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Ruhige Hexennacht im Kreis Fulda - Erste Schnappschüsse

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Von: Ann-Katrin Hahner

Im Kreis Fulda ist in der Nacht vom 30. April auf den 1. Mai „gehext“ worden.
Im Kreis Fulda ist in der Nacht vom 30. April auf den 1. Mai „gehext“ worden. © privat

Toilettenpapier an Bäumen und Zäunen, Klingelstreiche und Zahnpasta auf der Türklinke - Die Nacht vom 30. April auf den 1. Mai, die sogenannte Hexennacht, wird in Osthessen traditionell eigentlich mit vielen Streichen gefeiert. In den letzten Jahren hat der Schabernack - vielleicht auch wegen Corona - aber immer mehr abgenommen. Auch dieses Jahr spricht die Polizei Osthessen von einer ruhigen Nacht.

Fulda - Ob allein die Corona-Pandemie für den Rückgang der Streiche in der Region Osthessen verantwortlich ist, lässt sich nur mutmaßen. Fest steht, dass auch die Morgenstunden des diesjährigen 1. Mai im Zuständigkeitsgebiet der Polizei Osthessen ausgesprochen ruhig verliefen.

„Es kam in der Nacht zu der einen oder anderen Ruhestörung oder Trunkenheitsfahrt. In Richtung Vandalismus ist uns bislang aber nichts bekannt geworden“, sagte ein Sprecher der Polizei am Sonntagvormittag auf Nachfrage unserer Zeitung. Nach den zwei Pandemie-Jahren habe man an diesem Wochenende mit mehr Vorkommnissen gerechnet. Diese Befürchtung habe sich allerdings nicht bewahrheitet.

Fulda: Hexennacht im Kreis - Erste Schnappschüsse von Streichen

Lediglich auf dem Gelände der Domschule ist in der Nacht zu einem etwas größeren Vorfall gekommen. Hier brannten gegen halb zwei drei Müllcontainer, was einen Feuerwehreinsatz nach sich zog. Verletzt wurde bei der Aktion niemand, die Polizei geht aber davon aus, dass es sich bei dem Vorfall um Brandstiftung und damit um einen eher böswilligen Scherz zur Hexennacht handelt.

Auch im Main-Kinzig-Kreis blieb es laut Aussage des diensthabenden Polizeiführer vom Dienst ruhig.

Gänzlich untätig waren die Spaßvögel der Region allerdings nicht. Sowohl aus der Gemeinde Hofbieber, konkreter dem Dorfplatz Wiesen, als auch aus dem Fuldaer Stadtteil Bronnzell erreichten die Redaktion bereits Bilder von Hexennacht-Aktionen - mit klarem Fokus auf Bundes- und Kommunalpolitik.

Im Hünfelder Stadtteil Roßbach haben die Hexen für einen Fußgängerüberweg gesorgt.
Im Hünfelder Stadtteil Roßbach haben die Hexen für einen Fußgängerüberweg gesorgt. © Sabine Burkardt

Im Hünfelder Stadtteil Roßbach hatten die Hexen Mitleid mit den Bürgerinnen und Bürgern, die durch eine Landesstraße mitten im Ort getrennt sind und „zauberten“ einen Fußgängerüberweg auf die Straße. Die Straße gilt als stark frequentiert und befindet sich weder in einer 30er-Zone noch hat sie eine Ampelregelung vorzuweisen, schreibt eine Leserin.

Die Schnappschüsse finden Sie, liebe Leserinnen und Leser, in der angefügten Bildergalerie.

Sie haben sich in Ihrer Straße oder Gemeinde über einen Schabernack amüsiert? Dann senden Sie uns doch Fotos von den Hexennacht-Streichen an „internet@fuldaerzeitung.de“.

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