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Studienstart mit Livemusik: Hochschule Fulda begrüßt rund 1900 neue Erstsemester

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Von: Norman Zellmer

Hochschule Fulda: Für rund 1900 Erstsemester startet das Wintersemester 2022/2023
Rund 1900 Erstsemester nehmen zum beginnenden Wintersemester 2022/23 ihr Studium an der Hochschule Fulda auf. © Hochschule Fulda/Alexander Mengel

Premiere auf dem Campus: Die traditionelle Erstsemesterbegrüßung an der Hochschule Fulda hat erstmals unter freiem Himmel stattgefunden – Konzertatmosphäre inklusive. 

Fulda - So etwas hatte es noch nicht gegeben: Auf dem Mensavorplatz der Hochschule Fulda standen am Montag (17. Oktober) mehrere Hundert junge Erwachsene teils dicht an dicht oder in Gruppen vor einer Bühne, auf der die Rockband „Dirty Mind“ akustisch kräftig einheizt. Sie sind zur Erstsemesterbegrüßung gekommen, die erstmals unter freiem Himmel – und seit Beginn der Pandemie im Frühjahr 2020 wieder in einem großen Rahmen – stattfand. „Das ist heute eine Premiere, dass ich sie erstmals so begrüßen kann“, betonte Hochschulpräsident Professor Dr. Karim Khakzar in seiner Begrüßungsrede. Er sprach von einem „guten Auftakt bei herrlichem Wetter“.

Fulda: Hochschule begrüßt 1900 Erstsemester bei Open-Air-Veranstaltung

Er freue sich, in diesem Jahr wieder rund 1900 Erstsemester begrüßen zu können. Wie in den Vorjahren seien davon rund 350 aus dem Ausland nach Fulda gekommen. Es liege eine „bewegte Zeit hinter der Hochschule“, sagte der Präsident mit Verweis auf die Corona-Pandemie, in der der Campus zeitweise verwaist gewesen und das Studium teilweise unterbrochen worden sei oder nur online habe stattfinden können.

Mit der Erstsemesterbegrüßung unter freiem Himmel und Livemusik – in den Vorjahren fand diese in einem Veranstaltungssaal auf dem Gelände statt, in der Pandemie teilweise separat in den Fachbereichen – wolle die Hochschule zeigen, dass Studieren mehr sei als Pauken, Lernen und Prüfungen. Zu studieren bedeute nicht nur die Basis für den späteren Beruf zu legen und Fachkompetenz vermittelt zu bekommen, sondern auch, die eigene Persönlichkeit weiterzuentwickeln und anderen Menschen zu begegnen, sich mit ihnen auszutauschen und zu diskutieren. Begegnung sei gerade in einer globalisierten Welt wichtig.

Dies sei auch außerhalb des Campus möglich, etwa in der Stadt Fulda, die ein „schöner Ort“ und ein breites kulturelles Angebot habe, beim Hochschulsport oder in der evangelischen und katholischen Studierendengemeinde. Zudem sprach Khakzar offen die Hilfsangebote an für jene Studierende, die „das Gefühl haben, es nicht zu schaffen“ oder Zweifel hätten, ob das Studium das Richtige sei. „Nutzen Sie die Angebote, besser früher als später“, so der Hochschulpräsident. (Lesen Sie auch: Ohne Wohnung ins neue Semester: Bewerberlisten für Zimmer in Hessen sind lang)

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Ebenfalls auf die vielfältigen Angebote wiesen Viktoria Stubbe, Lea Haußmann und Alexander Wiegel vom Allgemeinen Studierenden-Ausschuss (AStA), der Interessenvertretung der Fuldaer Studenten hin: etwa das Campus-Café Chaos, die Hochschultage im Juni und das AStA-Büro. Wiegel appellierte augenzwinkernd an die neuen Kommilitonen, „fleißig zu sein“, aber auch „auf Partys zu gehen“; Stubbe forderte, sich auch hochschulpolitisch zu engagieren, sich im Fachschaftsrat oder in anderen Hochschulgremien für die Belange von Studenten einzusetzen und mit dem AStA ins Gespräch zu kommen, das auf dem Campus ein Zelt aufgebaut hatte. (Lesen Sie auch: Studentenwerk Gießen hebt Preise an: Essen an Hochschule Fulda wird teurer)

Das taten die Erstsemester sogleich: Es bildete sich eine lange Schlange vor dem Zelt, nachdem Viktoria Stubbe auf die Erstsemester-Beutel mit Nützlichem und Nervennahrung zum Studienbeginn.

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