Der Campus der Hochschule Fulda Leipziger Straße
+
Mit zwei Projekten, einem Einzel- und einem Verbundprojekt, hat sich die Hochschule Fulda in der Ausschreibung „Hochschullehre durch Digitalisierung stärken“ durchgesetzt.

Innovationen in der Lehre

Hochschule Fulda erfolgreich mit zwei digitalen Projekten - Förderung durch Stiftung

Mit zwei Projekten, einem Einzel- und einem Verbundprojekt, hat sich die Hochschule Fulda in der Ausschreibung „Hochschullehre durch Digitalisierung stärken“ durchgesetzt. Die Stiftung Innovation in der Lehre wird beide Projekte in den kommenden drei Jahren fördern.

Fulda - Insgesamt acht Hochschulen aus Hessen erhalten Fördermittel aus dem Programm. Die Hochschule Fulda ist die einzige Hochschule, die die Federführung bei zwei geförderten Projekten innehat, heißt es in einer Pressemitteilung der Hochschule. „Wir verfügen inzwischen über 15 Jahre Erfahrung mit digitalen Lehr- und Lernformaten. Das zahlt sich nun aus“, freut sich Professorin Dr. Kathrin Becker-Schwarze, Vizepräsidentin für Lehre und Studium an der Hochschule Fulda. „Die Förderung ermöglicht uns, die Digitalisierung weiter voranzutreiben. Dabei ist Digitalisierung in der Lehre kein Selbstzweck, sondern dient immer dem Studienerfolg“, ergänzt Hochschulpräsident Professor Dr. Karim Khakzar.

Im Rahmen des Einzelprojekts will die Hochschule Fulda ihre Online-Lehr- und Lernformate innovativ und nachhaltig ausbauen, heißt es in der Mitteilung. Zentrale digitale Unterstützungsangebote, die sich bewährt haben, sollen in fachbereichsspezifische Angebote ausdifferenziert und dann in den Fachbereichen weiterentwickelt werden. „So wird eine konkret auf die individuellen Lehrsituationen bezogene Unterstützung der Studierenden und Lehrenden möglich“, betont die Vizepräsidentin. „Wir fördern die Digitalisierung in der Lehre also dadurch, dass wir gelungene Lehr-Lernansätze in neue Kontexte übertragen.“ 

Fulda: Hochschule erfolgreich mit zwei digitalen Projekten - Förderung durch Stiftung

Die Corona-Pandemie habe über die Fachbereiche hinweg eine rasante, aber auch uneinheitliche Weiterentwicklung der digitalen Lehre mit sich gebracht. „Die Evaluation der Onlinesemester aus Sicht der Studierenden und Lehrenden hat uns deutlich gezeigt: Es bedarf passgenauer, fachgebundener Konzepte zur digitalisierten Lehre sowie lernzielorientierter, kooperativer Lehrarrangements und Lernumgebungen für die Studierenden.“ Insbesondere mit Blick auf Selbstorganisation, Interaktivität und Bezug zur (beruflichen) Praxis seien die Ansprüche hoch, schreibt die Hochschule. „Daher reichen die zentrale Bereitstellung von Infrastruktur und Schulungsangeboten nicht mehr aus. Stattdessen ist ein partizipativer Ansatz von Lehrenden, Studierenden und unterstützenden Einrichtungen nötig, der den Fokus erweitert und vorrangig ‚digitale Kompetenzen‘ aus den Fachbereichen heraus entwickelt, in neuen Kontexten adaptiert und hochschulweit in die Breite trägt.“ (Lesen Sie hier: Drei Studierende der Hochschule Fulda gewinnen Sparkassenpreis - Auszeichnung für Abschlussarbeiten)

Das Verbundprojekt unter Federführung der Hochschule Fulda will Lehr- und Lernszenarien für Studiengänge der Sozialen Arbeit flexibilisieren und in Richtung hybrid-flexibler Varianten weiterdenken, und zwar durch hybride Lehr- und Lernangebote, den Einsatz von innovativen Technologien und E-Coaching- beziehungsweise E-Assessment-Tools zur selbstgesteuerten Kompetenzentwicklung, schreibt die Hochschule. Gleichzeitig soll die Wirksamkeit digitaler Lehrformate erforscht werden. Hintergrund ist, dass berufstätige Studierende nicht immer an Präsenzmodulen teilnehmen können, dass das Studium nicht immer dem Bedarf nach Austausch- und Interaktionsmöglichkeiten gerecht wird, insbesondere in Selbstlernphasen und dass Studierende häufig Probleme haben, ihr Selbststudium zu organisieren und individuelle Lernprozesse fokussiert zu steuern, heißt es in der Mitteilung.

Karim Khakzar: Digitalisierung in der Lehre ist kein Selbstzweck, sondern dient immer dem Studienerfolg

Beteiligt sind neben der Hochschule Fulda auch die Alice Salomon Hochschule Berlin, die Fachhochschule Kiel, die Fachhochschule Münster und das Zentrum für Fernstudien im Hochschulverbund (zfh). Die vier Hochschulen gehören dem über viele Jahre existierenden Hochschulverbund BASA-online/maps an, der auf langjährige Fachexpertisen im online-gestützten Lehren und Lernen sowohl auf Bachelor- als auch auf Master-Ebene verweisen kann, heißt es in der Mitteilung. Das Einzelprojekt wird mit etwa 2,5 Millionen Euro gefördert, das Verbundprojekt mit circa drei Millionen Euro. Beide Projekte laufen bis Ende 2024.

Das könnte Sie auch interessieren