Monats die Zahl der arbeitslosen Menschen im Landkreis Fulda im September um 337 auf 4469. „Dies sind zwar immer noch deutlich mehr als im September des Vorjahres, allerdings hat sich der Abstand zum Vorjahr verringert. Die Arbeitslosenquote sank im September von 3,8 auf 3,5 Prozent (Vorjahr: 2,6 Prozent) und ist damit die niedrigste aller hessischen Landkreise“, teilt die Behörde mit.

Auch im Altkreis Hünfeld sei die Arbeitslosigkeit im September gegenüber August leicht gesunken. Allerdings stieg die Arbeitslosenquote hier binnen Jahresfrist weitaus stärker an als im gesamten Landkreis und liegt nun bei 3,2 Prozent (Vorjahr: 2,1 Prozent), erklärt die Agentur für Arbeit.

September: 2432 Menschen im Landkreis Fulda sind ohne Arbeit

Insgesamt verzeichnete die Behörde im September 2432 Arbeitslose und somit 201 weniger als im Monat zuvor. Von der Verbesserung der Konjunktur profitieren nahezu alle Personengruppen, heißt es weiter. Überproportional zurückgegangen sei die Arbeitslosigkeit bei Menschen ohne deutschen Pass und insbesondere bei jüngeren Personen. Derzeit sind 609 Männer und Frauen unter 25 Jahren im Landkreis Fulda arbeitslos – 158 weniger als im August.

Agentur-Chef Dombrowski: „Überraschend gute Entwicklung“

Positiv zu vermerken sei, dass im September trotz der Corona-Krise kaum mehr Personen ihre Beschäftigung verloren haben als vor einem Jahr. „Darüber hinaus konnten wir 485 Menschen und somit 29 Prozent mehr in eine Beschäftigung integrieren als im September 2019. Das war in dieser Dimension nicht unbedingt zu erwarten. Wir freuen uns über die momentan überraschend gute Entwicklung, aber wir sind uns der Risiken in den kommenden Wochen und Monaten bewusst“, erklärt Waldemar Dombrowski, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda, und spricht von einer „leichten Herbstbelebung in schwieriger Zeit“.

Der Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit konnte im Kreis Fulda im September 315 Arbeitsstellen akquirieren. Dies waren 17,5 Prozent mehr als im Monat zuvor. Aktuell liegen 1846 Stellen zur Vermittlung vor. Im Vorjahr waren es 2.478. Gute Chancen bestehen aktuell im Gesundheitswesen, im Einzelhandel und in der Zeitarbeit.

Kurzarbeit wird immer noch stark in Anspruch genommen

Die Arbeitsagentur hat im Landkreis Fulda im September 34 Anzeigen von Betrieben auf Kurzarbeit registriert. Seit Mitte März haben insgesamt 2583 Betriebe für 43.945 Beschäftigte Kurzarbeit angezeigt. Damit trägt das Kurzarbeitergeld maßgeblich zur Stabilisierung in der Corona-Krise bei, erklärt die Behörde. Die Beantragung des Kurzarbeitergeldes erfolgt nachträglich. Männer seien in etwa doppelt so stark von Kurzarbeit betroffen wie Frauen. (jev)

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