Entscheidungsträger der Stadt Fulda, Vertreter des Behindertenbeirats und das Hessentagspaar auf der neuen Querungshilfe.
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Auf der Querungshilfe (von links): OB Heiko Wingenfeld, Coriena Krönung, Elvira Storch, Steffen Landsiedel, das Hessentagspaar Vera Vogt und Max Dudyka sowie Dominik Höhl und Daniel Schreiner.

Wichtig für den Hessentag

„Vorzeigeprojekt für Barrierefreiheit“: Neue Querungshilfe am Rosengarten

Der Hessentag im nächsten Jahr wirft seine Schatten voraus – auch baulich laufen die Vorbereitungen dafür. Nun wurde eine neue Querungshilfe am Rosengarten in Fulda in Betrieb genommen.

Fulda - Bereits zur Landesgartenschau 1994 entstand der Bürgergarten als öffentliche Grünanlage am Rande der Fulda-Aue, zeitgleich wurde der Komplex des Behördenzentrums mit einer breiten Treppenverbindung von der Königstraße zum Rosengarten errichtet. Doch eine barrierefreie Verbindung der beiden Areale fehlte bislang: Der Weg vom Bürgergarten endete an ein paar Treppenstufen beziehungsweise an einer steilen Rampe. Jetzt wurde eine barrierefreie und sichere Querungshilfe geschaffen, wie die Stadt berichtet – nicht zuletzt mit Blick auf den Hessentag, wo an dieser Stelle viele Besucher auf dem Weg vom Quartier II zum Quartier III beziehungsweise in Richtung Innenstadt die Straße Am Rosengarten queren werden.

Neue Querungshilfe in Fulda: Bordstein auf Null-Niveau abgesenkt

Bei der offiziellen Inbetriebnahme war deshalb auch das Hessentagspaar 2021, Vera Vogt und Max Dudyka, mit von der Partie. Ebenso herzlich begrüßten Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld (CDU) und Stadtbaurat Daniel Schreiner (parteilos) als Vertreterin des Behindertenbeirats die stellvertretende Vorsitzende Elvira Storch. Alle waren sich einig, dass mit dieser Querung, in deren Gestaltung der Behindertenbeirat eng eingebunden war, ein „Vorzeigeprojekt für die Barrierefreiheit“ in der Stadt gelungen sei, wie die Stadt berichtet.

Sowohl für Menschen, die auf den Rollstuhl angewiesen sind, als auch für Menschen mit einer Fußheberschwäche oder einer anderen Gehbehinderung biete der auf das sogenannte Null-Niveau abgesenkte Bordstein eine Überquerungshilfe – von dieser profitierten auch Senioren mit Rollator oder Mütter und Väter mit Kinderwägen. Für Menschen mit Sehbehinderung wiederum seien die geriffelten beziehungsweise genoppten Platten eine Hilfe, um die Straße leichter zu überqueren. Ihnen helfen laut Stadt auch die starken Farbkontraste bei der Pflasterung – was an anderen Stellen in der historischen Innenstadt bisweilen mit Erfordernissen des Denkmalschutzes kollidiert. „Hier aber konnten wir Barrierefreiheit einmal idealtypisch umsetzen“, erläuterte Stadtbaurat Schreiner.

Neue Mittelinsel am Rosengarten kostet 130.000 Euro

Um den ursprünglich vorhandenen Niveauunterschied im Gelände auszugleichen und um Platz für die Mittelinsel zu schaffen, waren umfangreiche Bauarbeiten nötig: So wurde der Straßenabschnitt Am Rosengarten auf einer Länge von rund 100 Metern angehoben und zugleich verbreitert. Zugleich musste die Querneigung der Straße und damit die Entwässerungsrichtung geändert werden. Die Kosten inklusive der Schaffung einer neuen Mittelinsel betrugen rund 130.000 Euro. (han)

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